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10 Gartentipps für April

Gartenmagazin
Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Worauf Sie im Monat April achten sollten, erfahren Sie hier.

GARDENA Tipps für Ihren Garten

Aussaaten: April ist Aussaatzeit. Jetzt gehören die Samen folgender Gemüse an die Erde: Erbsen, Möhren, Kohlarten, Porree, Mangold, Radieschen (Frühsorten), Rukola, Salate (Frühsorten), Stangensellerie und Wurzelpetersilie. Auch Knoblauchzehen und Zwiebeln können bereits gesteckt werden.

Günstiger nachpflanzen: Viele Gehölze werden in Baumschulen oder auch Gartencentern als teurere Containerpflanzen angeboten. Es gibt aber auch Alternativen: Sogenannte wurzelnackte Pflanzen sind etwa um ein Drittel günstiger. Das gilt speziell für Heckenpflanzen, Rosen und Obstgehölze. Alle wurzelnackten Pflanzen aber, sollten - je nach Wetter - bis Ende April im Boden sein. Dabei gilt: je wärmer, desto früher.

Dachrinnen reinigen: Eichen, Buchen, Hainbuchen - einige Bäume verlieren ihr Laub erst mit dem Neuaustrieb. Und wo die Frühjahrswinde sie vor sich her blasen, landen Sie auf Dächern und danach in Dachrinnen. Damit Sie sich nicht Humus füllen oder noch bevor Fallrohre verstopfen ist es jetzt an der Zeit, die Rinnen zu reinigen. Apropos Fallrohr: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, einen Abzweig für das Sammeln von Regenwasser anzubringen? Im Sommer können Sie es bestimmt brauchen!

Flächen reinigen: In Wegfugen und -ritzen haben sich über Herbst und Winter so manche Gräser-, Kräuter- und sogar Gehölzsamen angesammelt, die nun zu keimen beginnen. Weil der Einsatz von Herbiziden im Hausgarten nicht zugelassen ist, empfehlen sich jetzt mechanische Bekämpfungsmöglichkeiten, wie Fugenkratzer und Fugenbürsten. Algen und Moos auf Bodenbelägen entfernt man am einfachsten mithilfe eines Hochdruckreinigers - noch bevor das ungewollte Bodengrün für rutschige Laufflächen sorgt.

Gartenvögel: In diesem Monat brüten schon viele der gefiederten Freunde. Mit Vogelschmäusen, Fettknödeln und Mischfutter unterstützen Sie die Vögel darin, über den Winter hinaus Nahrung zu finden und mehr Bruten hochzubringen. Anders als im Winterhalbjahr sind die Tiere jetzt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang aktiv, um nicht nur sich selbst, sondern auch ihre zahlreichen Jungen satt zu bekommen. Zur Brutunterstützung der Altvögel gibt es spezielles Aufzuchtfutter für ihre Nestlinge.

Gehölze schneiden: Für die meisten Gartengehölze ist jetzt kein Rückschnitt mehr möglich. Für Hecken und Wildgehölze etwa ist er nach Ende März verboten. Bei Halbsträuchern allerdings ist das anders. Das sind solche, die im unteren Bereich verholzen, im oberen jedoch weitgehend krautig bleiben. Zu ihnen zählen z. B. Lavendel, Bartblume, Heidekräuter, Thymiane, Winterbohnenkraut. Bündeln Sie diese Pflanzen in der einen Hand und schneiden Sie sie Mitte April um 30 – 50 % zurück. Das regt den wüchsigen Austrieb an. Vorsicht bei alten, lange nicht geschnittenen Exemplaren: Sie vertragen oft den Rückschnitt bis ins alte Holz nicht.

Kübelpflanzen: Jetzt haben die Kübelschönheiten lange genug im Winterquartier gestanden! Schon jetzt können Sie damit beginnen, sie zurück ans Freilandklima zu gewöhnen. Stellen Sie sie bei anstehender frostfreier Witterungsperiode an einen geschützten Gartenplatz. Am besten in den warmen Wechselschatten um Sonnenbrand der Blätter zu verhindern. Stehen die Pflanzen auf Kübelrollern, gelingt es umso leichter, sie bei drohendem (Nacht)Frost noch einmal kurz ins Haus zurück zu schieben.

Kleingewächhaus bepflanzen: Tomate, Paprika, Gurke, Aubergine - sie alle können im schützenden Kleingewächshaus schon jetzt ausgepflanzt werden und kommen dort umso früher zur Ernte. Damit kein Spät- oder Nachfrost den zarten Gemüsepflanzen etwas anhaben kann, stellt man in kritischen Nächten einen Frostwächter auf. Wählen Sie zwischen verschiedenen Modellen - von elektrisch betrieben oder mit Paraffin beheizt.

Rhabarber: Damit Sie im Mai viele kräftige Stängel ernten können, muss Rhabarber schon Anfang April ebenso kräftig gedüngt werden. Am besten hat sich dazu ein organisch-mineralischer Mischdünger bewährt. Der organische Anteil darin pflegt den Boden, der Mineraldüngeranteil darin ist für die Pflanze schneller verfügbar. Im oft noch nasskalten April brauchen demgegenüber rein organische Dünger gerade bei Rhabarberdüngung oft noch zu lange, bis sie in ausreichendem Maße pflanzenverfügbar zersetzt sind.

Steinarbeiten: Grobe Gartenarbeiten wie Steinarbeiten erfordern meist den Eingriff in benachbarte Beete. Wegplatten zerbrochen, Randsteine hochgefroren, Klinkerpflaster uneben - höchste Zeit das zu richten, noch bevor die Beete sich beleben. Denn je später Eingriff und Reparatur erfolgen, desto langwieriger, bis die "Narben" in den Beeten wieder verheilt sind.