Mähroboter: So schützt Du Igel und Schmetterlinge

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Die Sicherheit von Igeln und anderen Kleintieren ist uns wichtig. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass unsere Mähroboter ohne Unfälle, Emissionen und Lärm betrieben werden können. Damit wir diesem Anspruch gerecht werden, arbeiten wir bei der Entwicklung unserer Produkte eng mit Wissenschaftlern zusammen. Durch die Berücksichtigung ein paar einfacher Tipps, hilfst Du dabei Kleintiere zu schützen!

Die Tierwelt im heimischen Garten hat ihre ganz eigenen Bedürfnisse – und der Gartenbesitzer ebenso. Beides in Einklang zu bringen, ist gar nicht so schwer. So schaffst Du es, dass Igel & Co sich in Deinem Garten wohl fühlen und Du trotzdem nicht auf einen regelmäßig gemähten Rasen verzichten musst:

So fühlen sich Igel in Deinem Garten wohl

Igel sind gern gesehene Besucher unserer Gärten, denn als Schädlingsvertilger halten sie sie frei von Schnecken, Raupen und Co. Vom passenden Unterschlupf bis zur richtigen Absicherung von Teichen und Pools: Im Rahmen unserer BioLife Initiative haben wir zusammen mit Dr. Sophie Lund Rasmussen hilfreiche Tipps zusammengestellt, wie Du Deinen Garten wildtierfreundlich gestalten kannst.

 

  • Während der nahrungsarmen Zeit im Herbst kannst Du Wasser und Futter aufstellen (Katzenfutter ist eine gute Option für Igel). Achten auf eine gute Hygiene rund um die Futterstation.
  • Baue Nester für Igel, indem Du in Deinem Garten eine wilde Ecke mit Gartenabfällen, Laubhaufen oder Baumstämmen schaffen.
  • Baue mit Tunnels oder Pfaden zwischen den Gärten abseits der Straße eine Igel-Autobahn.
  • Sorgen im eigenen Garten für Artenvielfalt, um Igel mit natürlichen Futterquellen zu versorgen (z. B. Wildblumensamen, Insektenhotels).
  • Sichere Teiche und Pools, indem Du für eine einfache Ausstiegsmöglichkeit sorgst. Decke auch tiefe Löcher und Abflüsse ab.
  • Verwende keine Pestizide und Chemikalien bei der Pflanzenpflege.
  • Stelle sicher, dass Netze sicher aufbewahrt werden, und dass kein Abfall herumliegt, der den Tieren schaden kann.
  • Sei achtsam, wenn Du ein Feuer anzünden willst und räumen den Stapel am Tag, an dem Du ihn verbrennst, an einen anderen Platz um.
  • Achte darauf, alle Bereiche im Garten vor der Gartenpflege sorgfältig zu überprüfen. Das Gleiche gilt für Deinen Komposthaufen, bevor Du mit der Grabgabel darin arbeitest.
  • Achte beim Einsatz eines Mähroboters darauf, diesen tagsüber einzusetzen. Bei einer kürzlich veröffentlichten Oxford-Studie zu potentiellen Auswirkungen von Mährobotern auf Igel ergaben sich drei wichtige technische Sicherheitsmerkmale: Freischwingende Klingen, Gleitplatten und der Vorderradantrieb. Alle diese Merkmale sind bei den Mähroboter-Modellen von der Husqvarna Group und ihren Marken in verschiedenen Kombinationen gegeben.

Auswirkung von Mährobotern auf Igel

Eine aktuelle Studie der Universität Oxford hat die Auswirkungen von Mährobotern auf Igel untersucht. Die Forschungsergebnisse belegen enorme Unterschiede bei der Sicherheit der getesteten Rasenroboter. Mähroboter der Husqvarna Group und ihrer Marken, zu denen auch GARDENA gehört, schnitten in der Studie gut ab, insbesondere aufgrund ihres Mähsystems mit 3 Gramm leichten und rund 3,5 Zentimeter kurzen freischwingenden Klingen. Die Husqvarna Group begrüßt solch wissenschaftliche Untersuchungen, da sie einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit der Produkte leisten.

Zur Studie!

Maßnahme 1: Technische Voraussetzungen des SILENOs

Alle Mähroboter von GARDENA sind mit schwenkbaren Klingen ausgestattet und die meisten verfügen entweder über Gleitplatten und/oder Vorderradantrieb. Dies sind Merkmale, welche die Sicherheit von Mährobotern entscheidend erhöhen. Zusätzlich zu den physischen Funktionen der Mäher bieten wir auch Softwarelösungen wie die Tierschutzfunktion an, mit der der Mäher von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen ruht, während Igel am aktivsten sind. Außerdem startet das Schneidsystem von GARDENA die Klingen nicht in der Ladestation. Der Mähroboter entfernt sich von dieser zunächst für die Dauer von fünf Sekunden, bevor er beginnt zu mähen, so dass Kleintiere, die unter dem Mäher Schutz gesucht haben, weglaufen können.

Maßnahme 2: Bei der Gartengestaltung geht es weiter

Ganz gleich, ob Du Deine Rasenfläche mit einem traditionellen Rasenmäher oder einen Mähroboter mähen: Ein gemähter Rasen bietet keine Rückzugsorte für Igel, Bienen und Schmetterlinge. Einen Mähroboter zu besitzen bedeutet aber nicht, einen tierunfreundlichen Garten zu haben. Denn mit der richtigen Gartengestaltung kannst Du Schutzräume für Insekten, Igel und andere Tiere schaffen. Das gelingt etwa durch Hecken, Sträucher und Wildblumeninseln. Die sommerliche Blütenpracht verwilderter Flächen ist nicht nur schön anzusehen, sondern lockt mit Pollen und Nektar auch zahlreiche Insekten an, die zugleich für die ausreichende Bestäubung im Garten sorgen – und so zum Beispiel für einen reiche Obsternte.

 

Um Wildblumenecken von der Rasenfläche abzugrenzen, verlegst Du für das Mähen mit dem Mähroboter einfach das Kabel an entsprechender Stelle und säen eine Wildblumen-Samenmischung in den gewünschten Bereich. Sind die Wildblumeninseln etwas größer, kannst Du sogar darüber nachdenken, Bienenstöcke aufzustellen.

 

So hält GARDENA mit der Hilfe eines lokalen Imkers Honigbienen auf dem eigenen Betriebsgelände, auf dem parallel mehrere Mähroboter im Einsatz sind. Ein Teil der Gartenfläche ist einer Wildblumenwiese vorbehalten. So entstehen jedes Jahr rund 600 Kilogramm bester Honig aus eigener Herstellung. Dieser steht allerdings den eigenen Mitarbeitern zur Verfügung.

 

Maßnahme 3: Mähe tagsüber

Damit Mähroboter und kleinere Igel sich nicht ins Gehege kommen, hilft ein weiterer, ganz einfacher Trick: Mähe Deinen Rasen nur bei Tageslicht, denn Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Tagsüber dagegen halten sie sich äußerst selten auf der offenen Rasenfläche auf.

Ein über Nacht laufender Mähroboter kann zur Gefahr für sie werden – egal, ob die Tiere ihn hören oder nicht. Nehmen sie den Roboter nicht wahr, dann haben sie keine Chance, zu reagieren. Aber auch wenn die Igel das Mähgeräusch hören, hilft ihre Reaktion ihnen nicht weiter: Anstatt die Flucht zu ergreifen, rollen sie sich vor Ort zu einer stacheligen Kugel zusammen und bleiben damit verletzbar.