Pflege Deine Gartenhecken

Gartenmagazin
Eine schöne Gartenhecke kann der Stolz der Nachbarschaft sein. Außerdem bietet sie Schatten, Schutz und Privatsphäre. Damit Du Deine Hecke auch richtig schneidest und stutzen, zeigen wir Dir ein paar einfache Grundregeln.

1. Die richtige Zeit für den Heckenschnitt

Die beste Zeit für den Heckenschnitt ist fast immer das Frühjahr. Einige Heckenarten können Kälte und Frost aushalten, aber die meisten reagieren sehr empfindlich, wenn sie bei niedrigen Temperaturen geschnitten werden. Im Sommer kannst Du Deine Hecke stutzen, so oft Du möchtest - sofern nicht Vögel in den Hecken brüten. Beachte hier die Vorgaben der Gemeinden und Städte. 
Regelmäßiges Zurückschneiden des Überwuchses während der Wachstumsphasen fördert das Wachstum und lässt die Äste nach oben wachsen. Falls notwendig, führst Du zwei Hauptschnitte durch - einen in der Mitte und einen gegen Ende des Sommers.

2. Das richtige Werkzeug

Wähle Dein Werkzeuge sorgfältig aus. Billige Werkzeuge verlieren oft schnell ihre Schärfe. Eine stumpfe Klinge kann durch das Quetschen während des Schneidens mehr schaden als nützen und ein gesundes Nachwachsen Deiner Hecke behindern. Um das bestmögliche Resultat zu erreichen, benutze eine Rosenschere für den Feinschnitt, eine Heckenschere mit gezackten Klingen für dickere Zweige und eine Baumschere für die dicksten Äste.
• Rosenscheren oder Rebscheren - für die feineren Schnitte
• Heckenscheren – bevorzugt mit gezackter Klinge für dickere Zweige
• Baumscheren – für die dicksten Äste
• Elektrische Heckenscheren – doppelseitig für die Formgebung oder einseitig für die geraden Teile der Hecke.

3. So schneidest Du richtig

Um Deine Hecke in eine schöne, gleichmäßige Form zu bringen, kannst Du eine Schnur (oder einen Lasermesser) als Orientierungshilfe nutzen. Zuerst musst Du die "Hauptübeltäter" loswerden, also alle langen, herausragenden Zweige zurückschneiden, um dann den Feinschnitt in Angriff zu nehmen. Achte beim Stutzen Deiner Hecke darauf, dass sie nach unten hin breiter wird, damit die äußeren Blätter möglichst viel Licht und Sonne abbekommen. Die Hecke sollte aussehen wie eine auf dem Kopf stehende Vase. 

Was muss weg? Wenn Du Deine Hecke stutzt, damit sie ordentlich nachwächst, kannst Du den Schwerpunkt auf lange Äste in der Mitte legen, wogegen Du dich beim "Fine-Tuning" auf Form, Gleichmäßigkeit und das Ausdünnen konzentrieren können. Arbeite von oben nach unten. Und vergiss nicht, Deine Hecke zu düngen, um ihr Energie zu geben und weiteres Wachstum anzuregen. 

Mit diesen wenigen Tipps – und ein wenig guter alter Handarbeit – wirst Du am Ende ohne allzu großen Aufwand eine gutaussehende, gesunde Hecke haben! Viel Erfolg!