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Es muss nicht kompliziert sein: Kräuter anbauen leicht gemacht

Gartenmagazin

Der Anbau von Kräutern ist einfach und lohnend, aber Sie müssen einige Dinge bedenken. Wie und wo können Sie mit Ihrem Kräutergarten beginnen? Welche Pflege benötigen die Kräuter, während sie wachsen? Dieser Ratgeber soll Ihnen einige Tipps geben, auch wenn Sie feststellen werden, dass Kräuter zu ziehen bald zu einer Selbstverständlichkeit wird.

Gehen Sie es langsam an

Sie müssen nicht alle Ihre Kräuter auf einmal anbauen – beginnen Sie mit einigen wenigen und fügen Sie weitere hinzu, sobald Sie Lust dazu haben. Basilikum, Oregano und Petersilie sind Kräuter, auf die nur die wenigsten Menschen verzichten möchten. Warum also nicht damit anfangen, um Geld beim Einkauf zu sparen? Dann fällt Ihnen vielleicht auf, dass Ihnen Rosmarin, Salbei und Thymian für Eintöpfe, Minze für Salat und Dill für Bohnen und Karotten fehlen. Und weshalb haben Sie eigentlich keinen frischen Koriander? Umso mehr Kräuter Sie haben, umso mehr werden Sie wollen, bis dann der Tag kommt, an dem Sie sich ein Leben ohne Kerbel und Borretsch nicht mehr vorstellen können.

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Drinnen oder draußen

Küchenkräuter sind beliebt als Zimmerpflanzen und werden häufig, weil es bequem ist, auf Küchen-Fensterbänken angebaut. Das ist großartig, so lange Ihre Küche täglich mindestens 6 volle Sonnenstunden zu bieten hat. Sonst müssen Sie Ihre Kräuter in einem anderen Zimmer anbauen, in dem dies der Fall ist, oder Sie pflanzen sie im Freien.

Im Allgemeinen ist die Pflege von Küchenkräutern im Haus einfacher, allerdings wachsen Kräuter im Freien schneller, und ihr Aroma ist besser. Dazu kommt, dass die moderaten Temperaturen, die die meisten Kräuter benötigen, in den meisten Regionen nicht das ganze Jahr über garantiert werden können. Der Anbau von Kräutern in tragbaren Behältern bietet Ihnen die Vorzüge von beidem: Sie können die Kräuter bei gutem Wetter vollständig von der Sonne profitieren lassen, doch wenn Frost droht, können Sie sie ins Haus holen.

Einige Kräuter, beispielsweise Kerbel und Borretsch, sehen genauso gut aus wie sie schmecken. Wenn Sie Kräuter mit schönen Blüten anbauen, dann sollten sie dort stehen, wo Sie sie auch sehen können!

Ein guter Start

Unabhängig davon, wo Sie später stehen sollen, ist die Anzucht von Kräutern aus Samen im Haus einfacher. Kräuter, wie Basilikum, Dill, Oregano und Koriander lassen sich einfach aus Samen ziehen (Petersilie, Salbei, Rosmarin, Minze und Thymian sind etwas schwieriger, deshalb sollten Sie sie eventuell in Töpfen kaufen).Anzucht aus Samen:

  • Stellen Sie Blumentöpfe, Saatschalen oder irgendwelche anderen Behälter bereit. Versehen Sie die Behälter wenn nötig mit Wasserablauflöchern.
  • Füllen Sie die Behälter mit guter Pflanzerde und bewässern Sie diese so, dass die Erde gut angefeuchtet jedoch nicht „tropfnass“ ist.
  • Säen Sie die Samen entsprechend den Anweisungen auf der Verpackung aus.
  • Stellen Sie die Pflanzbehälter an einen warmen Platz, wo sie viel Sonne bekommen.
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Wenn Sie die Kräuter ins Freie umpflanzen, warten Sie bis nach dem letzten Frost und härten Sie sie dann ab. Das bedeutet, dass sie an die Außentemperaturen gewöhnt werden, indem man sie anfänglich eine oder zwei Stunden im Freien lässt, und diese Zeitspann dann nach und nach verlängert, bis sie letztendlich im Freien ausgepflanzt werden.

Für die Vorbereitung der Beete im Freien graben Sie circa 30 cm tief, wobei Sie die Erde während des Grabens wenden. Brechen Sie die Erde auf und entfernen Sie alle großen Steine und Wurzeln. Mischen Sie dann etwas nährstoffreichen Kompost aus dem Gartencenter oder dem Komposthaufen unter.

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Kräuterpflege

Glücklicherweise sind die meisten Kräuter pflegeleicht und recht widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten, sobald sie ausgewachsen sind. Ihre Setzlinge müssen vor Nacktschnecken und Schnecken geschützt werden. Dieses Problem können Sie jedoch umgehen, wenn Sie Ihre Kräuter erst im Freien auspflanzen, wenn sie eine gewisse Höhe erreicht haben.

In allen Phasen benötigen Kräuter gute Entwässerung und die richtige Menge Wasser. Der Bedarf variiert stark zwischen den Kräutern, wobei einige – wie Petersilie – feuchte Erde bevorzugen und andere – wie Rosmarin und Thymian – mit weniger Feuchtigkeit besser gedeihen. Deshalb ist es hilfreich, wenn Sie Pflanzen mit denselben Bewässerungsbedürfnissen im gleichen Behälter oder Bodenstück pflanzen.

Wie bei den meisten Pflanzen kann auch die Überwässerung von Kräutern zu Wurzelfäule führen, was fatal sein kann. Die beste Methode ist, mit dem Finger ein kleines Loch in die Erde zu machen, um die Bodenfeuchtigkeit 1–2 cm unter der Oberfläche zu prüfen, weil eine trockene Oberfläche nicht notwendigerweise ein Hinweis auf trockene Erde darunter ist. Wenn die Pflanzen in leichten Behältern angebaut werden, können Sie die Behälter einfach anheben – trockener Erde ist viel leichter als Erde mit viel Feuchtigkeit.

Ernte

Wenn Sie Kräuter anbauen, dann zögern Sie nicht, sie zu ernten! Dazu sind sie letztendlich da. Einige der Kräuter – wie Basilikum, Oregano und Petersilie – profitieren von regelmäßigem Ernten, allerdings müssen Sie einige Blätter übrig lassen, damit sie weiter wachsen. Die meisten Kräuter sollten vor der Blüte geerntet werden, weil sie danach bitter werden. Einige Pflanzen, wie Koriander und Dill, entwickeln sehr schnell Samen, deshalb sollten Sie im Abstand von wenigen Wochen neue Pflanzen ziehen, damit Sie immer ausreichend Vorrat haben.

Egal, womit Sie beginnen möchten, es gibt kaum etwas Einfacheres als die Kräuterzucht. Um möglichst einfach zu beginnen, kaufen Sie einfach ein oder zwei Pflanzen und machen Sie sich mit ihren Bewässerungsbedürfnissen vertraut. Warten Sie nicht länger, um mit diesem leckeren und lohnenden Teil der Gartenarbeit zu beginnen.