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10 Gartentipps für November

Gartenmagazin

Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Worauf Sie im Monat November achten sollten, erfahren Sie hier.

GARDENA Tipps für Ihren Garten

Beetpflege: "ordentlich", darunter verstehen viele Zeitgenossen jetzt im Herbst akribisch ausgeharkte und gehackte Beete. Aber Vorsicht! Gerade unter flachwurzelnden Gehölzen, wie dem Flieder, Pfeifensträuchern oder auch Rhododendren, hält man sich mit der mechanischen Bodenbearbeitung besser zurück, weil das die Pflanzenwurzeln beeinträchtigen kann. Besser: Laub weitgehend liegen lassen und sobald es nass ist und dem Boden anhaftet, mit etwas Rindenkompost überstreuen. Dann wird es nicht verweht, verrottet bald, pflegt den Boden und schützt die Wurzeln der Gehölze.

Wasserleitungen entleeren: Damit das Wasser in frostzugänglichen Leitungen nicht gefrieren und sie so zum Platzen bringen kann, müssen frostgefährdete Leitungen rechtzeitig entleert werden. Wasserhähne öffnet man und sperrt sie an innen liegenden Ventilen. So füllen sich die Leitungen mit Luft. Bei automatischen Bewässerungsanlagen hingegen, öffnet man alle Auslassventile und schließt an der Hauptleitung einen Kompressor an. Mit der erzeugten Druckluft, bläst man die Leitungen wasserleer und schließt die Ventile wieder.

Hochbeete: An Hochbeeten ist jetzt Vorsorge zu treffen, dass die Niederschläge von Herbst und Winter sie nicht fluten. Modelle, die unten offene sind, sind pflegeleichter, weil überschüssiges Gieß- und Niederschlagswasser leicht abfließen kann. Modelle mit Wanneneinsätzen müssen eine Drainage mit Überlauf besitzen, damit überschüssige Nässe zuverlässig entweichen kann. Da dies vom Hersteller nicht vorgesehen ist, bohrt man die Wanne an den Seiten passend an. Je nach gewünschtem Wasserhaltevermögen im Sommer, lässt man, bei Wannen ohne Drainage, maximal zwei bis drei Zentimeter Wasserstand zu, bei Wannen mit fünf bis sieben Zentimeter Drainagehöhe (Kies oder Blähton, mit darüber liegendem Vlies), setzt man die Bohrungen kurz unter der Lage des Vlieses an.

Motorgeräte einwintern: Mäher, Motorhacken, Gartenfräsen, Vertikutierer und dergleichen, die nicht mehr benutzt werden, sollten Sie jetzt gründlich reinigen. Ist das Gerät sauber und trocken, reibt man Metallteile dünn mit Maschinenpflegeöl ("Nähmaschinenöl") ein und schützt sie so vor Flugrost. An Geräten mit Verbrennungsmotoren leert man die Tanks und verschließt sie dicht, sodass keine Feuchtigkeit hineinkommt. Leichter hat man es als Besitzer von Akkugeräten.

Gedenktage: Der November ist klassischer Monat der Totengedenktage, in deren Vorfeld die Gräber verstorbener Familienangehöriger und Freunde besonders gepflegt und herbstlich bepflanzt werden. Am unkompliziertesten gelingt das, wenn nur wenige Werkzeuge mitgenommen werden müssen. Praktische Stecksysteme - ein Stiel, viele Werkzeuge, bis hin zum Besen - stellen hierbei ihren besonderen Nutzen unter Beweis.

Regenrinnen putzen: Dach- bzw. Regenrinnen können sich mit Laub füllen und mit der Zeit verstopfen. Von den Dachziegeln ablaufendes Regenwasser kann dann unter Wasser stellen, was man lieber trocken belassen hätte. Ist im November, nach ersten Frösten, das Laub komplett von den Bäumen, werden die Rinnen geputzt. Damit sie nicht wieder verstopfen, klickt man spezielle netz- oder gitterartige Schutzelemente auf die Rinnen: Das Wasser kommt durch, aber das Laub bleibt künftig draußen. Vorsicht! Achten Sie unbedingt auf einen sicheren Stand der Leiter!

Igel retten: Wer im November kleine Igel unter 400 Gramm Körpergewicht auffindet, bekommt bei Igelstationen (z.B. pro-igel.de) praktischen Rat, wie er ein solches Tier zuverlässig aufpäppelt und sicher über den Winter bringt. Spezielles Futter gibt es im Fachhandel.

Außenlichter überprüfen: Während der dunklen Jahreszeit benötigt man eine funktionierende Außenbeleuchtung. Nutzen Sie einen trockenen Tag zum Check aller Außenleuchten, inklusive deren Bewegungsmelder. Denn sicher ist sicher. Wo die Lichtquellen noch immer mit Glühlampen ausgestattet sind, lohnt es darüber nachzudenken, sie jetzt mit stromsparenden LEDs nachzurüsten und damit zukunftsfit zu machen.

Rasenkanten bearbeiten: Eine dichte Grasnarbe auf Rasenflächen besteht aus horstbildenden und ausläuferbildenden Rasensorten. Letztere wachsen häufig über die Mähkante hinaus, in benachbarte Beete oder durch Fugen von Kantensteinen, die nicht in Mörtel verlegt wurden sowie in die Ritzen von Platten- und Pflasterflächen. Mit einem Rasenkantenstecher arbeitet man die Konturen des Rasens wieder sauber heraus. Und hat man die Rasenkanten bereits in Arbeit, so lohnt es sich darüber nachzudenken, gleich auch Induktionsschleifen für einen Mähroboter zu verlegen. Dann kann das Rasenmähen, gleich ab Beginn der kommenden Saison, automatisiert werden.

Kaminholz auffüllen: Wohl(ig warm) dem, der einen Kamin- oder Kachelofen besitzt. Um nicht bei nasskaltem Wetter und womöglich bei Dunkelheit zum Scheite holen in den Garten zu müssen, lagert man etwa einen Monatsbedarf unmittelbar in der Nähe des Hauses. Bereiten Sie die benötigte Menge Anmachholz auch gleich mit vor: Zerkleinern Sie einfach Nadelholz, mithilfe eines Gartenbeils, auf einem Hauklotz zu Spreißeln und lagern Sie diese trocken in Kartons.

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