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Gartenschädlinge – und wie man sie los wird

Gartenmagazin

Insekten und Larven gehören zum Ökosystem Ihres Gartens und sind häufig harmlos oder sogar nützlich. Gartenschädlinge sind sie nur, wenn sie beginnen, Ihre Lieblingspflanzen zu schädigen. Aber selbst dann müssen Sie nicht gleich zu Pestiziden greifen. Hier sind einige Tipps, wie Sie dieses Problem auf möglichst organische Weise unter Kontrolle bringen.

Identifizieren Sie das Problem

Wenn Sie Insekten auf einer Pflanze bemerken, dann ist der erste Schritt, die Spezies zu identifizieren und herauszufinden, ob sie Schaden anrichten kann. Es ist sinnvoll, sich mit den häufigsten Gartenschädlingen vertraut zu machen, da einige die Pflanzen auf nicht sofort ersichtliche Weise schädigen. Beispielsweise trinken Blattläuse den Pflanzensaft und weil sie auch Viren übertragen, schwächen sie die Pflanze nach und nach und das Wachstum wird behindert. Wenn Sie sie frühzeitig erkennen, stehen die Chancen am besten, dass Ihre Pflanzen wieder gesunden.

So erkennen Sie Blattläuse: Blattläuse sind winzig und kommen in unterschiedlichen Farben vor, achten Sie deshalb auf die verschiedenen Spezies und auf die Anzeichen. Viele Ameisen auf einer Pflanze können ein Hinweis auf einen Blattlausbefall sein, da Ameisen sich von dem Honigtau ernähren, den die Blattläuse produzieren.

Schützen Sie sich mit Ihren natürlichen Verbündeten vor dem Schädlingsbefall im Garten

Die meisten Gartenschädlinge haben unzählige natürliche Feinde. Ameisen können bei Problemen mit Larven und Raupen nützlich sein, aber sie beschützen auch die Blattläuse vor deren natürlichen Feinden (weil Blattläuse die Ameisen mit Futter versorgen). Für Marienkäfer wiederum sind Blattläuse ein Leckerbissen – sie lieben sie so sehr, dass sie sich dafür sogar auf einen Kampf mit Ameisen einlassen! Florfliegen, Raupenfliegen und Schlupfwespen sind weitere nützliche Verbündete im Kampf gegen Blattläuse, Raupen und Larven.

Pestizide (selbst die natürlichen) können die Nützlinge töten oder abschrecken, die sonst die Gartenschädlinge unter Kontrolle halten würden. Schützen Sie nützliche Spezies, indem Sie Pestizide so sparsam wie möglich einsetzen. Sie können die erwähnten Nützlinge auch anlocken, indem Sie Petersilie, Dill und Angelika pflanzen.

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Einfache erste Schritte

Die Bekämpfung der Gartenschädlinge muss nicht schwierig sein – auch einfache Lösungen können Wunder bewirken. Bei kleinen, weichen Insekten wie Blattläusen ist eine starke Dusche aus dem Gartenschlauch manchmal alles, was Ihre Pflanzen brauchen.

Wenn das nicht funktioniert, versuchen Sie es mit einer leichten Seifenlösung:

  • Mischen Sie 1 Teelöffel einer milden, umweltfreundlichen Seife oder eines Spülmittels mit 2 Litern Wasser.
  • Testen Sie eine kleine Menge über einen Zeitraum von 24 Stunden an einem Blatt, um sicherzugehen, dass die Pflanze nicht geschädigt wird.
  • Wenn die Pflanze diese Lösung toleriert, sprühen Sie ihre Blätter mithilfe einer Sprühflasche ein.
  • Vergessen Sie nicht, auch milde hausgemachte Pestizide außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufzubewahren.


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Würzen Sie!

Sie mögen vielleicht Knoblauch und Chili, aber sie sind auch starke „Abschreckungswaffen“ gegen Gartenschädlinge. Für ein wirksames natürliches Pestizid:

  • Mischen Sie die Zehen einiger Knoblauchknollen mit ein paar Chilis, zwei Tassen Wasser, einem Spritzer Pflanzenöl und einer größeren Menge umweltfreundlichen Spülmittels.
  • Passieren Sie das Gemisch und lösen Sie dann nur die Flüssigkeit in 1 Liter Wasser auf.
  • Testen Sie eine kleine Menge über einen Zeitraum von 24 Stunden an einem Blatt, um sicherzugehen, dass die Pflanze nicht geschädigt wird.
  • Bei Anzeichen von Schäden verdünnen Sie die Lösung weiter. Testen Sie dann erneut.
  • Füllen Sie die Lösung ansonsten in eine Sprühflasche und sprühen Sie die Pflanze einige Tage lang ein, bis der Schädling sich nicht mehr zeigt, und dann weitere 10 Tage, um die Eier zu vernichten.

Nicht vergessen: Auch natürliche Pestizide können nützliche und harmlose Spezies töten oder abschrecken, verwenden Sie Pestizide daher nur, wenn es wirklich unumgänglich ist.

Raupen und Schmetterlinge

Raupen können Gärtner vor ein Dilemma stellen. Einerseits haben sie einen sehr gesunden Appetit und fressen möglicherweise Ihre Lieblingspflanzen auf. Andererseits verwandeln sie sich in wunderschöne Schmetterlinge und Motten, die unerlässliche Bestäuber und im Garten wunderschön anzusehen sind. Deshalb könnten Sie sie einfach dort lassen, wo sie sind, wenn sie nicht etwas wirklich Wichtiges auffressen.

Wenn sie jedoch in Ihren Gemüsegarten umgezogen sind, dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sammeln Sie sie von Hand ein und siedeln Sie sie von Ihrem Gemüse um.
  • Sprühen Sie die Pflanzen leicht mit einer Lösung aus 1 Teelöffel Haushaltsessig auf 1 Liter Wasser ein. Die Lösung darf nicht stärker sein, da sonst die Pflanzen geschädigt werden können. Wenn Sie die Raupen zuerst einsammeln, können Sie im Anschluss daran mit der Lösung Ihre Pflanzen vor künftigen Invasionen schützen.
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Ein Tipp zur Sicherheit: Lassen Sie beim Umgang mit Raupen Vorsicht walten, weil einige von ihnen mit giftigen Stacheln geschützt sind, die Hautreizungen (oder Schlimmeres) hervorrufen können. Schauen Sie sich die Spezies erst an und tragen Sie stets Handschuhe. Wenn Sie vermuten, dass es sich um Eichenprozessionsspinnerraupen handelt, müssen Sie sofort die zuständige Behörde informieren. Versuchen Sie nicht, sie selbst zu entfernen, weil sie ihre reizenden Haare zur Abwehr einsetzen können, was schwerwiegende Atemwegsprobleme verursachen kann.

Die meisten der kriechenden Krabbler in Ihrem Garten sind überhaupt keine Schädlinge. Erfreuen Sie sich daran, etwas über die Rollen zu erfahren, die die einzelnen Spezies im Ökosystem Ihres Gartens spielen können, und versuchen Sie herauszufinden, wie Sie Ihre Pflanzen auf natürliche Weise schützen können, ohne das Gleichgewicht zu stören. Diese Lösungen sind preiswerter und sicherer, und dank der natürlichen Feinde haben Sie weniger Arbeit!