Lawn

Die 5 größten Mythen der Rasenpflege

Gartenmagazin
Ist es wahr, dass Dein Rasen besser aussieht, umso mehr Dünger Du benutzt? Bedeutet gute Rasenpflege wirklich, dass man jedes Blatt aufsammeln muss? Lese weiter und erfahre, welche Regeln wichtig sind und welche Du ignorieren kannst.

1. Je kürzer, umso besser

Viele Leute glauben, gute Rasenpflege heißt, das Gras möglichst kurz zu halten. Allerdings trägt das Mähen bis auf den Boden nicht zwangsläufig zu einem besseren Wachstum bei. Ganz im Gegenteil – sehr kurzes Gras ist weniger widerstandsfähig. Ein sehr kurzer Rasen setzt den Boden der Sonne aus, er trocknet aus, und gibt Unkräutern Raum, die dann mit dem Gras um Feuchtigkeit und Nährstoffe wetteifern. Generell gilt, dass höchstens bis zu einem Drittel der Grasklingenhöhe auf einmal gemäht werden sollte.

2. Alle Blätter müssen entfernt werden

Darin steckt ein Funken Wahrheit. Dicke Blattschichten auf dem Rasen verhindern, dass das Gras das benötigte Sonnenlicht erhält, und zudem können Krankheiten begünstigt werden. Allerdings kann eine organische Schicht, z. B. aus Blättern, auch gut für den Rasen sein.

Warte einige Tage, bis weder Blätter noch Rasen nass sind, und mähe dann wie gewohnt. Die Blätter werden zerkleinert und setzen Nährstoffe frei, während sie verrotten.
5 biggest lawn care myths - 2

3. Rasenschnitt muss entfernt werden

Genau wie Laub kann auch Grasschnitt sehr nützlich sein, so lange das Gras darunter noch „atmen“ kann. Wenn Du Deinen Grasschnitt üblicherweise auf den Komposthaufen gibst, dann hast Du sicher bemerkt, dass er sehr schnell zu gutem Kompost zersetzt wird. Wenn Du Deinen Grasschnitt auf dem Rasen belässt, gelangen die freigesetzten Nährstoffe wieder in den Rasen: ein Prozess, der als „Grasrecycling“ bezeichnet wird.

Die Wiederverwendung von Grasschnitt bei der Rasenpflege ist umweltfreundlich und zeitsparend. Verwende den Grasschnitt jedoch nicht, wenn das Gras vor dem Mähen bereits gewuchert ist. Langes Gras kannst Du kompostieren oder es stattdessen als Mulch verwenden. Achte darauf, dass der Grasschnitt gleichmäßig verteilt ist, die Schicht auf dem Rasen nicht zu dick ist und dass Du keinen zuvor mit Pestiziden behandelten Grasschnitt wiederverwertest.

4. Gute Rasenpflege bedeutet sehr viel Dünger

Die meisten Rasen reagieren gut auf eine Düngerbehandlung, allerdings bedeutet das nicht, dass Dein Rasen umso besser gedeiht, je mehr Du davon einsetzen. Zu viel Dünger kann sogar schädlich sein, das Gras „verbrennt“ und wird gelb. Wenn dann weiter gedüngt wird, wird das Gras braun und stirbt ab, und dann musst Du den Rasen umgraben und von vorn beginnen.

Beachte die Anleitungen für den Dünger, um Überdüngen zu vermeiden. Du kannst es auch mit organischen Alternativen versuchen, wie Grasschnitt, Kompost oder gut kompostiertem Dung.

5. Je mehr Wasser, umso besser

Genau wie alle anderen Pflanzen kann auch Gras durch Überwässerung in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine angemessene Bewässerung bedeutet, dass die Feuchtigkeit die Wurzeln erreicht, und nicht, dass die oberste Bodenschicht ständig nass sein muss. Nach der Bewässerung muss die Erde entwässern und die Oberfläche abtrocknen. Dadurch wird veranlasst, dass das Gras seine Wurzeln nach feuchten Bereichen im Boden ausdehnt, was langfristig zu einem gesunden Aussehen beiträgt.

Die Beurteilung des Feuchtigkeitsgehalts im Boden kann schwierig sein, und deshalb könnte ein intelligentes Bewässerungssystem gute Dienste leisten, beispielsweise GARDENA Water Computer EasyControl. Die Einbeziehung eines Bodenfeuchtesensors in Bewässerungssteuerungen unterbricht die automatische Bewässerung bei ausreichender Bodenfeuchte.
Anfangs kann die Rasenpflege einigermaßen aufwändig wirken, aber Du wirst überrascht sein, wie viele Dinge sich von selbst regeln. Scheue dich nicht vor (etwas) natürlicher Vegetation, um Deinen Rasen zu kompostieren, und übertreibe es nicht mit der Bewässerung und dem Düngen. Finde bei allen Aspekten der Rasenpflege ein gutes Maß, Dein Garten wird es Dir danken!