Walnut

Mein Walnussbaum ist krank - was soll ich mit dem Laub tun?

Gartenexperte

Weil die Walnüsse auch in diesem Jahr fast komplett schwarz sind, versuche ich, so viel wie möglich Nüsse und Schalenreste einzusammeln.

Wie verhält es sich mit dem Laub? Die ersten, früher als sonst abgefallenen Blätter waren alle gefleckt, sahen also krank aus. Hat es Sinn, soviel davon wie möglich zu sammeln und zu vernichten - wie bei der Kastanie? Oder kann das Laub- wie sonst - auf dem Beet liegen bleiben? Oder kann ich einen Teil davon kompostieren?

Die Antwort des GARDENA Gartenexperten

Sie haben Recht, die Verpilzungen der Walnussschalen und -Blätter zwingt tatsächlich dazu nachzudenken, wie man mit diesen infektiösen Gartenabfällen sinnvoll verfährt. Sie liegen und verrotten zu lassen ist keine Lösung, weil dann die Pilzsporen umso mehr ihr Unwesen treiben. Grundsätzlich sind die Sporen eh überall, hängen auch auf der Baumrinde, aber die Abfälle zu entsorgen, mindert zumindest den künftigen Befallsdruck.

Die Abfälle zu kompostieren, bringt voraussichtlich nichts, weil Sie eine heiße Kompostierung garantieren müssten. Das ist eine Rottetemperatur, die die Erreger zuverlässig abtötet. Die erreichen Sie zuverlässig nur dann, wenn Sie sich mit dem Thema speziell auseinandersetzen und den Kompost entsprechend betreiben. Also: Grundsätzlich machbar, aber aufwändig. Am ehesten umsetzbar erscheint es mir daher, die Abfälle einzusammeln und auf den Grüngutplatz zu geben, von wo aus es der professionellen (heißen) Kompostierung zugeführt wird.

Ganz pragmatisch, löse ich das bei mir in vergleichbaren Fällen auf diese Weise: In unauffälliger Gartenrandlage eine Grube ausheben, etwa drei Spatenstiche tief und ausreichend groß, dort hinein die kritischen Abfälle geben und alles wieder mit Erde bedecken. Wenn Sie es perfekt machen wollen, geben Sie das Rottegut schichtweise in die Grube und bestreuen jede Schicht mit Branntkalk [Vorsicht beim Handling damit, stark alkalisch], zur Desinfektion.

Bei diesem Verfahren entsteht zwar zunächst ein "Grabhügel" (deswegen unauffällige Gartenrandlage), aber der sackt binnen weniger Monate wieder in sich zusammen. Zur Not, bepflanzt man ihn im Frühjahr mit Zucchini oder so. Wichtig ist, dass die Grube so tief ausgehoben ist, dass das Rottegut (so es denn ungekalkt geblieben war) beim nächsten Umgraben nicht gleich wieder an die Oberfläche gelangt.

Auch unter der Walnuss selbst, können Sie zur Desinfektion 70 Gramm/Quadratmeter Branntkalk ausbringen [das sind, vergleichsweise, etwa drei Esslöffel voll], am besten kurz vor einem Regenschauer.