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Moos im Rasen bekämpfen

Gartenexperte
Thema Rasenpflege: Wir haben sehr schweren Lehmboden im Garten. Außerdem speichert der Boden viel Wasser, das wiederum Moos und Pilze wachsen lässt. Im Frühjahr habe ich den Rasen vertikutiert und gedüngt. Jetzt steht der Rasen ganz gut da. Allerdings befürchte ich, dass der Rasen im Herbst wieder von Moos befallen ist. Wie kann ich die Qualität des Bodens dauerhaft für den Rasen verbessern.

Die Antwort des GARDENA Gartenexperten

Sie beschreiben da ein kombiniertes Problem. Lassen Sie mich die Antwort daher splitten.

Dichter Lehmboden kann nicht so leicht von Rasengräsern durchwurzelt werden, wie lockerer z. B. sandiger Boden (der dann andere Rasenprobleme in sich birgt ...). Sind die Wurzeln nicht wüchsig, ist es das Gras auch nicht. Infolge dessen, gerät dann nicht selten das Moos in Wachstumsvorteil und wächst dem Gras munter voraus - die Rasenfläche vermoost. Deswegen muss jede Rasenfläche, bevor sie eingesät wird, zunächst einmal tiefgründig so gelockert werden, dass Rasen darauf viele Jahre lang gesund gedeihen kann. Schwere Lehmböden lockert man dabei mit reichlich (bis zu einem Drittel) Sandzugabe und macht ihn so schon per Strukturverbesserung durchwurzelbarer.

Muss diese versäumte Bodenverbesserung nachträglich eingebaut werden, können auf Rasenpflege spezialisierte Landschaftsgärtner eine bodenverdichtete Rasenfläche aerifizieren - zu Deutsch so viel wie „Luft zuführen“. Es werden dabei mit Spezialgeräten Löcher in den Rasenboden gestanzt und diese werden, damit sie nicht wieder verschlämmen, mit grobkörnigem Sand befüllt. Oberflächenwasser fließt jetzt besser ab und die Rasenwurzeln bekommen mehr Luft – für besseres Rasenwachstum. Auf kleinen Rasenflächen im Hausgarten bzw. in Problembereichen (z. B. dort, wo der Boden besonders lehmig ist und/oder Wasser stehen bleibt) können Sie den Rasen auch mithilfe einer Grabegabel aerifizieren und die Stichstellen so tief und groß rütteln, dass Sie sie ebenfalls mit grobem Sand befüllen können. Diese Handarbeit ist aber mühsam, weil die Löcher in engem etwa fünf bis sieben Zentimeter-Abstand gestochen werden müssen.

Wie gesagt handelt es sich um ein kombiniertes Problem, daher hier noch der Hinweis auf die perfekte Rasendüngung. Neben den genannten Wachstumsgrundlagen, kommt speziell auch der optimalen Gräserernährung eine mit entscheidende Rolle zu. Gerade auf Ihrem Lehmboden empfehle ich Ihnen daher, einen hochwertigen Rasendünger entsprechend den Herstellerangaben anzuwenden. Inklusive Herbstdüngung mit langsam fließendem Stickstoff, damit der Rasen anschließend besser durch den Winter kommt und im darauf folgenden Frühjahr gesünder startet.