Ich sehe rot! Und gelb und orange und grün… Wissenswertes über Tomaten

Balconista

Es gibt ein paar Dinge, die sollte eine Balconista über Tomaten wissen und ich spreche hier nicht von der durchschnittlichen Kalorienanzahl (by the way ca. 18 kcal pro 100g).

Ich habe eigentlich jedes Jahr Tomaten auf meinem Küchenbalkon. Je nach Lust, Laune und Zeit ziehe ich sie selbst aus Samen oder kaufe sie vorgezogen im Gartencenter.

Bei Tomaten gibt es zwei Wuchsformen: eintriebige Stabpflanzen und buschig-verzweigte Pflanzen. Ich entscheide mich meistens für Stabpflanzen, die brauchen weniger Platz in der Breite, dafür mehr in der Höhe. Dieses Jahr habe ich meine Tomaten auf dem Fensterbrett in einem Anzuchtset vorgezogen.

Tomatensamen mögen es generell warm und sonnig; 20° C sind ideal; bis 15° C Grad ist auch noch ok. Unter 15° C sollte es nicht sein.

Die Samen habe ich dafür leicht in der Erde gedrückt und mit meinem Pumpsprüher befeuchtet. Wichtig ist, die Erde immer leicht feucht (feucht- nicht nass!) zu halten.

Nach 1 - 2 Wochen beginnt die Keimung und nach 3 - 4 Wochen habe ich die kleinen Setzlinge in größere Töpfe umgesetzt (pikiert).

Beim Umsetzen immer daran denken, dass Tomaten Platz zum Wachsen brauchen. Tomaten wachsen nämlich sehr schnell und brauchen dabei viel Platz.

Nach den Eisheiligen habe ich meine Tomatensetzlinge erneut umgetopft und nach draußen gebracht. Dabei verwende ich von Anfang an eine Rankhilfe, denn spätestens, wenn sie beginnen Früchte zu tragen, werden die Triebe sehr schwer und benötigen diese Zusatzhilfe.

Tomaten sind Sonnenanbeter. Sie brauchen die direkte Sonne und laufen dadurch immer Gefahr zu verdursten. Deshalb benötigen sie viel Wasser, mögen aber keine nassen Füße (Staunässe und Pilzkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule werden dadurch begünstigt).

Gießen von oben lässt die Früchte aufplatzen - also Vorsicht! Tomaten deshalb am besten morgens gießen, dann können die Blätter, die beim Gießen möglicherweise nass geworden sind, über den warmen Tag hinweg trocknen.

Bei Tomaten heißt es geizen. Nämlich die Seitentriebe entgeizen. Darunter versteht man, dass man die kleinen Triebe, die zwischen Haupt- und Seitentrieb wachsen, entfernen muss. Ich mache das mit den Händen; ganz einfach und unkompliziert. Bei buschiger Wuchsform kann man sich das aber sparen.

Wie schon gesagt, eigentlich mögen Tomaten Platz. Ich setzte aber zwischen die Tomatenpflanzen einzelne Knoblauchzehen (mit der Spitze nach oben) und bedecke sie gut mit Erde.

Die beiden Pflanzen passen gut zusammen und pflegen ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis und begünstigen sich auch noch.

Beim Knoblauch warte ich aber nicht, bis sich eine Knolle bildet, denn das kann 8 - 10 Monate dauern, sondern ich schneide die Blätter ab und verwende sie, ähnlich wie den grüne Teil von Lauchzwiebeln, beim Kochen.

Sobald die Tomaten blühen, ist es Zeit mit dem Düngen zu beginnen. Am besten 2x in der Woche mit Flüssigdünger.

Außerdem habe ich mir zur Gewohnheit gemacht, die Tomatenpflanzen während der Blüte täglich leicht zu schütteln. Das hilft bei der Bestäubung, da nicht immer Wind oder Bienen auf dem Balkon zur Verfügung stehen.