Düngen - aber richtig!

Gartenmagazin
Buchsbaumdünger oder Tomatendünger, Kräuterdünger oder Bonsaidünger - Muss man überhaupt pflanzenspezifische Spezialdünger verwenden?
Die Antwort lautet: Ja und Nein. Ja bedeutet: Es haben verschiedene Pflanzen durchaus unterschiedliche Anforderungen. Tomaten etwa, haben einen höheren Kaliumbedarf, saisonaler Blütenflor braucht recht viel Phosphat, Kamelien und Rhododendren bevorzugen kalkarme Dünger, Rosen hingegen wollen Kalk – und, und, und. Insofern sind speziell auf einzelne Pflanzen(gruppen) abgestimmte Düngerrezepturen zunächst einmal eine grundsätzlich sinnvolle Sache. 

Spezialdünger sind im Wesentlichen aber eine Vereinfachung der Düngeranwendung. Denn weil das allgemeine Gartenwissen (und damit auch dasjenige über Mittel, Maß und Ziel der richtigen Düngung) weit verbreitet weniger geworden ist, sind Spezialdünger ein zeitgemäßes Convenience-Produkt für weniger Gartenerfahrene.
Und damit sind wir beim Nein, denn Convenience, sprich: Bequemlichkeit, hat – wie immer – ihren höheren Preis. Oftmals täte es, stattdessen, also auch ein „ganz normaler“ Qualitäts-Volldünger. Dann nämlich, wenn man ihn selber richtig anzuwenden versteht. Wer in der Anwendung von Düngemitteln im Garten also hinlänglich erfahren ist und auf Kosten achtet, kann auch folgendermaßen verfahren:

Volldünger abmessen

Ein gehäufter Esslöffel Volldünger entspricht grob rund 25 Gramm.

Volldünger anteigen

Damit sich die Nährstoffe besser im Gießwasser verteilen, teigen Sie die Trockenmasse zuvor mit etwas warmen Wasser an.

Volldünger-Lösung anwendungsfertig machen

Der angeteigte Dünger ist passend für zehn Liter Gießwasser. Die Wassermenge kann kann ganz einfach mit dem GARDENA Wassermengenzähler gemessen werden. Rühren Sie nun den Dünger in eine Kanne Wasser ein. Die gießfertige Düngerlösung ist nun etwa 2,5 Promille stark und damit für die Anwendung praktisch überall im Garten geeignet. Speziell bei Balkon- und Kübelpflanzen angewendet, ist sie eine preiswerte Sache im Sommergarten.