Vegetables from a can

Wer sagt, dass Gemüse aus der Dose nicht gesund ist?

Balconista

Oder wie man stylische Pflanzgefäße richtig befüllt.

Mein Balkon ist etwas Besonderes. Er ist nämlich deutlich größer ist als die meisten Balkone in Deutschland, denn die sind größtenteils unter 10 qm groß.

Mein Balkon ist etwas über 30 qm groß und was ihn auch noch einzigartig macht ist, dass er in zwei Bereiche aufgeteilt ist, die durch eine Glaswand mit Glastür getrennt sind.

Den einen Bereich nenne ich liebevoll meinen Küchengarten, da man ihn von der Küche aus betreten kann und ich dort Kräuter, Gemüse und Obst anpflanze. Über den anderen Bereich, mein Outdoor-Wohnzimmer, erzähle ich euch ein anderes Mal mehr.

Für meinen Küchengarten möchte ich dieses Jahr etwas andere Pflanzgefäße verwenden. Als Pflanzgefäß eignen sich viele Dinge, da sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Man muss nur das ein oder andere beachten. Unbedenklich sind eigentlich alle Lebensmittelbehälter (Milchtüten, Eisbehälter, PET-Flaschen oder auch To Go Becher).

Ich habe mich für Konservendosen entschieden. Aber nicht die normalen Suppendosen, sondern die übergroßen.

Wo man die herbekommt? Ich habe ganz freundlich, mit meinem charmantesten Lächeln, beim Feinkosthändler nachgefragt und mit den Wimpern geklimpert. Dort habe ich dann welche bekommen, sogar kostenlos.

Naja, fast jedenfalls. Nach dem Kauf von gefüllten Weinblättern, Bohnen in Tomtensoße, Paprika-Feta-Paste und einem Fladenbrot - eine klassische Win-Win-Situation. Kochen musste ich auch nicht mehr. Da lacht doch das Herz einer Balconista.

Aber genug davon. Jetzt zeige ich euch, Schritt für Schritt, wie man die Konservendosen richtig befüllt. Das Prinzip gilt für alle Pflanzgefäße, ab einer Höhe von 20 cm bzw. einem Fassungsvermögen von mehr als 10 Litern.

Dafür benötigte ich folgende Utensilien:

  • Konservendose
  • Schraubenzieher 
  • Hammer
  • Wasserdurchlässiges Vlies
  • Blumenerde 
  • Blähton
  • Balkonblumenkelle
  • Handschuhe

Die Konservendosen muss man, bevor man mit dem Befüllen beginnt, gründlich ausspülen und mit einem Wasserabzugsloch versehen.

Für das Wasserabzugsloch nehme ich einen Hammer und einen Schraubenzieher. Damit schlage ich ein Loch, bei großen Dosen auch mehrere Löcher, in den Dosenboden.

Dann fülle ich eine Schicht Blähton in die Konservendose. Die Schicht sollte ca. 1/5 der Gesamthöhe der Dose entsprechen.

Diese Blähtonschicht verbessert den Wasserabzug und beugt Staunässe vor. Allerding speichert sie weder Wasser noch Nährstoffe.

Als Drainage kommt ein wasserdruchlässiges Vlies auf den Blähton.

Das Vlies verhindert, dass sich Erde und Blähton mischen und die Erde oder die Wurzeln das Wasserabzugsloch verstopfen.

Außerdem hilft es später beim Erneuern der Erde.

Jetzt mische ich Blumenerde mit dem Blähton (2 Hände voll Blähton auf 5 Liter Blumenerde). Der Blähton funktioniert hier als Wasserspeicher für heiße Sommertage.

Bei Blumen befülle ich die Dose zu 1/3 mit dem Gemisch aus Erde und Blähton, stelle dann die Blumen rein und stopfe die Zwischenräume, bis ca. 2 cm unter den Dosenrand, mit Erde aus.

Da ich aber vorgezogene Gemüsepflanzen (die ja viel kleiner sind als Blumen) einpflanzen möchte, befülle ich die Dose zu 2/3 mit dem Gemisch aus Erde und Blähton und pflanze meine Gemüsepflanze einfach mittig ein.

Egal ob Blumen oder Gemüse, jetzt heißt es vorsichtig gießen. Und dann: Let it grow, let it grow, let it grow!