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Misteln - geheimnisvolle Schmarotzer

Im Altertum das Wunderkraut der Gallischen Druiden, heute nicht nur eine viel versprechende Heilpflanze, sondern auch ein weit verbreitetes Weihnachts-Accessoire: Die Mistel. Ihre weißlichen Früchte sorgen auf raffinierte Weise für ihre Verbreitung.

Warum wachsen Misteln auf Bäumen?

Eigentlich kommt Mistel von Mist. Nicht etymologisch, sondern biologisch. Wären nicht Seidenschwanz und Misteldrossel scharf auf die weißen Beeren der faszinierenden Baumbewohnerin – würde sie sich so hoch droben gar nicht verbreiten. Denn wenn die gierigen Vögel ihren Schnabel an einem Zweig wetzen oder dort ihren Kot hinterlassen, kleben die Mistelsamen an der Rinde des künftigen Wirtsbaumes fest. Sobald der Samen dann austreibt, entsteht auf geheimnisvolle Art eine junge Mistelpflanze, die als Halbschmarotzer Wasser und Mineralstoffe abzapft, die der Baum aus der Erde zieht. Was dann nach gut einem Jahr auf den winternackten Bäumen weithin als sichtbare üppige grüne Kugeln zwischen Himmel und Erde zu schweben scheint, hielten die Germanen für heilig. Namen wie Druidenfuß, Donnerbesen, Bocksfutter, Geißkraut oder Hexenbesen waren für das vielseitige Zauberkraut dabei nicht selten. Hängten unsere Vorfahren zum Beispiel zum Schutz vor bösen Geistern Mistelzweige an die Wand, macht das giftige Gewächs heute wegen seiner heilsamen Wirkungen auch als Heilpflanze Karriere. Nicht selten wird es zur Blutdrucksenkung, bei Altersbeschwerden, ja sogar zur Krebsbehandlung eingesetzt.

Von der Tradition zum trendigen Weihnachtsschmuck

Küsst man Mädchen während der Weihnachtszeit unter einem Mistelzweig, soll das Glück bringen - meinen die Engländer. Der aus Großbritannien stammende Brauch ist längst auch bei uns populär. Bereits ab November kann man die dekorativen Zweige des immergrünen Strauches zur Advents- oder Weihnachtsdekoration nutzen. Dazu einfach Mistelzweige eng zusammenstecken und mit breiten, rotweißen Karoschleifen versehen. Aber auch ein Kranz aus Zapfen, Mistel- und Ilexzweigen, besetzt mit weißen und roten Beeren, erweist sich als echtes Dekorationstalent. Die zauberhafte Wirkung der Beeren kommt besonders gut zur Geltung, verteilt man die Zweige einfach nur in lockeren Sträußchen auf schlichte Glasvasen.

GARDENA Tipp: Misteln bilden sich bevorzugt auf jungen Zweigen im oberen Bereich der Baumkrone. Als Halbparasiten stören sie das Wachstum betroffener Bäume durch Wasser- und Nährstoffentzug empfindlich. Deshalb sollten bei Befall die jungen Misteln frühzeitig entfernt werden, indem sie so tief wie möglich ausgeschnitten werden. Anschließend die Stelle mit Wundsalbe versorgen.

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