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Baumstämme kalken

So wie gefrorene Wasserleitungen bersten, können auch die röhrenartigen Leitbahnen im Rindengewebe eines Baumes bei Frostwetter Schaden nehmen. Dieser Schaden droht vornehmlich im Spätwinter ab Ende Januar.

Der Grund: Die dann schon wieder stärker scheinende Wintersonne erwärmt tagsüber den dunklen Baumstamm der dann schon beginnt Pflanzensaft aus den Wurzeln ins Gewebe zu pumpen. Kühlt die Nachtemperatur das Gewebe dann bis in die Minustemperaturen herunter, entstehen Gewebespannungen, die es zerreißen kann. Diese Schäden können lange nicht zu erkennen sein. Sie können aber auch in Form flächig abgestorbener Rindenpartien oder in bis zu fingerbreiten Rissen in der Rinde, an der südlichen Seite des Baumes auftreten.

Solche Winterschäden können Sie vermeiden, wenn Sie ab Spätherbst die Stämme von (Obst)Bäumen vorsorglich mit einem Kalkanstrich versehen. Beginnen Sie den Anstrich unmittelbar über dem Boden und setzen Sie ihn bis in die unteren, dicken Astpartien fort. Durch ihn nimmt der Stamm eine weiße Farbe an, welche das Sonnenlicht weitgehend reflektiert, wodurch sich der ansonsten dunkle Stamm weniger leicht und hoch erwärmt. Frostrisse werden durch diese Maßnahme nicht zuverlässig verhindert, aber deutlich vermindert. Der Stammanstrich empfiehlt sich speziell in exponierten, winterrauen Lagen. Mit zunehmenden Niederschlägen wäscht sich der Kalkanstrich wieder ab und sickert, zusammen mit dem Regenwasser, als Kalkdüngung ins Erdreich. Deswegen empfiehlt es sich, bei den kalkempfindlichen Quittenbäumen und bei Birnenbüschen welche auf Quitte veredelt sind, auf den allwinterlichen Stammschutz mit Kalk zu verzichten und bei diesen in der gefährlichen Zeit stattdessen luftig Rohrmatten als Sonnenschutz um den Stamm zu befestigen.

Tipp: Wenn Sie den Baumstamm vor dem Anstrich mit einer Drahtbürste grob von losen Borkenstücken, Grünalgen und anheftendem Moos befreien, dann vermindern Sie, zusammen mit dem Kalkanstrich, den Befall des Baumes mit überwinternden Parasiten, wie Blattlaus- oder Spinnmilbeneiern.

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