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Kompost als Bodenverbesserer

Kompost gilt als das „Schwarze Gold des Gartens“, weil er dem Boden Nährstoffe zurückführt. Zusätzlich reichert er mit seinen Mikroorganismen das Bodenleben an und fügt ihm den erforderlichen Humus zu. Dieser hilft, den Boden feinkrümelig und geschmeidig zu halten, ihm eine bessere Struktur für bessere Durchlüftung und gesteigerte Wasserhaltekraft zu geben. Und selbst das Kohlendioxyd, das bei der endgültigen Zersetzung des Kompostes im Boden entsteht, kann vom Blätterdach über den Boden unmittelbar aufgenommen und von der Pflanze in der Photosynthese zu Zuckerstoffen verarbeitet werden.

Aber Vorsicht, ein Komposthaufen ist kein Abfallhaufen! Geben Sie auf den Komposthaufen kein erkranktes oder mit Schädlingen behaftetes Pflanzenmaterial, keine Wurzelunkräuter (z. B. Quecke, Giersch) und auch solche nicht, die bereits in Samen gegangen sind. Sie wären zwar grundsätzlich kompostierbar, dazu müsste der Komposthaufen aber eine heiße Rottephase erreichen, bei der die Temperatur im Kompost bis zu 70 ºC erreicht und alle Schadorganismen abtötet. Das erreichen Kompostieranlagen besser: Geben Sie solche Abfälle in die Biotonne.

Geben Sie Kompostgut nicht in dicken Schichten von mal trockenen Materialien (z. B. Laub, Gehölz-Häcksel oder trocknes Staudenschnittgut), mal nassen Materialien (z.B. Grassschnitt, Fallobst, pflanzliche Küchenabfälle), sondern in dünnen Lagen und im Wechsel von trocken und nass. So vermeiden Sie das Faulen des Kompostgutes und die damit verbundenen üblen Gerüche, welche Sie und Ihre Nachbarschaft ärgern.

Auf diese Weise erreichen Sie auch ein verbessertes Kohlenstoff (C) Stickstoff (N)-Verhältnis im Kompost. Ist viel Stickstoff im Kompost, aber wenig Kohlenstoff, verläuft die Rotte schnell, es entstehen aber keine stabilen Humusverbindungen und der Stickstoff (sowieso ein Mangelelement im Gartenboden) ist vergleichsweise flüchtig. Ist andererseits wenig Stickstoff im Kompost, aber viel Kohlenstoff, dann erfolgt eine nur langsame Rotte, weil den Bakterien für raschere Rotte der Stickstoff fehlt, mit dem sie diejenigen Proteine erzeugen die sie benötigen, um sich vielfach vermehren zu können. Das Kohlenstoff (C) Stickstoff (N)-Verhältnis soll im Idealfall bei rund 30:1 liegen. Küchenabfälle liegen etwa bei 15:1, benötigen also kohlenstoffhaltige Abfälle wie das oben genannte Stauden- oder Holzhäcksel. Diese wiederum (C/N-Verhältnis z.B. Holzhäcksel 100-150:1) brauchen zur besseren Verrottung Stickstoffhaltiges wie Küchenabfälle, Rasenschnittgut oder Gemüseabfälle (C/N-Verhältnis je ca. 15:1).

Tipp: Geben Sie keine Speisereste auf den Komposthaufen, diese könnten Ratten anziehen. Übrigens auch keine Schalen roher Eier. Sie könnten Salmonellen in den Kompost eintragen und diese könnten mit den Kompostgaben ins Beet an roh verzehrte Gemüse, wie Blattsalate, gelangen.

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