Christrosen als farbenfrohe Abwechslung

Gartenmagazin
Ein wunderbarer Lichtblick im schlafenden Garten sind Christrosen - auch Schneerose oder Weihnachtsblume genannt. Da sie an niedrige Temperaturen gewöhnt sind, blühen sie von Dezember bis März und sind eine willkommene Abwechslung in der weißen Gartenlandschaft.

Herkunft

Ursprünglich kommt die Christrose aus dem Gebirge, wo sie üblicherweise bis zu einer Höhenlage von 1900 Metern vorkommt und unter Naturschutz steht. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den östlichen Kalkalpen über Deutschland (überwiegend Bayern), Österreich, Schweiz und Italien bis hin zum nördlichen Balkan.

Charakteristisch für die Christrose (helleborus niger) sind ihre schalenförmigen weißen Blüten, die mitunter sogar einen hellen Rosaton erreichen. Unverkennbar ist die seidige Blütenoberfläche und die charakteristische schwarze Wurzel. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 10 und 30 cm. Alle 15 Arten sind äußerst robust und pflegeleicht. Sie gehören nicht - wie der Name fälschlicherweise vermuten lässt - zur Gattung der Rosen, sondern zu der Familie der Hahnenfußgewächse.

Wörtlich Übersetzt bedeutet Helleborus soviel wie „tötliche Speise“. Dieser Name kommt nicht von ungefähr, die Christrose ist in der Tat ziemlich giftig. Daher sollte man nach dem Berühren die Hände waschen oder, noch besser, beim Umgang mit der Pflanze immer Handschuhe tragen. Um Haustiere muss man sich allerdings keine Sorgen machen, denn solange diese nicht die giftige Wurzel fressen, ist das Gewächs für sie weitgehend ungefährlich. Wegen ihrer toxischen Wirkung wurde die Christrose im Altertum auch als Arzneipflanze verwendet und diente als Heilmittel gegen Nervenleiden und Geisteskrankheiten. In der Antike wurde sie sogar als chemische Waffe gegen Feinde eingesetzt. Überwiegend auf dem Land wurde die Christrose auch als Orakelblume zur Wettervorhersage für das kommende Jahr verwendet. Ein weiterer Verwendungszweck von Wurzelextrakten der Christrose war zur Herstellung von Schnupftabak und Niespulver. Dadurch entstand noch ein weiterer der zahlreichen Namen, nämlich „Schwarze Nieswurz“. Da die Christrose in der kalten Jahreszeit blüht und Eis und Schnee trotzt galt sie immer schon als Symbol der Hoffnung.

Pflanztipps

Die optimale Platzierung im Garten ist unter Laub abwerfenden Bäumen, damit die immergrüne Pflanze im Sommer reichlich Schatten und im Winter genug Sonne bekommt. Die Christrose wird im Sommer ausgesät. Dabei sollte man beachten, dass sie für ein gutes Wachsen kalkhaltigen Boden benötigt und dass der Abstand zwischen den Pflanzen, die besonders gerne in Gruppen gepflanzt werden, idealerweise etwa 15 cm betragen sollte.

Planting tips

The best garden position for hellebores is under trees which lose their leaves so that the evergreen plants get enough shade in the summer and enough sun in the winter. Hellebores are planted in the summer. Remember that they need limey soil to grow well and that the distance between the plants, which like to be planted in groups, should ideally be approximately 15 cm.

Fertiliser tips in autumn – hellebores

From the end of September onwards, hellebores of the niger-variety (bot. Helleborus niger), also known as the Christmas rose or black hellebore, enjoy being fed with fertiliser. We recommend you use organic fertilisers such as cattle dung, for example. Add approximately 50 g/m² of fertiliser lime should your soil be deficient in lime. This guarantees an optimum supply of nutrients.

When and how should you fertilise?
Organic fertilisers, such as for example horn meal, compost or stored, optimally pre-composted cattle and horse dung can be given to your plants when they start to flower, and again from approximately August to September. However, be sparing with your fertiliser. Three litres of compost per square metre and per year are entirely sufficient.

Hellebores are poisonous

Please do not forget that all parts of the hellebore are highly poisonous. Ensure that children and pets do not handle or eat Christmas roses.

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