Feldsalat

Vegetarische Köstlichkeiten säen

Gartenmagazin
Jetzt im Hochsommer möchte noch niemand an den herannahenden Herbst denken. Wenn Sie allerdings nach dem Sommer noch mit frischem Gemüse versorgt sein wollen, ist jetzt im Juli die letzte Chance, vegetarische Köstlichkeiten wie zum Beispiel Feldsalat, Blumenkohl, Rettich oder Rote Bete zu säen. Sobald im Gemüsebeet wieder Platz frei geworden ist, oder wenn Sie sowieso noch leere Beete haben, kann es mit der Aussaat losgehen.

Feldsalat:

Feldsalat kann schon im Oktober geerntet werden, wenn Sie ihn bereits im Juli säen. Da Feldsalat aber bis -15 °C winterhart ist, kann er für eine Frühjahrsernte bis März/April auch erst im August oder September gesät werden. Feldsalat ist reich an Vitamin C und liefert damit auch im Herbst gesunden und leckeren Salat. Aus der Saattüte werden die Samen in etwa 2 cm tiefe Furchen gestreut. Anschließend die Samen wieder mit Erde bedecken und gut gießen. Bis die Samen auskeimen dauert es etwa 2-3 Wochen, bis zur Herbsternte etwa 12 Wochen. Damit Ihr Feldsalat nicht von Mehltau befallen wird, ist es sinnvoll, robuste Sorten wie „Rodion“ zu säen.

Blumenkohl:

Herbst-Blumenkohl kann ab Mitte Juni gesät werden. Wählen Sie als Standort einen sonnigen, warmen Platz mit gutem, humusreichem Boden. Drücken Sie zur Aussaat jeweils zwei Saatkörner im Abstand von etwa 5 cm einen Zentimeter tief in den Boden der Saatreihe und bedecken diese mit Erde. Der Reihenabstand sollte 50 cm betragen. Wenn die Keimlinge 3 cm hoch sind, wird der schwächere der beiden herausgezogen, damit die kräftigere Pflanze mehr Platz zum Wachsen hat. Sobald die Blumenkohlköpfe faustgroß sind, sollten Sie diese vor der Sonne schützen, damit sie nicht gelblich und grau werden. Knicken Sie dazu einfach die Randblätter nach innen ein. So ist der Blumenkohlkopf vor der Sonne geschützt und bleibt schön weiß und somit genießbar.

Rettich:

Anfang Juli ist Zeit für die Aussaat später Rettichsorten wie „Münchner Bier“ und „Runder schwarzer Winter“. Das Saatgut sollte 1 cm tief und im Reihenabstand von 15-25 cm ausgesät werden. Optimale Bedingungen für den Rettich bietet eine nährstoffreiche und vor allem stets ausreichend feuchte Erde. Nach dem Keimen müssen die zarten Pflanzen bei zu dichtem Stand vereinzelt werden. Bei späten Sorten sollte der Abstand zwischen den Rettichpflanzen knapp Handbreite betragen. Vergessen Sie das regelmäßige Gießen in der Aufzuchtphase nicht! Steht er zu trocken, schießt der Rettich oder er wird pelzig.

Rote Bete:

Rote Bete hat einen Vorteil gegenüber anderen Gemüsearten: Das rote Gemüse eignet sich prima als Nachkultur im Gemüsebeet und wächst sehr gut an Plätzen, auf denen zuvor Hülsenfrüchte oder Kohlrabi angebaut wurden. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und nicht zu sauer sein. Die Aussaat ist ab Ende Mai möglich, die Erntezeit ab Oktober. Werden die Samen sehr dicht ausgesät, ist es nötig, die Reihen der Keimlinge auf etwa fünf Zentimeter Abstand in der Reihe auszudünnen, so dass die stärksten Pflanzen genügend Platz haben. Der Boden ist konstant feucht zu halten, da sonst die Blätter schnell schlaff werden. Die Ernte der Roten Bete ist ab einem Knollendurchmesser von fünf Zentimetern möglich. Kleine Knollen schmecken in der Regel zarter und aromatischer, sind aber aufwändiger zu verarbeiten.