Erde für Kräuter

Die ideale Erde für Kräuter: 3 elementare Tipps

Gartenmagazin

Kräuter lassen sich hervorragend auf dem Balkon ziehen. Allerdings stellt auch das Grün einige Ansprüche. So bedarf es guter Kräutererde damit Lavendel, Thymian, Rosmarin und Co. gedeihen. Wir verraten dir, wie sie beschaffen sein sollte.

1. Standortansprüche berücksichtigen

Der natürliche Standort von Kräutern gibt bereits Hinweise darauf, in welcher Erde sich das Grün wohlfühlt. Jede Pflanze ist mehr oder weniger tolerant bei bestimmten Standortbedingungen. Wichtige Hinweise liefern:

  • Die Lichtverhältnisse. Mag es das Kraut schattig, halbschattig oder sonnig?
  • Die Bodenverhältnisse. Möglichen Beschaffenheiten sind sandig, durchlässig, dicht und mehr.
  • Der Nährstoffbedarf. Gehört die Pflanze zu den Schwach-, Stark, oder Mittelzehrern?
  • Der Wasserbedarf. Wie oft solltest du das Grün gießen?

Der Toleranzbereich kann sich je nach Pflanze und Ausgangsbedingung unterscheiden. Lavendel etwa ist hinsichtlich des Wasserbedarfs äußerst tolerant. Die Aromapflanze kommt mit Trockenheit gut klar und benötigt außerdem nicht so viele Nährstoffe, kennt sie es doch nicht anders in ihrer mediterranen Heimat. Hinsichtlich der Lichtverhältnisse ist Lavendel etwas spezieller. Er benötigt einen vollsonnigen Platz, um gut zu gedeihen. Die natürlichen Wachstumsbedingungen machen deutlich, dass das Kraut sandige und karge Erde bevorzugt. Denn darin fließt das Wasser schneller ab, was dem Lavendel gut bekommt. Anders der Fall beim Bärlauch. Der mag es lieber schattig, feucht und benötigt reichlich Nährstoffe. Sandige Erde wäre hier die falsche Wahl, da sie Wasser und Nährstoffe kaum speichert. Besser geeignet ist eine humus- und nährstoffreiche Kräutererde.

2. Kräutererde selber mischen oder kaufen?

Definitiv selber mischen! Handelsfertige Kräutererden sind zwar nicht grundsätzlich schlecht, allerdings enthalten viele Torf, Kompost oder Rindenhumus. Die Materialien speichern Wasser sehr gut, was aber nicht jeder Pflanze bekommt. Siehe das Beispiel vom Lavendel. Aber auch Oregano und Rosmarin benötigen nur wenig Wasser. Tipp: Du kannst die fertige Kräutererde modifizieren, indem du diese mit mineralischen Zuschlagstoffen vermischst. Oder aber du wirst gleich selbst aktiv. Für selbstgemischte Kräutererde benötigst du nur wenige Zutaten:

  • Gartenerde
  • Kompost
  • Lavasand oder Quarzsand

Der Vorteil: Du stellst die Erde entsprechend dem Bedarf der Kräuter her. Für mediterrane Kräuter wie Rosmarin, die ein trockenes und durchlässiges Substrat vorziehen, sollte nur ein geringer Teil Kompost beigemengt werden, etwa 15 Prozent. Für solche, die viel Wasser benötigen, darf es ruhig mehr sein.

3. Kräuterdünger verwenden?

Pflanzen mit höherem Nährstoffbedarf brauchen einen guten Kräuterdünger. Sinnvoll ist ein organischer Dünger, da dieser zusätzlich die Erdbeschaffenheit positiv beeinflusst. Mineralischer Dünger liefert einzig die Nährstoffe. Verwende diesen nur, wenn das Grün einen dringenden Energiekick benötigt. Eine regelmäßige Anwendung der mineralischen Alternative führt nicht selten zu einer Überversorgung mit Nährsalzen, die deiner Pflanze mehr schadet als hilft.

Soil for herbs