Sedum

Wie kann ich meine Fetthennen vermehren?

Ich möchte meine Fetthennen vermehren, das Teilen eines Stockes ist aber nicht möglich. Was ist bei der Stecklingsvermehrung zu beachten und wann ist der geeignete Zeitpunkt dafür? Ich bedanke mich im Voraus.

Der GARDENA Gartenexperte antwortet

Was die Vermehrung von Sedum betrifft, kommt es auf die jeweilige Art mit an. Die bodendeckenden Fetthennen, wie Sedum acre, Sedum album oder Sedum floriferum, lassen sich leicht durch Sprossen vermehren. Dazu schneidet man von ihren Trieben und Triebspitzen ab und streut das Schnittgut auf feinkrümelig gelockerten Beetboden. Lehmboden mit einem Drittel Anteil Sand verfeinern. Die Sprossen leicht einharken und mit der Kanne überbrausen, so entsteht besserer Bodenschluss, der zu besserer Einwurzelung führt.

Hoch wachsende Fetthennen hingegen, wie Sedum telephium, vermehrt man am einfachsten durch Teilung. Die soll es bei Ihnen ja nun nicht sein, deswegen hier die weiteren Varianten:

Im Austrieb passt man den Moment ab, an dem sich die jungen Sprosse zwischen den einzelnen Blättern zu strecken beginnen. Der Spross bekommt dann zugleich eine spürbar bessere Festigkeit. Er ist dann etwa eine Handspanne lang. Zu diesem Zeitpunkt schneidet man Kopfstecklinge von etwa zehn Zentimeter Länge, entfernt die unteren Blätter so weit, dass man die Triebe in feuchtes Torf-Sand-Gemisch (1:1) stecken kann (drei Stück in einen 10 bis 12 cm-Topf). Die Stecklinge um die 20 bis 25 Grad Celsius warm halten. Ist der Topf durchwurzelt, setzt man die Jungpflanzen ins Beet um.

Oftmals bewurzeln auch "fertige" Sommertriebe, die man im unteren Drittel entlaubt hat und danach in eine Vase mit Wasser stellt. Und schließlich sind da noch die Blattstecklinge von hohen Sedum. Dazu werden im Sommer bis Frühherbst von der Pflanze die rundlichen Blätter abgezupft und mit der Narbe zuerst etwa ein Drittel ihrer Größe tief wiederum in feuchtes Torf-Sand-Gemisch (1:1) gesteckt, am besten mit jeweils zwei fingerbreitem Abstand in flache Stecklingsschalen. Nach der Wurzel- und Knospen- bzw. Sproßbildung topfen, nach der Topfdurchwurzelung an Ort und Stelle pflanzen.