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Kleiner Garten – gross in Form

Gartenmagazin
Das Thema „Wohnen im Garten“ ist angesagt. Dabei kommt es nicht auf die Größe an. Selbst dort, wo wenig Platz ist, kann man mit Fantasie und raffinierter Gestaltung ein spannendes Freiluftzimmer schaffen.

Geometrische Formen und klare Strukturen

Sie haben nur wenige Quadratmeter und fragen sich, wie Sie diese in ein echtes Schmuckstück verwandeln können? Das Patentrezept einer gelungenen Gestaltung heisst: Räume bilden und Strukturen schaffen. Durch eine räumliche Gliederung gewinnt man das Gefühl von Weitläufigkeit. Für Spannung sorgen verschiedene Bereiche, die optisch voneinander abgegrenzt sind und nicht alles auf den ersten Blick sofort erkennen lassen. Auch vertikale Elemente, wie durchbrochene Hecken, gestaffelte Pflanzungen, berankte Pergolen oder kleine Teiche “stören“ optisch die Sichtachsen und vermitteln den Eindruck einer grösseren Raumtiefe. Wer seinen Garten in mehrere, versetzte, rechteckige Flächen unterteilt, nutzt den Platz im Mini-Garten optimal. Auf diese Weise lassen sich Strukturen und Ebenen schaffen, die Räume zum Relaxen, Spielwiesen für die Kleinen oder Kulisse für sommerliche Gartenpartys bieten.
EM-Garten-049-48cm

Vergrößern Sie die räumliche Wahrnehmung

Selbst auf eine Terrasse muss man nicht verzichten. Werden Gartenmöbel in einer Ecke platziert, geniesst man einen diagonalen Blick durch den Garten, der dadurch optisch grösser erscheint. Immergrüner Buchs, den man durch regelmässigen Schnitt bändigen kann und hohe, schlanke Sträucher, wie Säuleneiben, rahmen den idyllischen Sitzplatz ein und vergrössern den Gartenraum. Auch die Auswahl an Blütenfarben hat Einfluss auf die Wahrnehmung der Gartengrösse. Blau und Weiss ist der Geheimtipp für Beete mit optischer Tiefe. Blau hat nicht nur eine vornehm-kühle Wirkung, sondern gibt kleinen, schmalen Beeten eine gewisse Dimension. Kombiniert man weisse Blüten dazu, intensiviert man den Hell-Dunkel-Kontrast, der die räumliche Wirkung unterstützt. Natürlich ist ein neues Gartenkonzept auch immer eine Frage des persönlichen Stils. Legen Sie im ersten Schritt fest, ob er romantisch-verspielt, architektonisch mit klaren Formen oder mediterran sein soll. Denn der gewünschte Gartenstil erleichtert die Auswahl der Materialien für Terrasse, Wege, Beete und Pflanzkombinationen