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6 essbare Blumen zum Selberanpflanzen

Gartenmagazin
Nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch eine Gaumenfreude sind viele Pflanzen – auch auf deinem Balkon. Essbare Blumen und Blüten in Topf oder Kasten eignen sich hervorragend für Salate und peppen als schmackhafte Dekoration allerlei Gerichte auf. Hier findest du eine Liste mit 6 leckeren Beispielen.

1. Duftgeranien

  • Hier ist bereits der Name Programm. Reibst du die Blütenblätter zwischen deinen Fingern, dann verströmen sie ein intensives Odeur. Wonach das duftet, hängt von der Sorte ab. So haben die Züchter im Laufe der Jahre zahlreiche Variationen gezogen. Die Duftgeranie "Lemon Fancy" (Pelargonium crispum "Lemon Fancy") erinnert stark an Zitrone, "Purple Unique" (Pelargonium capitatum "Purple Unique") an Weingummi und "Sue Ellen" (Pelargonium "Sue Ellen") an Ananas.
  • Aus und mit ihnen kannst du Marmelade sowie Sirup machen, sie für Eis oder zum Backen verwenden. Auch Essig und Öl lassen sich mit ihnen versetzen, ebenso Kräuterbutter.
  • Allen Unterschieden im Wohlgeruch zum Trotz ist allen Duftgeranien (gebräuchlicher Name Pelargonien) ihre Herkunft gemeinsam: Südafrika. Ihre Pflege ist relativ einfach. Sie brauchen viel Licht und Wasser und gedeihen am besten in leicht kalkhaltigem Boden. Ausserdem solltest du regelmässig ihre Triebe schneiden. Ein grosser Vorteil: Sie sind winterhart.

2. Lavender

  • Ein gern gesehener Gast in der französischen Küche ist der echte Lavendel (Lavandula angustifolia), den du an seinen vergleichsweise schmalen Blättern erkennst. Seine frischen oder getrockneten Blüten erinnern im Duft an Rosmarin. Er besitzt ein recht starkes Bukett und sollte deshalb in der Küche nur sparsam zum Einsatz kommen.
  • Der echte Lavendel passt zum Beispiel gut zu Lamm, Fisch und Wild sowie allgemein zu Schmorgerichten und Eintöpfen. Für diese und ähnliche deftige Speisen solltest du ganz junge Blätter verwenden. Ältere entwickeln nämlich einen seifigen Geschmack. Getrocknete Lavendelblüten machen sich besonders gut in süssen Desserts.
  • Auf dem Balkon fühlt sich Lavendel in einem grösseren Topf am wohlsten. Darin hat er es gern sonnig und eher trocken. Er verlangt zweimal im Jahr nach einem Rückschnitt, aber nicht weiter als bis zu Trieben und Blättern. Soll er den Winter überstehen, hüllst du seinen Topf oder Kübel in Stroh- oder Kokosmatten.

3. Borretsch

  • Diese essbare Blume stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber zwecks Kultivierung mittlerweile in vielen Regionen Europas anzutreffen. So entdeckt man den Borretsch (Borago) oder auch Himmelstern (wegen seiner Blütenform) hierzulande auch mal wildwachsend. Kulinarisch sind besonders seine wechselständigen Blätter interessant. Sie sind haarig, oval und duften nach Gurken.
  • Das verschaffte ihm nicht nur den landläufigen Namen "Gurkenkönig", sondern empfiehlt ihn auch als Bereicherung für zahlreiche Speisen. Frisch gezupft eignen sich die Blätter beispielsweise als Zutat für Quark und Frischkäse. Gehackt verleihen sie unter anderem Salaten, Eier- oder Pilzgerichten, Sossen sowie Eintöpfen eine besondere Note. Köche schätzen aber auch des Borretschs essbare Blüten und verfeinern damit Süssspeisen wie Kuchen und Marmelade oder geben sie Salaten oder Suppen hinzu.
  • Auf dem Balkon solltest du Borretsch in voluminösere Töpfe und Kübel pflanzen. Das einjährige Küchenkraut mag helle, windgeschützte Standorte sowie kalkhaltigen Boden, den du immer feucht hältst.
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4. Holunder

  • Das Zier- und Obstgehölz ist fast schon ein Küchenklassiker und bereichert viele Rezepte und Gerichte. In erster Linie bieten sich dafür die Blüten und Beeren des Schwarzen Holunders an. Letztere finden sich in Kuchen (zum Beispiel Schweizer Mus) oder der Fliederbeersuppe. Der Saft der Holunderbeere ist Basis für Gelee, Kompott und Sirup, etwa für Mixgetränke ("Hugo"). All das lässt sich auch mit den Holunderblüten aufpeppen. Du schneidest sie mit ihrem Blütenstand ab und schüttelst sie vor dem alsbaldigen Gebrauch – etwa als leckere Dekoration für eine Torte – in der Küche aus. Dann kommen sie kurz in ein kaltes Wasserbad und trocknen anschliessend auf einem Gitter gut ab.
  • Holunder erweist sich als genügsamer Gast auf deinem Balkon. Als Standort kommen für ihn sonnige bis halbschattige Plätze infrage. Sein Behältnis sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 40 Litern für lockere, nährstoffreiche und stets feuchte Erde haben. Weil der Holunder aber keine Staunässe verträgt, ist ein Wasserablauf im Topf unverzichtbar. Ansonsten freut er sich über die gelegentliche Zugabe von Flüssigdünger.

5. Kapuzinerkresse

  • Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) wurde von der Universität Würzburg zur Arzneipflanze 2013 geadelt, denn sie verfügt über viele heilende Eigenschaften. Ein Aufguss aus ihren frisch gezupften Blättern wirkt schleimlösend bei Erkältungen, als Saft aus gepressten Pflanzenteilen einmassiert soll sie gegen Mangelerscheinungen von Haut und Haaren helfen. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C stärkt deine Abwehrkräfte.
  • Und lecker ist die Kapuzinerkresse auch noch. Ihre Blätter enthalte Senföle, schmecken scharf und empfehlen sich gehackt oder geschnitten für Kräuterquark und -butter, Rührei und Salate. Die Blüten veredeln unter anderem Frischkäse, belegte Brote oder Kalbsleber.
  • Die Kapuzinerkresse ist ein kriechendes Gewächs, das in freier Natur regelrechte Teppiche bildet. Für die Haltung in Topf oder Balkonkasten bietest du ihr Rankhilfen an. Du kannst sie aber auch einfach über den Rand des Pflanzengefässes quellen lassen. Dieses sollte halbschattig bis schattig aufgestellt sein und nicht übermässig nährstoffreiche Erde enthalten.
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6. Stiefmütterchen

  • Die farbenfrohen Knirpse sind nicht nur ein Augenschmaus. Die Blüten von Stiefmütterchen erfreuen ebenso den Gaumen. Sie schmecken süss und sind bei Köchen als Zutat für Salate beliebt. Diesen verleihen sie zudem eine interessante, optische Note. Da sie sehr beliebt und damit verbreitet sind, eignen sie sich als essbare Blumen gut für deine ersten kulinarischen Experimente.
  • Zumal sie keine besondere Pflege von dir erwarten. Ihnen genügt ein halbschattiger bis sonniger Platz in einem wasserdurchlässigen Blumenkasten mit nährstoffreicher Erde. Diese darf allerdings nicht zu viel Kalk enthalten. Düngen solltest du sie alle zwei Wochen und schnell von verwelkten Blätter befreien. Sonst kommen keine neuen nach.