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Unkraut natürlich entfernen

Es gibt kaum einen Gartenbesitzer, der gerne Unkraut im Garten hat. Doch wen es wirklich stört, der muss nicht gleich zu chemischen Pflanzenvernichtungsmitteln greifen, sondern kann das Unkraut auch auf sanfte Art und Weise entfernen. So kann man garantieren, dass keinen anderen Lebewesen oder gar der Umwelt geschadet wird. Wer viel Wert auf einen naturnahen Garten legt sollte auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Mitteln verzichten. Das Benutzen von solchen Mitteln ist auf befestigten oder versiegelten Oberflächen wie beispielsweise Garageneinfahrten ohnehin verboten, da schädliche Substanzen dabei ins Grundwasser eindringen können.

Löwenzahn, Brennnessel und Co. sind im Garten oftmals ungebetene Gäste, die mit den Zierpflanzen um Nährstoffe, Licht und Wasser konkurrieren. Sie sind richtige Überlebenskünstler, da sie sich optimal an die gegebenen Umstände in ihrem Lebensraum anpassen können. Es ist oft viel einfacher, Unkräutern vorzubeugen, wenn man weiß, welche Bodenart sie bevorzugen. Die Brennnessel mag beispielsweise stickstoffhaltigen und nährstoffreichen Boden, der Hahnenfuß bevorzugt Staunässe und die Quecke gedeiht besonders gut auf verdichtetem Boden.

Man unterscheidet generell, je nach Vermehrungsart, Wurzel- und Samenunkräuter. Um diese wirkungsvoll und langfristig bekämpfen zu können, sollte man wissen, welches Unkraut zu welcher Art gehört.

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Samenunkräuter

Samenunkräuter blühen in der Regel nur einen Sommer lang. Dabei bilden sie aber so viele Samen, dass diese noch Jahre danach im Boden gedeihen können. Sie können durch Umgraben wieder zurück an die Oberfläche gelangen und dann erneut auskeimen. Auch durch das Mähen von Samenunkräutern während der Blüte vermehren sie sich stark weiter und der Gärtner erreicht so genau das Gegenteil von seinem Ziel. Besser ist es, im Frühjahr etwa 2-3 Wochen mit dem Säen oder Pflanzen zu warten. So kann man einen großen Teil der bis dahin aufgekeimten Unkräuter noch leicht entfernen. Dazu kann man einfach den Boden mit einem Handgrubber aufarbeiten und die ungewollten Störenfriede herausziehen. Wenn diese noch nicht geblüht haben, sind sie sogar wertvoll für den Kompost und haben so sogar noch eine sinnvolle Verwendung. Typische Vertreter von Samenunkräutern sind: Hirtenäschel, Vogelmiere, weißer Gänsefuß und Spitzwegerich.

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Wurzelunkräuter

Die Verbreitung von Wurzelunkräutern erfolgt hauptsächlich unterirdisch über die Wurzel und nur gering über Samen. Wenn beim Entfernen des Unkrauts auch nur ein kleiner Rest zurückbleibt, wird das Unkraut schon bald wieder austreiben. Anders als die Samenunkräuter sollen die Wurzelunkräuter nicht auf den Kompost gegeben werden, da die Wurzelorgane bei dem Kompostiervorgang nicht sicher abgetötet werden. Typische Vertreter sind hier: Ackerweide, Löwenzahn und die gemeine Quecke.

Um nicht auf chemische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen zu müssen, empfiehlt es sich, auf alt bewährte Methoden wie Jäten, Mulchen oder das Entfernen durch Hitze zurückzugreifen. Jäten bietet sich immer dann an, wenn nicht sehr viel Unkraut vorhanden ist, da es reine Handarbeit ist. Vor allem flachwurzelnde Unkräuter lassen sich so gut entfernen. Nach dem Motto „Wo kein Licht da auch kein Wachstum“ ist auch das Mulchen eine gute Methode zur Unkrautbekämpfung. Durch das Abdecken des Bodens kann sich Unkraut nicht gut entfalten. Auch das Abflämmen ist eine wirkungsvolle Art der Unkrautvernichtung. Vor allem an den Stellen, an denen nicht gehackt werden kann. Allerdings sollten sich nur erfahrene Gärtner daran wagen, damit die Bodenorganismen nicht beeinträchtigt werden. Die nur wenige Sekunden andauernde Hitze lässt die Unkräuter in nur wenigen Tagen ganz absterben.

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Unkräuter sind aber nicht generell nur schlecht. Unter ihnen gibt es auch sogenannte Pionierpflanzen wie zum Beispiel Löwenzahn und Acker-Kratzdistel. Durch ihre starken Wurzeln lockern sie die Böden auf, holen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten und machen dann so das Leben für Folgepflanzen überhaupt erst möglich. Auch sind viele Unkräuter wichtiges Nahrungsmittel für nützliche Insekten und Vögel. Es gilt also immer abzuwägen, wie weit und an welchen Stellen Unkräuter wirklich stören - um dann gezielt und an den richtigen Stellen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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