Als Gärtner trennen wir aber die Begriffe anders: Wir reden von Grasarten, wenn wir die unterschiedlichen Gräser meinen, die in einer Saatgutmischung (so genannter „Regel-Saatgut-Mischung“ [RSM]) enthalten sind, also Festuca-Arten oder Lolium-Arten. Und wir sprechen von Rasentypen, wenn wir Zierrasen, Gebrauchsrasen, Strapazierrasen oder auch Landschaftsrasen sprechen, weil die jeweils unterschiedliche Funktionen einnehmen. Ein Zierrasen etwa ist im Hausgarten nicht so strapazierfähig wie ein zum Spielen der Kinder besser geeigneter Gebrauchsrasen (oft als „Sport- und Spielrasen“ deklariert). Und ein solcher Rasen würde sich im Fußballstadion wiederum nicht eignen, weil er dort noch härter rangenommen werden würde. Da braucht es dann schon einen echten Strapazierrasen. Der Kreis schließt sich dort, wo in den RSM die Rasentypen wiederum näher definiert sind. Denn zu jedem Rasentypen gehört ja nun auch einmal die passende Saatgutmischung.