Pflanzen, welche geteilt werden müssen, erkennt man daran, dass alle neuen Triebe weit außen stehen und die Pflanzen in der Mitte kahler werden und keine volle Blütenpracht mehr vorweisen. Sitzt eine Staude am richtigen Platz und wird sie richtig gepflegt, dann bereitet sie dort lange Freude.
Vor dem Teilen ist zuallererst der Rückschnitt der Pflanzen wichtig. Die Pflanzen werden eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Zunächst sollte der Wurzelstock durch leichtes Rütteln gelockert werden. Danach gräbt man die großen Stauden mit einem Spaten oder einer Grabegabel aus der Erde aus. Bei kleineren Stauden gelingt das Trennen aber auch mit einem Messer oder mit den Händen. Wenn der Wurzelstock freigelegt ist, trennt man die Wurzeln ebenfalls mit dem Spaten oder der Hand in zwei oder mehrere Teile. Die alten und faulen Wurzeln werden abgeschnitten.
Achten Sie darauf, dass jeder neue Teil eine Treibknospe und ausreichend Wurzeln zum Anwachsen hat. Nach dem Einpflanzen werden die Pflanzen großzügig angegossen. Generell treiben kleinereTeilstücke meist kräftiger aus und wachsen schneller zu kräftigen Pflanzen heran als große Teilstücke.
Eine solche Verjüngungskur ist natürlich nicht jedes Jahr notwendig. Die Teilungsintervalle richten sich nach dem Wuchsverhalten und der Lebensdauer der Stauden. Mädchenauge oder Kokardenblume etwa gelten als kurzlebig und sollten alle vier bis sechs Jahre geteilt werden. Für Sonnenhut oder Sonnenbraut ist das nur alle acht bis zehn Jahre notwendig.
Wenn Sie die Stauden richtig geteilt haben und sie gut angewachsen sind, werden diese im neuen Jahr kräftig blühen und Sie können Ihren wundervollen Garten genießen.