Alles eine Frage der Struktur
Besonders in der vierten Jahreszeit kommen die immergrünen Stars erst so richtig zur Geltung. Durch sie lässt sich der Traum vom ganzjährigen Paradies rasch realisieren, denn die meisten Nadel- und einige Laubgehölze behalten ihr Blattwerk im Sommer wie im Winter. Laubgehölze wirken unter den Immergrünen am lebendigsten und werden zu reizvollen Blickfängen, da sie außer den sattgrünen Blättern oft auch Blüten und Früchte tragen. Mit Raureif überzuckerte Früchte und mit Eiskristallen überzogene Blätter lassen malerische Gartenbilder entstehen. In der Tat treten im Winter genau die Elemente eines Gartens hervor, die Fans klarer Formen schätzen. An die Stelle verspielter Blumenfülle gesellen sich klare Sichtachsen, die dem Auge des Betrachters Halt und Orientierung bieten.
Schneekönige: Ihr Grün hat viele Farben
Auch wenn sich der Garten jetzt wie von selbst verändert, kann man durch eine gezielte Pflanzenwahl und Gestaltung die winterlichen Enthüllungen fantasievoll planen. Typische immergrüne Gehölze, wie Eibe, Buchsbaum und Efeu schaffen monochrome Kontraste zum braun-grauen jahreszeitlich bedingten Vergehen. Doch wer nicht nur auf Grün steht, der setzt auf Immergrüne mit grün-gelben, silbriggrauen oder cremeweißen Blattschattierungen. Leicht bläulich schimmern dagegen die Blätter vieler Ilex-Exemplare. Und während sich die buntlaubige Ölweide als mehrfarbiges Schmuckstück entpuppt, zeigt sich die wintergelbe Zwergbergkiefer als besonderer Verwandlungskünstler. Denn ihre Nadeln sind im Sommer grün und leuchten während der Winterzeit von goldgelb bis kupferfarben.