Zu unterscheiden sind beheizbare und nicht beheizbare Gewächshäuser. In nicht beheizbaren Gewächshäusern bietet es sich an, mit einem Bodenthermometer zu arbeiten und gegebenenfalls Heizplatten aufzustellen. Wer auf Heizplatten verzichten möchte, kann zu Vlies-, Folienabdeckungen oder Folientunneln greifen, um die Samen in den kalten Monaten vor Frost zu schützen. In einem beheizten Gewächshaus werden keine Heizplatten benötigt, man muss nur darauf achten, dass die Temperatur um die 20 °C beträgt.
Bevor mit der Aussaat begonnen wird, sollte das Gewächshaus auf Vordermann gebracht werden. Der Boden muss für die Samen vorbereitet werden. Entfernen Sie dazu alle Unkräuter und lockern Sie den Boden auf. Um einen nährstoffreichen Boden zu bekommen, kann etwas Komposterde untergemischt werden. Ist dies getan, können die Samen eingesetzt werden.
Bei der Saat sollte auf ausreichend und gleichmäßigen Abstand geachtet werden, damit die Pflanzen nach nächtlicher Taubildung oder auch nach dem Gießen gut abtrocknen können. Ein Abstand von 10 bis 15 cm ist ausreichend.
Wenn die Sonne scheint, kann es tagsüber sehr warm in den Gewächshäusern werden. Die warme Luft nimmt viel Feuchtigkeit auf und gibt sie abends über Tropfen wieder ab. Die Tropfen fallen permanent auf die Pflanzen, was zu Fäulnis führen kann. Durch ausreichende Lüftung kann daher der Kondensationsbildung sowie Spannungsrissen in den Stängeln entgegengewirkt werden. Regelmäßiges Lüften des Gewächshauses beeinflusst ebenso das gesamte Kleinklima. Zudem werden die Pflanzen, die später ins Freiland kommen, so abgehärtet. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass die kalte Luft nicht direkt auf die empfindlichen Pflanzen trifft.
Welche Samen eignen sich für welches Gewächshaus?
Für ein beheizbares Gewächshaus:
Anfang bis Ende Januar:
Kohlrabi, Paprika, Radieschen, Rettich, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Gurken, Tomaten
Ende Januar:
Rot- & Weißkohl, Schnittsalat
Für ein nicht beheizbares Gewächshaus:
Anfang/Ende Januar:
Mangold, Pflücksalat