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10 Gartentipps für Juni

Gartenmagazin
Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Worauf Sie im Monat Juni achten sollten, erfahren Sie hier.

Die top ten, von A - Z

Aussaaten ausbringen:
Mit dem Juni kommt die zweite Jahreshälfte des Gartenjahres in Sicht. Jetzt ist die Zeit der Aussaat erster Herbstgemüse, wie Grünkohl, Chinakohl und Endivien. Chinakohl nicht zu früh sähen. Auch Zweijahresblumen für die Blüte im kommenden Frühjahr, wie Bellis, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen, werden im Juni gesät. Desgleichen Zweijährige Gartenkräuter, wie Kümmel.

Blumenzwiebeln übersommern:
Die Frühjahrsblüher haben inzwischen Kraft für das nächste Gartenjahr getankt und ihre neuen Blüten angelegt. Jetzt ziehen sie das Laub ein. Wo das welk geworden ist und optisch stört, entfernen Sie es. Nun können Sie die Zwiebeln erforderlichenfalls aufnehmen, säubern und sie trocken, dunkel und kellerkühl lagern, um sie ab September an passenderer Stelle neu zu pflanzen.

Bodendeckerrosen stutzen:
Üblicherweise werden Beet- und Edelrosen nach der Blüte Pflanze für Pflanze zurückgeschnitten. Für Bodendeckerrosen (die jetzt Kleinstrauchrosen heißen) ist das zu aufwändig. Wenn sie Ende Juni ihre Blühpause erreichen, schneidet man ihren abgeblühten Flor einfach flächendeckend mit der Heckenschere zurück - sofern man nicht doch lieber im Herbst rot leuchtenden Hagebuttenschmuck an ihnen haben mag.

Formgehölze schneiden:
Pflanzen die zu strengen Formen (wie Pyramiden oder Kugeln) gestaltet sind, erhalten noch vor Monatsende einen Pflegeschnitt. Dabei wird der Jungtrieb auf das erforderliche Maß der Pflanzenform zurückgeschnitten.

Gartenparty aufpeppen:
Lust auf Rosenbowle? Man nehme reichlich 70 Gramm sanft durchwalkte, stark duftende Rosenblütenblätter und mariniere sie in einem dicht verschlossenen Gefäß bei Zimmertemperatur 24 Stunden lang im Saft zweier Zitronen und zweier Esslöffel Weinbrand. Währenddessen ab und zu umrühren, damit die Petalen vom Sud überzogen bleiben und sich kein Welke-Geschmack einstellt. Anschließend die Blütenblätter abseihen und dabei leicht pressen. Den Ansatz mit +/- 250 Gramm weißem Zucker süßen und unter Rühren (Zucker auflösen) mit zwei Liter gekühlter Flüssigkeit auffüllen. Diese kann Mineralwasser sein, um alkoholfrei zu bleiben. Klassiker aber, ist der Aufguss zur Bowle mit spritzigem Riesling und / oder Rieslingsekt. Am edelsten ist dabei flaschenvergorener Rieslingsekt - weich am Gaumen, mit feiner Moussage. Erforderlichenfalls nachsüßen. Wer besonders schwere Düfte und Aromen schätzt, probiert die Rezeptur mit kräftigem Gewürztraminer und kann dann die Bowle, falsch zu üppig geraten, á la Schorle auf passenden Geschmack verdünnen. Garnieren der Gläser mit Zuckerrand, (Rosen)Blütenblättern, Limettenscheiben.

Johannisbeeren retten:
Ab Ende Juni reifen die Johannisbeeren. Im letzten Jahr wurden die Leckerbeeren besonders stark und geradezu in Blitzaktionen von Amseln, Drosseln und Staren geplündert. Wer das heuer verhindern möchte, bindet die Sträucher besser in Vogelschutznetze ein. Aber Achtung: Die Vögel dringen oft von unten her in die Netze ein und finden dann den Ausgang nicht mehr. In der "heißen Phase" daher zweimal täglich kontrollieren!

Kompost unkrautfrei halten:
Rasenmähgut sollte nur dann kompostiert werden, wenn es frei von Unkrautsamen ist. Um sicher zu gehen dass Unkrautblüten keine Samen angesetzt haben, sind enge Mähintervalle erforderlich.

Stechmücken verhindern:
Der Juni ist der niederschlagreichste Monat des Jahres. Wo jetzt Gefäße aller Art herumstehen, kann sich darin Regenwasser sammeln - ideales Terrain für Stechmücken, um darin ihre Eier abzulegen. Kontrollieren Sie Ihren Garten jetzt auf solche Brutstätten und leeren Sie sie rechtzeitig aus. Wo sich schon Mückenlarven tummeln: Ihre Gartenteichfische freuen sich über eine Extramahlzeit!

Stecklinge schneiden:
Wer einen grünen Daumen besitzt, kann die Spitzen der Jungtriebe zahlreicher Ziersträucher (z.B. Forsythien, Hortensien, Potentilla) um die Zeit der Monatsmitte dazu nutzen, davon Stecklinge zu schneiden. Stecklingsreif ist der Trieb, wenn er am unteren Ende fest wird, aber noch nicht verholzt ist - dann bildet er am leichtesten Wurzeln.

Wassertonnen absichern:
Sommerzeit - Zeit der Kinderspiele. Wo jetzt Regentonnen an Fallrohre angeschlossen sind oder aber andere Möglichkeiten der Brauchwassergewinnung im Garten installiert sind muss darauf geachtet werden, dass sie kindersicher sind. Regentonnen beispielsweise, müssen mit einem dicht schließenden Deckel versehen sein, dass Kinder nicht versehentlich hineinfallen und darin ertrinken können.