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Balkon-Salat: So pflanzt du dein eigenes Grüngemüse

Gartenmagazin

Wenn du möchtest, dass es auf deinem Balkon grünt, dann solltest du Salat pflanzen. Es gibt unzählige Arten mit krausen, glatten oder gezackten Köpfen, die deinen Balkon dekorieren – fast zu schön, um sie zu essen!

Eisbergsalat, Feldsalat, Romanasalat,… das Grün ist dir sicherlich schon einmal im Supermarkt oder auf dem Teller begegnet. Doch wie sieht es aus mit der zartgezackten Kanarienzunge, dem spitzen Teufelsohr oder dem rotgetupften Forellenschluss? Auch hinter diesen Namen verbergen sich Salate, die besonders köstlich schmecken.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die richtige Zeit, um Salat zu pflanzen, ist das Frühjahr. Es gibt auch Arten, die du später setzen kannst, darauf gehen wir weiter unten ein. Kopf- und Pflücksalate werden als Erstes gesät. Damit sie zu keimen beginnen, benötigen sie Temperaturen zwischen zwölf und sechszehn Grad. Sollten die wärmeren Tage zum Winterende beziehungsweise Frühlingsanfang etwas auf sich warten lassen, dann verschiebe dein grünes Projekt entsprechend nach hinten. Ansonsten wird sich bei deiner Saat nichts tun, außer dass sie verfault oder sehr zögerlich wächst. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Samen auf der Fensterbank vorzuziehen und danach auf den Balkon zu pflanzen.

Balkon-Salat: Der richtige Standort

Weiterhin kommt es auf den richtigen Standort an. Pflücksalate etwa bevorzugen einen hellen Platz. Ein Balkon mit nördlicher Ausrichtung käme damit nicht infrage, da dieser vollschattig ist. Hitze mag das Grüngemüse allerdings ebenso wenig. Dann wird es schnell zäh und schießt. Salat kannst du sowohl in Balkonkästen als auch in Töpfen ziehen. Praktisch: Die Gefäße lassen sich am idealen Standort positionieren.

Samen kaufen: Darauf kommt es an

Die Salatköpfe wachsen natürlich nicht von Zauberhand auf deinem Balkon. Samen verschiedener Sorten kannst du im gut sortierten Fachhandel kaufen, aber auch in so manchem Supermarkt. Im späten Frühjahr werden außerdem Setzlinge verkauft. Das Angebot ist jedoch beschränkt. Noch ein Vorteil der Saat: Die Packung enthält um die 100 Samen, mal mehr, mal weniger. Damit hast du reichlich Körner in der Hand, die du fast über das ganze Jahr nachsäen kannst.
Balcony Salad

Salat pflanzen: So gehst du dabei vor

Ob du dich für einen Kasten oder ein anderes Gefäß entscheidest, ist egal. Wichtig ist aber, dass du behutsam vorgehst. Streue die Samen gleichmäßig auf die lockere Gemüseerde. Der genaue Abstand zwischen den Pflanzen variiert je nach Sorte – üblich sind 20 bis 30 Zentimeter. Der Salat verzeiht dir aber auch, wenn du ihn enger säst. Drücke die Samen leicht mit einem kleinen Brett an. Tiefer solltest du sie nicht säen, da Salate zu den Lichtkeimern gehören.

Merke: Bedecke die Samen stets nur mit einer dünnen Erdschicht. Diese schützt die Samen vor dem Austrocknen. Nicht minder wichtig zum grünen Lebensstart ist außerdem regelmäßige Feuchtigkeit. Damit die Samen beim Gießen jedoch nicht abgeschwemmt werden, sollte der Wasserstrahl fein und weich sein. Übertreibe es nicht mit dem Wässern. Feucht ist nicht gleichbedeutend mit nass. Bei Staunässe besteht die Gefahr von Fäulnis. Tipp: Für ein gleichmäßiges Keimen der Samen im Topf, decke diese bis zum Auflaufen mit Folie ab.

Vier bis sechs Wochen – so lange dauert es in etwa, bis du die ersten Blätter eines Pflücksalats ernten kannst. Schneide die äußeren Blätter mit einer sauberen Schere ab. Pass dabei auf, das Herz der Pflanze nicht zu verletzen. Auf diese Weise wachsen laufend neue Blätter nach und du kommst wochenlang in den Genuss des Grüns.

Leckere Sorten: Von Maiwunder bis Teufelsohr

Welche Sorte darf es sein? Denn davon gibt es viele. Wie wäre es beispielsweise mit Maikönig, Neckarriesen oder Maiwunder? Das nach Bilderbuchsalat anmutende Grün trägt seine weichen Blätter typischerweise in dicken Kugeln. Sein Äußeres finden viele langweilig, doch sind seine Blätter direkt nach der Ernte butterzart. Weiterhin ist er als Frühlings- und Sommersaat erhältlich. Erstere säst du im April. Die Sommersalate von Mai bis Juli. Nach eineinhalb Monaten sind die Jungpflanzen ausgewachsen.

Du hast noch nicht genug von den Kopfsalaten? Dann probiere die Sorten Till, Kanarienzunge oder Red Salad Bowl. Diese kannst du bis weit in den Sommer säen und genießen. Wenn du deinen Salat großköpfig und mit knackigen Blättern am liebsten magst, dann sind zum Beispiel Reine des Glaces oder Rouge Grenobloise eine gute Wahl. Sie werden im Mai und Juni gesät. Für den Winteranbau ist das Grün nicht geeignet, da es nicht frosthart ist. Anders der Fall bei Feldsalat und Winterportulak. Die grazilen und vitaminreichen Pflanzen, die du blattweise oder als Ganzes speisen kannst, werden erst von August bis September gesät. Ihre Ernte erfolgt im Winter oder Frühling.

Vom Teufelsohr und Forellenschluss war bereits die Rede. Sie bilden attraktive lockere Köpfe aus, die sich aus langen festen Blättern zusammensetzen. Die Sorten solltest du im Mai oder Juni aussäen. Wenn du einen Salat mit lockeren Blattrosetten pflanzen möchtest, dann dürften die Sorten Australischer Gelber, Ochsenzunge oder Amerikanischer Brauner interessant für dich sein. Das Grün wird Blatt für Blatt geerntet, während das Herz im Beet verbleibt. So wachsen die Blätter wochenlang nach. Wenn die Blattrosetten Blüten bilden, ist es an der Zeit, die Blätter ganz zu essen. Die Sorten kannst du bis in den Spätsommer säen.