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22.04. 2013

51 Prozent der 18 bis 25-Jährigen sind bereit abseits von Unterhaltungsmöglichkeiten zu wohnen, um der Natur näher zu sein

Da Städte immer dichter besiedelt sind, drängen immer mehr Stadtbewohner auf die wenigen vorhandenen Grünflächen. Auch die Distanz zur freien Natur wird zusehends größer. Kinder verbringen weniger Zeit in Wäldern und Parkanlagen als ihre Eltern in ihrer Kindheit. In den letzten fünf Jahren wurde weltweit immer weniger Zeit in der Natur verbracht. Dem Global Green Space Report der Husqvarna Group zufolge sind erste Reaktionen auf derartige Entwicklungen erkennbar: Besonders junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sind bereit, Freunde und Unterhaltungsangebote hinten anzustellen, um mehr Zeit in der Natur verbringen zu können.

Die Husqvarna Group, der weltweit größte Hersteller von Motorgeräten für Forstwirtschaft, Landschaftspflege und Garten, hat in neun Ländern eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, welchen Bezug Menschen zu Wäldern, Parkanlagen und Gärten haben. Die Ergebnisse der Studie sind im Global Green Space Report 2013 zusammengefasst. Befragt wurden insgesamt 4.500 Personen in Deutschland, Schweden, China, Russland, USA, Kanada, Australien, Polen und Frankreich. In Deutschland nahmen 530 Menschen an der Umfrage teil.

44 Prozent der 18 bis 25-Jährigen, die in der Studie der Husqvarna Group befragt wurden, gaben an, dass ihre Aufenthalte im Wald in den letzten fünf Jahren stark gesunken sind. Ähnliches stellten 30 Prozent der gleichen Altersgruppe in Bezug auf Parkanlagen fest. 38 Prozent sind unzufrieden mit dieser Entwicklung, glauben jedoch, dass äußere Umstände, die sie selbst nicht beeinflussen können, dafür verantwortlich sind. Im Vergleich dazu sind es in Deutschland sogar 53 Prozent der Befragten, die weniger Zeit in Wäldern und in Parkanlagen verbringen als noch vor fünf Jahren. Diese Entwicklung sehen fast genauso viele als bedauerlich an.

Für junge Erwachsene sind lange Wege zur Natur das Problem

Die Ursachen dafür, dass die Anzahl der Aufenthalte im Grünen in den letzten fünf Jahren stark gesunken ist, sind in erster Linie die große Entfernung zu Grünanlagen, dicht gefolgt von Zeitmangel aufgrund der langen Arbeitszeiten. Als dritthäufigsten Grund nannten die Befragten den fehlenden Zugang zu einem Auto. Fast ein Drittel der Deutschen gibt als Grund die hohe Arbeitsbelastung an.

„Mit unseren Marken Husqvarna, Gardena und McCulloch stellen wir Produkte her, mit denen sich Grünflächen wie Wälder, Parkanlagen und Gärten leichter pflegen lassen. Für uns ist es daher sehr wichtig, die Einstellung der Menschen zur Natur, zu verstehen und nachzuvollziehen, warum sie immer weniger Zeit im Grünen verbringen. In der diesjährigen Studie zeichnet sich ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen „Grün“ und „Grau“ im Leben der Befragten ab, aber wir sehen auch, dass viele der Befragten dieses Verhalten ändern möchten“, sagt Heribert Wettels von Husqvarna Deutschland.

Junge Erwachsene sind bereit, Unterhaltungsmöglichkeiten für mehr Zeit im Grünen hinten anzustellen

Die Tatsache, dass junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren weniger Zeit in Wäldern und Parks verbringen, bedeutet nicht, dass der Wunsch nicht da ist. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten dieser Altersgruppe wäre sogar bereit, abseits von Unterhaltungsangeboten zu wohnen, um näher an der Natur zu sein. Ganze 37 Prozent würden zur Arbeit pendeln und immerhin ein Fünftel der Befragten würde sogar den Kontakt zu Freunden hinten anstellen, um im Alltag mehr Zeit im Grünen verbringen zu können. Dagegen sind jedoch nur 10 Prozent bereit, höhere Steuern zu zahlen, um nah an der Natur zu leben. In Deutschland hingegen sind 41 Prozent der Befragten aller Altersgruppen dazu bereit, abseits von Unterhaltungsangeboten zu wohnen. 28 Prozent würden einen weiteren Arbeitsweg, 15 Prozent würden eine größere Distanz zu Freunden und nur 5 Prozent würden eine höhere Steuerbelastung dafür in Kauf nehmen.

Berufe im Garten- und Landschaftsbau hoch angesehen

Dass Grünflächen bei jungen Erwachsenen immer größeren Anklang finden, zeigte sich auch bei der Frage nach besonders angesehenen Berufen. Bei 29 Prozent der Befragten zwischen 18 und 25 Jahren genießt der Beruf des Gärtners hohes Ansehen. Bei den 26-45-Jährigen gaben dies im Vergleich nur 21 Prozent an, und sogar nur jeweils 14 Prozent der Befragten zwischen 46 und 65 Jahren und über 66 sind dieser Ansicht. Für junge Erwachsene ist der Beruf des Gärtners jedoch mit mehr Prestige verbunden als der Beruf des Börsenmaklers, Journalisten oder Lehrers. Und wenn sie die Möglichkeit hätten, ihre Berufswahl noch einmal zu treffen, würden sich 27 Prozent der Befragten für den Beruf des Landschaftsarchitekten entscheiden.

Der Global Green Space Report der Husqvarna Group

Insgesamt wurden im Rahmen des Global Green Space Report der Husqvarna Group 4.676 Interviews in neun Ländern durchgeführt, davon 530 in Deutschland. Als Befragungsmethode wurde der Online-Fragebogen eingesetzt, der per E-Mail an die Teilnehmer verschickt wurde. Als Zielgruppe wurde für jedes Land die breite Öffentlichkeit ab 18 Jahren ausgewählt. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 9. bis 22. November 2012 durchgeführt.