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Wie unterscheiden sich Winterschlaf und Winterruhe?

Winter – die Tage sind kürzer und die Nächte länger. Da bietet es sich ja geradezu an, mehr zu schlafen. Und tatsächlich haben viele Bewohner von Wald und Garten in dieser Jahreszeit einen erhöhten Schlafbedarf. Manche Arten würden diese Zeit ohne ihren Winterschlaf gar nicht überleben und andere gönnen sich einfach mehr Ruhe – die sogenannte Winterruhe. Winterschlaf und Winterruhe haben zwar viele Gemeinsamkeiten, dennoch gibt es grundlegende Unterschiede.

Die Winterruhe

Die Bäume und Sträucher tragen keine Früchte, die Wiesen sind mit Schnee bedeckt, somit ist es schwer Nahrung zu finden. Das Eichhörnchen, eines der winterruhenden Tiere, hat für den Hunger schon vorgesorgt und im Herbst Nüsse und Eicheln vergraben. Bricht der Winter an, so gönnt sich das Eichhörnchen viel mehr Ruhe. Es schläft sehr viel, wacht aber auch des Öfteren auf und stillt seinen Hunger an den versteckten Vorräten. Der viele Schlaf schont die Energiereserven der winterruhenden Tiere. Während der Winterruhe wird die Körpertemperatur gesenkt, denn das hilft, nicht soviel Energie zu verbrennen – und die Tiere brauchen weniger Nahrung.

Der Winterschlaf

Das ist bei den Winterschläfern sehr ähnlich, auch sie fahren ihre Körperfunktionen zurück, jedoch in einem weitaus größeren Ausmaß: Die Körpertemperatur kann um bis zu 80 % reduziert werden. Hinzu kommt, dass die Vorbereitung eine intensivere ist. Da die Tiere viel längere Schlafphasen haben, nur selten aufwachen und noch seltener Nahrung zu sich nehmen, fressen sie sich während des Herbstes ein dickes Fettpolster an, welches sie während des Winterschlafes mit Energie versorgt. Kurz vor dem Schlaf werden die Winterquartiere eingerichtet. Mit Fell, Stroh, Wolle oder anderen wärmenden Materialien werden hohle Baumstümpfe, Erdlöcher oder Ähnliches ausgekleidet. Oft verbringen mehrere Tiere gemeinsam die kalten Monate in einem solchen Quartier. Die Zeiten des Winterschlafes können, von Art zu Art, sehr unterschiedlich sein. Während der Igel eine dreimonatige Pause einlegt, macht der Siebenschläfer, wie sein Name schon sagt, ganze sieben Monate Pause.
Eine innere Uhr und die Frühjahrssignale der Natur sagen den Tieren, wann sie wieder aufstehen müssen und aktiv werden können – jetzt gibt es wieder Nahrung. Ist ein Tier einmal aufgewacht so muss es wieder seine normale Körpertemperatur erreichen. Das geschieht einerseits mit Hilfe der restlichen Fettreserven und andererseits mit Muskelzucken – die Tiere zittern sich warm. Und ein neues Jahr, mit neuen Herausforderungen und Erlebnissen, kann beginnen!

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