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Schon im Winter für einen blühenden Garten sorgen

Es ist mitten im Winter und für den leidenschaftlichen Hobbygärtner gibt es nicht viel zu tun in seinem Gartenreich. Wer aber auch in dieser Zeit nicht auf Gärtnerarbeiten verzichten möchte, kann sich einer schönen Aufgabe widmen - dem Säen.

Bereits im Januar können einige Gemüsesorten, wie beispielsweise Wirsing, Blumenkohl oder Kopfsalat, unter Glas ausgesät werden. Wenn man noch alte Gemüsesamen zu Hause hat, sollte man diese nur bei glattschaligem Gemüse verwenden und unbedingt vorher einen Keimtest durchführen. Dazu feuchtet man einfach ein Löschblatt oder ein Küchentuch an, streut ein paar Samen darauf aus und beobachtet, ob die Samen nach einiger Zeit austreiben.

Voraussetzungen zur Vorsaat

Auch einige Sommerblumen können schon vorgesät werden. Wer Geranien oder Fleißige Lieschen selber ziehen möchte, sollte jetzt schon damit anfangen. Beachten Sie aber, dass für die Eigenaufzucht der Frühjahrsbepflanzung Kulturräume wie Wintergärten, Gewächshaus oder ausreichend warme Fensterplätze benötigt werden. Ist zu wenig Platz vorhanden, überlassen Sie die Aufzucht von Gemüse- und Balkonpflanzen lieber dem Profi.

Das wohl größte Problem bei der Eigenaufzucht ist das zu dieser Jahreszeit fehlende Tages-/Sonnenlicht. Dies kann zu schlechter Pflanzenqualität und übermäßigem Längenwachstum führen. Feines Saatgut oder Lichtkeimer dürfen nicht abgedeckt werden und brauchen noch mehr Aufmerksamkeit als grobes Saatgut. Um nicht zu dicht auszusäen, empfiehlt es sich, das feine Saatgut mit etwas Sand zu vermischen. Die optimale Keimtemperatur liegt hier zwischen 14 und 18°C. Bitte achten Sie darauf, dass ausreichend Licht und Luft vorhanden ist. Wenn die Keimblätter entwickelt sind und man schon das erste Laubblatt sehen kann, sollten zu dicht stehende Keimling auf größere Abstände verpflanzt werden.

Die Aufzucht von Kaltkeimern

Richtig kalt mögen es die Samen von sogenannten Kaltkeimern wie beispielsweise Christrose, Phlox, Eisenhut oder Enzian. Diese müssen eine Kältephase durchmachen, damit alle keimhemmenden Stoffe abgebaut werden können. Auch einige hier beheimateten Gehölze wie Rosen gehören dazu. Man nutzt am besten die kalten Januartage um Anzuchterde auszusäen. Allerdings sollte man die Keimlinge erst 2 bis 4 Wochen auf der warmen Fensterbank stehen lassen, bevor man sie unter Stauden aussät. Sie werden dann ca. 6 bis 8 Wochen einer Temperatur von 0 bis 5 °C ausgesetzt. Zu den Problemen bei der Aufzucht gehört auch hier die oftmals nicht ausreichende Lichtmenge. Zudem besteht die Gefahr, dass Vögel gerade im Winter darauf aus sind, die Samenkörnchen aus der Erde zu picken. Beachten Sie nach dem Aussetzen, dass die Erde nicht austrocknet. Viel gießen ist ein Muss.

Vermehren durch Ableger

Eine weitere Möglichkeit der Pflanzenvermehrung ist das vegetative Vermehren, also durch das Abschneiden und Wiedereinsetzten von Ablegern wie beispielsweise Steckhölzern. Zu den einfachen Arten, die ein gutes Gelingen bei der Aufzucht versprechen, gehören unter anderem Weiden, Zierjohannisbeere oder Kletterrosen. Man schneidet von den Gehölzen ca. 30 cm lange Triebe ab und setzt diese bis etwa zu 2/3 der Länge in eine Rille im Boden ein. Der Boden sollte dafür noch oder schon wieder offen sein. Die Hohlräume am besten mit einem Erde-Sand-Gemisch füllen und alles gut festtreten.

Wurzelvermehrung

Stauden wie Japananemone oder Königskerze werden über Wurzelschnittlinge vermehrt. Der beste Monat für diese Vermehrungsmethode ist der Januar. Voraussetzung ist, dass man bereits an die Wurzeln herankommt. Dann schneidet man etwa 5 cm lange Wurzelstücke ab und setzt diese in einen Topf mit einem Sand-Torf-Gemisch. Dabei ist es wichtig, die Wurzel wieder so einzusetzen, wie sie zuvor in der Erde war. Damit Oben und Unten nicht verwechselt werden, kann man eine Seite schräg und eine Seite gerade abschneiden. Die Töpfe sollten anschließend in frostfreier aber kalter Umgebung aufbewahrt werden. Vergessen Sie das regelmäßige Gießen nicht! Wenn die Schnittlinge angehen und im Frühjahr ausgetrieben haben, kann jede Pflanze in einen eigenen Topf umziehen, um genug Platz für sich zu haben und ungestört weiter wachsen zu können.

Das Schöne an der Pflanzenvermehrung ist nicht nur das Säen allein, sondern viel mehr das, was diesem folgt. Jeder Gartenliebhaber freut sich über Blüten, die im Frühling anfangen zu blühen, aber doppelt so groß wird die Freude sein, wenn man eine Pflanze selbst angepflanzt und sich um ihre Aufzucht gekümmert hat.

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