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Rückschnitt von Hecken und Gehölzen

Zu den ersten Aktivitäten im Gartenjahr gehört das Beschneiden der Gehölze. Ob Hecken, Sträucher oder Bäume - das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt den Form- und Rückschnitt von Gehölzen, einschließlich Gartengehölzen, ausschließlich für die Zeit von Oktober bis Februar. Vom 1. März bis 30. September haben Gehölze gleichsam "Schonzeit".

Fachgerechter Rückschnitt

Beim Rückschnitt der Gehölze wird unterschieden zwischen: 

• „auf den Stock setzen“,
• selektives Zurückschneiden 
• Form- und Pflegeschnitt

1. „Auf den Stock setzen“:

Hierbei werden die Gehölze handbreit bis etwa 20 cm über dem Boden abgesägt und treiben später wieder aus. Aus Rücksicht auf die Tierwelt sollte aber nie mehr als 1/3 einer Heckenlänge so stark zurückgeschnitten werden, da ihre Bewohner sonst mit einem Schlag heimatlos werden würden. 

Diese Maßnahme darf nur in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar durchgeführt werden!

2. Selektives Zurückschneiden:

Arten wie Holunder, Wildrosen, Haselnuss oder Schneeball, die sich mithilfe bodenbürtiger Jungtriebe selbst verjüngen, werden jetzt ausgelichtet. Dabei entfernt man zu dicht stehende, dicke, ältere Triebe und verschafft den dünnen jüngeren so mehr Platz.

Andere Arten die solche bodenbürtigen Jungtriebe nicht bilden, z. B. die Sträucher Weißdorn, Schwarzdorn, Kornelkirsche oder Faulbaum, aber auch Bäume (wie die Eberesche) lichten Sie aus, indem sie ebenfalls zu dicht stehende Triebe entfernen, zugleich aber die bestehenden sinnvoll einkürzen.

Um das optische Erscheinungsbild der Pflanze nicht zu beeinträchtigen: Achten Sie beim Schneiden stets darauf, dass Ihr Rückschnitt zwar das Gehölz auslichtet und seine Größe anpasst, er aber nicht die natürliche Wuchsform des Gehölzes zerstört.

Weil die Bäume und Sträucher typische natürliche Niststätten zahlreicher Gartenvögel sind, dürfen Rückschnittmaßnahmen an ihnen ebenfalls nur in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar durchgeführt werden!

3. Form- und Pflegeschnitte:

Hierbei wird nur frische Zuwachs des letzten Gartenjahres schonend zurückgeschnitten, um Hecken und einzelne Sträucher (z.B. Buchsbaumkugeln) in ihrer Form zu erhalten. 

Diese Maßnahme ist ganzjährig zugelassen unter der Voraussetzung, dass zum Zeitpunkt der Schnittmaßnahme keine Vögel in den betroffenen Pflanzen Nester bauen oder brüten!

Wohin mit dem Schnittgut?

In naturnahen Gärten bietet es sich an, aus dem Schnittgut einen ökologisch wertvollen Reisighaufen zu errichten, der z. B. Igeln und Vögeln Unterschlupf bieten kann.
Wem dies zu "unordentlich" ist, der kann das Schnittgut häckseln und es dem Kompost in immer wieder einmal kleinen Mengen beimengen oder das Häckselgut in Gartenbeeten als Mulchabdeckung verwenden. Kleine Mengen Schnittgut können Sie zerkleinern und in die Biotonne geben. Größere Mengen davon bringen Sie besser zur Grünabfallsammelstelle. 

Tipp: Legen Sie mithilfe Ihres Gehölzschnittguts doch mal eine Totholzhecke (eine so genannte Benjeshecke) an. Stapeln Sie das Schnittgut in einer Reihe und übereinander. Bald schon siedeln sich hier allerlei Kleintiere und Vögel an und es entsteht ein Refugium, in dessen Schutz krautige Pflanzen sowie Gehölze aufkeimen, welche dieses Refugium noch weiter beleben.

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