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Rasenfragen im Sommer

Rasen ist ein Sensibelchen. Grundvoraussetzung zu seinem Gedeihen: Er verlangt immer nach tiefgründig lockerem, gut belüftetem Boden, für optimale Durchwurzelung. Nur dann kann er vital gegen das Moos anwachsen, das im Schatten der Rasenhalme immer dann in Wachstumsvorteil gerät, wenn der Boden verdichtet ist, Wasser nicht rasch in den Untergrund versickert und der Boden nicht ausreichend gekalkt und gedüngt ist. Insofern: Bodenqualität, Vertikutieren, Kalken und vitalisierende (Herbst-)Düngung sind Eckpfeiler eines attraktiven Rasens, zusammen mit der Saatgutqualität – dazu später etwas mehr.

Lieber gründlich, als nur schnell

Gerade auf Problemböden (z.B. steinigen Böden) ist es entscheidend, vor der Aussaat von Rasen oder dem Verlegen von Rollrasen zuallererst optimale, tiefgründige feinkrümelige Bodenstrukturen zu schaffen. Steinige Böden erforderlichenfalls 10 bis 20 Zentimeter tief abziehen, tiefgründig lockern und mit neuem, rasengerechten Substrat auffüllen. Rasen ist allzu oft ein grünes Tuch, das seine eigenen Störfaktoren im Boden überdeckt: Schnell soll das Ergebnis sichtbar sein und möglichst preisgünstig die Lösung. Regelmäßig stellen sich nach mangelnder Sorgfalt dann die obligatorischen Rasenprobleme ein!

Doch auch bei optimaler Sorgfalt treten später, gleichsam „unterwegs“, Störfaktoren auf. Was lebt, hat auch Dynamik. So kann selbst der per Qualitätsnormen unkrautfrei gelieferte Rollrasen verunkrauten, weil Unkrautsamen zufliegen, an den Schuhsohlen haften oder von allerlei Tieren im Garten via Fell oder Federn eingetragen werden. Vertikutieren ist eine Form der Unkrautreduzierung, auch auf noch jungem, allerdings fest eingewurzeltem Rollrasen. Darüber hinaus helfen Rasenherbizide, gegen Rasen-Pilzerkrankungen Fungizide, sofern für den Hausgarten verfügbar. Bei Befall mit kurzfristig auftretenden Schwächeparasiten - wie dem Schneeschimmel - kann man üblicherweise auf Fungizideinsatz verzichten, da sich die Schadstellen ab Frühjahr in der Regel rasch verwachsen.

Praktische Fehler-Suchhilfe

Die Ursachen für „braune Stellen im Rasen“ müssen praktisch immer individuell betrachtet werden, denn vielfältig sind deren mögliche Ursachen. Hilfreich ist dann ein zielführendes Suchraster: Gab es an der Schadstelle ein Zuviel / Zuwenig (z.B. Wasser, Dünger)? Finden sich Krankheiten/Schädlinge (wie Rasenpilzerkrankungen, Larven an den Graswurzeln)? Gab es schadverursachende Sondereinflüsse (wie Betreten der Rasenfläche bei Schnee, urinierende Tiere, ausgeschüttetes Irgendwas)?

Rasensaatgut – gut zu wissen

Rasensaatgut ist nicht gleich Rasensaatgut. Immer ist es eine Mischung aus verschiedenen Gräsern mit verschiedenen Wachstumseigenschaften und Anforderungen an die jeweilige Wachstumssituation. Deswegen gibt es passendes Rasensaatgut (Regel-Saatgut-Mischung [RSM]) für unterschiedliche Anforderungen an die Rasenverwendung (wie Zier-, Sport- und Spiel-, Golf-, Landschafts-, Flughafenrasen u.v.m.). Nur: Kaum ein Rasenbesitzer liest und versteht die Angaben zur Saatgutzusammensetzung auf der Samentüte und wundert sich, dass seine ausgesäte „Berliner Tiergarten-Mischung“ niemals einen dichten Rasen bilden wird. Das gibt diese Mischung gar nicht her!

Für vertieft Interessierte

Je genauer Ihr Landschaftsgärtner Sie in dieser leider wirklich komplexen Sache beraten kann, desto eher sind sie bei einem wirklichen Rasenfachmann gelandet. Wenn Sie sich zum Thema Rasensaatgut fachlich einlesen möchten: http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenbasis/rasen_mischungen.php 
 
Wer in Rasenthemen zielführend stöbern mag, dem sei die Website der Deutschen Rasengesellschaft e.V. zur Lektüre empfohlen. Die eigentlich an den Rasen-Profi gerichtete Seite bietet auch dem Gartenbesitzer etwas: http://www.rasengesellschaft.de/content/aktuelles/haeufige_fragen.php  

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