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Rasen von Unkraut befreien

Kleinere Unkrautbestände von z.B. Ehrenpreis oder Weißklee können Sie mit einem Handvertikutierer herauskratzen. Wenden Sie den häufig an, damit die Pflanzen so oft gestört und im Wachstum behindert werden, dass sie letzten Endes eingehen. Größere Flächen gehen Sie besser immer wieder einmal mit dem Vertikutierer an.

Anderes, wie Löwenzahn oder Gänseblümchen, stechen Sie mit einem Wurzelstecher oder einem alten Küchenmesser heraus. Mechanisch bringen Sie, wenn Sie am Ball bleiben, schon Vieles aus dem Rasen raus. Sie können, wenn es Ihnen wichtig ist, auch mit einem Herbizid gegen Rasenunkräuter vorgehen. 

Wenn ein Rasen völlig verunkrautet ist, dann haben sich die Wildkräuter gegen die Rasengräser durchgesetzt, weil sie im Wachstumsvorteil waren. Dann stimmt also etwas Grundlegendes nicht für die Rasenfläche. Oft sind es Bodenverdichtungen (Zeigerpflanze dazu ist der Breitwegerich), oft sind es fette, feuchte Böden (Zeigerpflanzen sind Gänseblümchen und Löwenzahn), aber auch sehr magere Böden (Zeigerpflanze Weißklee) und zu saure Böden (Zeigerpflanze Moos) treten häufig auf. Dann ist es zu überlegen, ob Sie diese Flächen nicht komplett einfräsen, für eine rasenfreundlichere Bodenstruktur sorgen und dann das Ganze neu einsäen bzw. mit Rollrasen belegen. Hier raten wir Ihnen aber zur Konsultation eines Landschaftsgärtners vor Ort, weil die fachliche Flächenbeurteilung nicht ohne Inaugenscheinnahme funktioniert.

Tipp: Es sollte gerade im Ernstfall und bei größeren Rasenflächen nicht irgendein Landschaftsgärtner sein, sondern einer, der nicht nur Natursteinmauern setzt und Schwimmteiche baut, sondern der profunde Erfahrungen im Rasenbau hat, z.B. ein Golfplatzbauer.

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