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Oh Weihnachtskaktus, oh Weihnachtskaktus

Tannenzweige, Christbaumkugeln und funkelnde Sterne – genug von der klassischen Weihnachtsdekoration? Viele Blumen legen während der kalten Jahreszeit eine Winterpause ein, nicht aber der Weihnachtskaktus, Schlumbergera. Wenn Sie zur Weihnachtszeit ein wenig Farbe in Ihr zu Hause bringen wollen, eignet sich dieser bestens, um die Wohnung zwar stimmungsvoll weihnachtlich, aber dennoch mal etwas anders zu dekorieren.

Farbenfrohe Weihnachten

Vielleicht ahnen Sie es ja schon, woher der Name Weihnachtskaktus kommt? Genau - weil er mit der richtigen Pflege pünktlich zu den Weihnachtstagen seine Blüten öffnet. Seine Wildform ist unsere kalten Temperaturen eigentlich gar nicht gewohnt, denn Frost haben die feuchten Küstenwälder Brasiliens, dem Herkunftsland des Weihnachtskaktus, gar nicht zu bieten. Dort findet man Schlumbergera, so nennen die Gärtner sie, als eine Aufsitzerpflanze in hohen Bäumen. Aufsitzer bedeutet, dass sie auf Ästen oder in angesammeltem Humus in Astgabeln wurzelt, nicht aber als ein Schmarotzer, der mit seinen Wurzeln Nährstoffe aus der Wirtspflanze zieht. Diese Wildform des Weihnachtskaktus gilt in ihrem Verbreitungsgebiet als inzwischen stark gefährdet. Die in unseren Wohnungen kultivierten Weihnachtskakteen sind üblicherweise Hybriden, also Farbzüchtungen der Ursprungsform. Mit dem passenden Pflegeprogramm gelingt es, ihre Blüten pünktlich an Weihnachten in einem kräftigen Rot bis Rosa, Weiß, Orange oder sogar Gelb zum Strahlen zu bringen.

Passende Standortwahl

Wohl fühlt sich die Schlumbergera im Haus an einem hellen bis halbschattigen Platz, wo sie Morgen- oder Abendsonne tanken kann. Zwar soll dieser Standort mit etwa 22 Grad warm sein und für „warme Füße“ sorgen, im austrocknenden Luftstrom über einer Heizung aber, gedeiht die hohe Luftfeuchte schätzende Schönheit aber nicht dauerhaft. Und: Es mag der Weihnachtskaktus zwar die warmen Sonnenstrahlen, dennoch möchte er ihnen nicht direkt ausgesetzt sein - ebenfalls, um nicht auszutrocknen. 

Wenn im Sommer die warme Mittagssonne durch das Fenster scheint, übersommern Sie den Topf mit der Pflanze am besten draußen, im warmen, lichten Schatten eines Gehölzes, von Garten oder Balkon. Sobald die Temperaturen draußen gegen Frühherbst dann unter die 10 °C-Marke fallen, holen Sie den Weihnachtskaktus wieder zurück ins Warme. Während der Knospen- und Blütezeit sollten Sie den Weihnachtskaktus dann aber strikt an seinem ihm einmal zugewiesenen Standort belassen, denn ein Standortwechsel kann leicht dazu führen, dass der Kaktus seine Knospen und Blüten abwirft.

Geeignetes Pflanzsubstrat

Bei der Wahl des Pflanzsubstrats berücksichtigen Sie, ob sich die Pflanze das ganze Jahr über in der Wohnung befindet oder im Sommer an die frische Luft kommt. Verlässt die Pflanze im Sommer die Wohnung nicht, kann als Pflanzsubtrat handelsübliche Kakteenerde verwendet werden. Blumenerde zu verwenden ist dann möglich, wenn Sie zwei Teile Blumenerde mit einem Teil Sand vermengen. Kommt Ihr Weihnachtskaktus dagegen im Sommer ins Freie, ist er durch den Regen einer größeren Wassermenge ausgesetzt. Damit dann im Pflanztopf und Substrat keine Staunässe entstehen kann, erhöhen Sie den Sandanteil Ihrer Blumenerde-Mischung auf das Mischungsverhältnis 1:1, damit sie noch durchlässiger wird. On für innen oder außen: Einen Teil des Sandes können Sie, wahlweise, durch Blähton ersetzen.

Richtig gießen und düngen

Bei Temperaturen über 20°C kann der Weihnachtskaktus durchgehend gegossen werden. Allerdings verträgt er keine Staunässe, wie viele andere Pflanzen auch. Deswegen entfernen Sie etwa 20 Minuten nach dem Gießen das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf, um Staunässe und die damit einhergehende Wurzelfäulnis zu verhindern. Bevor Sie erneut Wasser zugeben, sollte das Pflanzsubstrat leicht angetrocknet, der Wurzelballen aber dennoch fingerfeucht sein. Für Schlumbergera im Freien bedeutet all das, sie erforderlichenfalls etwa alle zwei bis drei Tage zu gießen. Für Weihnachtskakteen im Haus ist eine Wasserzugabe ein-, zweimal wöchentlich üblicherweise völlig ausreichend.
Da die Schlumbergera als eine sauren Humus liebende Dschungelpflanze Kalk nicht verträgt, gießen Sie sie am besten mit Regenwasser oder abgekochtem, kaltem Leitungswasser. Auf Grund seiner Herkunft aus dem Dschungel, können Sie die Pflanze auch häufiger mal mit Wasser besprühen. Damit der Weihnachtskaktus immer ausreichend Nährstoffe erhält, genügt es, ihn von März bis Anfang September sachte mit Flüssigdünger zu versorgen - halb so häufig und halbe Ration, wie vom Hersteller angegeben.

Blüte auf den Punkt

Damit nun, schlussendlich, der Weihnachtskaktus pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen blüht, müssen Sie ihm ab Anfang September eine etwa sechs Ruhepause gönnen. Reduzieren Sie ihre Wassergaben während dieser Zeit wirklich auf das nötigste - gerade so viel, dass die Pflanze nicht vertrocknet. Es genügt, wenn Sie sie dazu nur ab und zu mit einem Schluck Wasser versorgen, gerade so, dass die Kakteenglieder nicht zu schrumpeln beginnen. Ansonsten gilt es den Kaktus eher recht trocken zu halten. 

Zusätzlich dazu, benötigt die Schlumbergera jetzt kühlere Temperaturen, um die Blühphase einzuleiten. Bringen Sie sie dafür in eine mit rund 10 bis 17 °C kühlere Umgebung. Sobald sich dann nach Wochen die ersten Knospen zeigen und diese eine Länge von einem Zentimeter erreicht haben beginnen Sie damit, dem Weihnachtskaktus allmählich wieder mehr Wasser, aber keinen Dünger zu geben. Rücken Sie ihn nun auch an einen hellen Standort, bei normaler Zimmertemperatur. Und genießen Sie die sich nach und nach jetzt öffnende Blütenfülle, als eine natürliche, farbenfrohe Pflanzendeko, passend zum Weihnachtsfest.

Foto: © teresinagoia - fotolia

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