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Mit Rosenkrankheiten richtig umgehen

Wer kennt sie nicht, die „gefürchteten Drei“ im Rosenbeet: Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost? Was hat es damit auf sich? Wie vorbeugen, wie bekämpfen? Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Rosen schützen können.

Echter Mehltau

Mehltau

Der Echte Mehltau (Sphaeroteca pannosa var. rosae) an Rosen tritt besonders häufig ab Lufttemperaturen über 20 °C auf, die begleitet sind von Temperaturschwankungen wie beispielsweise kühlen Nächten. Er befällt die Blattoberseiten sowie junges Gewebe (Triebspitzen).

Quelle Foto: Kordes Rosen

Falscher Mehltau

Der Falsche Mehltau (Peronospora sparsa) an Rosen tritt besonders häufig in längeren Perioden feuchtwarmen Wetters (ebenfalls begleitet von solchen Temperaturschwankungen) auf – insgesamt verstärkt im Spätsommer. Er befällt vornehmlich die Blattunterseiten.

Quelle Foto: Kordes Rosen

Sternrußtau

Diplocarpon rosae tritt schon bei einer längeren Feuchteperiode (Tau kann schon reichen!), begleitet von mehreren kühlen Nächten in Folge, auf. Als Krankheitsbild zeigen die Rosenblätter schwarze, gelb gerahmte Flecken.

Rosenrost

Phragmidium mucronatum tritt auf in Zeiten (bzw. an Rosenstandorten mit) feuchtkühler Witterung. Entscheidend dabei ist, dass die Blätter längere Zeit mit einem Feuchtefilm überzogen sind. Zu erkennen ist der Rosenrost als orangerote Fläche auf der Blattoberseite. An der Unterseite hingegen finden Sie zunächst rötlich-ockerfarbene Pilzsporenlager.

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Rosenkrankheiten vorbeugen

Entscheidend sind passende Standort- und Sortenauswahl, dann spielt Krankheiten begünstigendes Wetter die geringere Rolle. Auch die Rosenpflege spielt hier mit hinein.

Der optimale Rosenstandort ist ein tiefgründiger, leicht alkalischer sandiger Lehm- oder lehmiger Sandboden. Er hat einen leichten Humusanteil und ist gut nährstoffversorgt, aber nicht überdüngt. Des Weiteren ist er nicht staunass oder kühl. Der Platz für Rosen ist sonnig und gut belüftet, Pflanzen trocknen hier nach Niederschlag schnell ab. Die Bepflanzdichte ist nicht zu üppig, die rahmenden Pflanzen lassen ebenfalls gute Standortbelüftung zu. Im Winter ist das optimale Rosenbeet geschützt vor Zugluft und Barfrösten, in Tallagen nicht in Kaltluftseen gelegen und es kann sich ab Anfang / Mitte März beizeiten erwärmen.

Bei der Sortenwahl achten Sie am besten auf gesund bleibende Sorten, so genannte ADR-Sorten (vgl. www.adr-rose.de , www.gartenrosen.de , www.noack-rosen.de).

Achten Sie bei ihrer Rosenpflege darauf, dass Sie die stark zehrenden Rosen dennoch nicht überdüngen – weiches Blattgewebe erleichtert den Pilzen die Besiedelung der Rose. Grobe Befallsherde von Echtem Mehltau können Sie herausschneiden, um den Befallsdruck zu senken. Aus demselben Grund entfernen Sie abgefallene, pilzbehaftete Blätter weitestgehend aus dem Bestand. Vor dem Winter entfernen Sie alles nicht ausgereifte, weiche Gewebe, ebenso wie alte Blütenknospen und Blüten an den Rosen.

Rosenkrankheiten effektiv bekämpfen

Mit handelsüblichen Fungiziden sind die Pilzkrankheiten im Rosenbeet allesamt gut zu bekämpfen. Beginnen Sie bei entsprechender Witterung (s. o.) frühzeitig mit dem Pflanzenschutz. Dabei auch Zweige und Boden gründlich benetzen. Wichtig: Von Anwendung zu Anwendung den Wirkstoff (also nicht allein das Präparat!) wechseln um zu verhindern, dass einzelne Pilzstämme Resistenzen gegen einen Wirkstoff entwickeln können. Als ein besonders umweltverträglicher Wirkstoff gegen Echten Mehltau gilt das Azoxystrobin.

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