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Köstliche Verarbeitungsideen für Ihr Obst

An den Obstgehölzen der heimischen Gärten hängen jetzt sonnengereifte Früchte. Sie leuchten in satten Farben und bereits beim Anblick der Früchte bekommen Sie Lust auf hausgemachte Marmeladen, Kuchen oder selbstgepressten Saft. Im Folgenden finden Sie Tipps und Tricks zur richtigen Einlagerung Ihres Obstes. Und lassen Sie sich von neuen Ideen inspirieren, wie sie selbst geerntete Früchte aus dem eigenen Garten jetzt in der Küche weiterverarbeiten können.

Erntezeit der späten Apfel- und Birnensorten

In den Monaten September und Oktober sind einige Apfel- und Birnensorten erntereif. „Cox Orange“ und „Elstar“ sind beispielsweise Apfelsorten, die schon Anfang September geerntet werden, „Jonagold“ Mitte September und „Boskoop“ gegen Ende des Monats. Eine der letzten zu erntenden Apfelsorten ist „Braeburn“, Anfang Oktober. Die Gegenstücke zu diesen Apfelsorten sind bei den Birnen beispielsweise Sorte „Harrow Sweet“, sie reift Anfang September und „Vereinsdechant“, die Anfang Oktober reift.

Ideale Lagerbedingungen

Der ideale Ort um Äpfel und Birnen zu lagern, sind kühle (1-3 Grad Celsius), frostfreie und luftfeuchte Räume. Wegen diesen Lageransprüchen werden die Früchte traditionell in unbeheizten Kellerräumen gelagert. Um die Früchte dort möglichst lange lagern zu können, folgende Tipps: Äpfel und Birnen auf in luftige Holzrosten bzw. Stellagen oder in Stiegen lagern. Legen Sie die Früchte auf einigen Seiten Zeitungspapier, damit sie weich liegen und keine Druckstellen bekommen, was Fäulnis nach sich zieht. Kontrollieren Sie das Obst wöchentlich auf Schadstellen und sortieren Sie befallenes Obst aus. In der Regel können Sie es, ähnlich Fallobst, noch verwerten. Sichten Sie gerade auch Obst in Stiegen und Kisten auf Schadstellen, da dieses Obst üblicherweise in mehreren Schichten übereinander gelagert wird, was Druckstellen speziell an sehr reifem Obst entstehen lässt. Fallobst, aber auch Früchte mit Frostschäden eignen sich von vornherein und auf gar keinen Fall zur Lagerung, da sie in kürzester Zeit zu faulen beginnen.

September ist auch Erntezeit für Pflaumen und Zwetschgen

Reif zum Ernten sind in den nächsten Wochen auch die späten Zwetschgen- und Pflaumensorten. Dazu gehören „Fellenberg“, „Valjevka“, „Hauszwetschge“ und „Elena“. Der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen liegt in der Form der Früchte. Pflaumen sind rundlich bis oval mit einer ausgeprägten Längsnaht und einem rundlich bauchigen Stein. Zwetschgen hingegen sind eher länglich-oval, etwas plattrund, mit spitzem Ende. Leider lassen sich Pflaumen und Zwetschgen nicht lange lagern. Somit kann man den puren Geschmack der geernteten Früchte auch nicht bis in den Winter hinein genießen. Den Geschmack von Zwetschgen und Pflaumen können Sie sich dennoch bewahren, indem Sie die Früchte zu feinen Köstlichkeiten weiterverarbeiten und dann durch z.B. Einkochen oder Einfrieren konservieren. Besonders gut eignen sich dazu Zwetschgensorten, deren Fruchtfleisch sich leicht vom Stein löst.

Köstliche Verarbeitungsideen - lassen Sie sich inspirieren

Im folgenden Abschnitt finden Sie einige Tipps und Anregungen für die Weiterverarbeitung Ihrer Früchte. Von getrockneten Früchten, über Marmelade bis hin zum frisch gepressten Saft ist für jeden Geschmack etwas dabei. Lassen Sie sich einfach inspirieren!

Die extravagante Vitaminbombe
Neben dem klassischen bedeckten Apfelkuchen, mit oder ohne Streusel, können Sie den Obstklassiker auch anders weiterverarbeiten. Haben Sie schon mal einen Apfel-Karottensaft mit Ingwer getestet? Diese Vitaminbombe ist besonders leicht mit einem Entsafter herzustellen. Hierzu müssen Sie die Äpfel lediglich gut waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Karotte schälen und auch stückeln. Um dem Saft eine besondere Note zu verleihen, geben Sie ein kleines Stück Ingwer hinzu und lassen alle Zutaten durch den Entsafter laufen. Schon kommen Sie in den Genuss des leckeren Erfrischungsgetränks!

Die Birne mal ganz anders
Auch die frisch geernteten Birnen können zu einem außergewöhnlichen Gericht verarbeitet werden. Gebratene Birnen mit Gorgonzola - das klingt im ersten Moment etwas befremdlich, aber der hocharomatische Käse in Kombination mit dem Obst, führt zu einem tollen Geschmackserlebnis. Zur Zubereitung die Birnen waschen, halbieren, schälen und entkernen. 1 EL Butter in einer Pfanne zerlassen, die Birnenhälften dazugeben und etwas anbraten. Um dem Ganzen etwas Süße zu verleihen, 1 EL Honig über die Birnen geben und ihn dabei gut verteilen. Die Birnen anschließend zum Garen etwa 10 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen geben. Um das Gericht zu vollenden, danach auf die angerichteten Birnen den zerkleinerten Gorgonzola streuen, leicht zerlaufen lassen und das Ganze noch warm genießen.

Der gesunde Snack für Zwischendurch
Sie können Apfel- oder Birnenringe selbst zubereiten. Dazu die Früchte gründlich säubern und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben solange im Backofen trocknen lassen, bis sie die gewünschte Festigkeit haben.

Südtiroler Spezialität Zwetschgen-Knödel
Auch für Zwetschgen aus dem heimischen Garten haben wir noch einen kulinarischen Tipp. Haben Sie schon einmal Zwetschgen-Knödel zubereitet? Die Herstellung selbst ist ganz einfach und beansprucht ca. 20 Minuten und eine Stunde Ruhezeit für den Teig.
Für vier Portionen benötigen Sie 500g Mehl, 300ml Milch, 2 Eier, 1 Würfel Hefe, Pflaumen, etwas Salz, Zimt, Zucker und Butter. Zuerst einen Teil des Mehls in eine Schüssel geben, 1 Prise Salz beifügen und vermischen. Den Würfel Hefe mit etwas warmer Milch anrühren und dem Mehl-Salz Gemisch beigeben. Danach mit der übrigen Milch gut verrühren und im Anschluss daran den Rest des Mehls und zuletzt die verquirlten Eier beigeben und alles vermengen. Nachdem Sie den Teig geknetet haben bis er Blasen wirft können Sie ihn eine Stunde ruhen lassen. Danach kleine Teigstückchen bemehlen und je eine Zwetschge darin verstecken. Sobald alle Zwetschgen-Knödel geformt sind, in kochendes Wasser geben und ca. 10 Minuten kochen lassen. Die fertigen, auf einem Teller angerichteten Knödel mit Zimt und Zucker bestreuen und mit reichlich heißer Butter übergießen.

Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezeptideen!

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