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10 Gartentipps für Oktober

Gartenmagazin
Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Worauf Sie im Monat Oktober achten sollten, erfahren Sie hier.

GARDENA Tipps für Ihren Garten

Gemüse abdecken: Blattgemüse wie Chinakohl, Endivien oder Feldsalat die man später selbst bei Eis und Schnee noch problemlos ernten können will, deckt man vor dem ersten Frost mit einem schützenden Gemüsevlies ab. Auch Porree kann so ganz einfach übertunnelt und länger erntefähig gehalten werden.

Kartoffeln ernten: Das Kartoffellaub ist abgestorben. Jetzt gilt es, die Knollen auszugraben und sie einzuwintern. Am einfachsten gelingt das mit einer Grabegabel - aber Vorsicht, dass dabei möglichst wenige Knollen verletzt und unbrauchbar gemacht werden. So gelingt es am besten: Die Kartoffeln roden und zum Abtrocknen ausbreiten. Danach in Netzsäcke verpacken und kühl und trocken einlagern, wahlweise in Kartoffelhorden. Tipp: Es lohnt sich, die nur drei, vier Zentimeter großen Minis unter den Kartoffeln auch vom Beet zu klauben. Sie werden gewaschen, wie Pellkartoffeln zubereitet und nach dem Schälen als Ganzes in Butter oder Schmalz kross ausgebraten, wahlweise mit Speck und Zwiebeln zusammen. Diese so genannten "Herrenkartoffeln" lohnen die Mühe - sie gelten als besondere herbstliche Delikatesse.

Kompost aufschichten: Der Oktober lässt den Komposthaufen schier überquellen. Beim befüllen gilt es aber, für bessere Rotte einige Sorgfalt walten zu lassen. Ideal ist es, grobe Pflanzenreste, aber auch Laub, zuvor zu häckseln. Die Kunst der besseren Kompostierung liegt dann an der Schichtung: eine etwa zehn Zentimeter dicke Schicht nasse Abfälle (wie Obstreste, Küchenabfälle, Rasenschnittgut) mit einer ebenso dicken Schicht trockener Abfälle (wie gehäckseltes Staudenschnittgut, zerkleinerte dünne Zweige, gehäckseltes Laub) abwechseln. Zu dicke Trockenschichten verrotten zu langsam, zu dicke nasse Schichten faulen und stinken dann.

Kräuter zurückschneiden: Die krautigen Vertreter unter den mehrjährigen Küchenkräutern, wie Minzen, Schildampfer oder Staudenkresse, lässt man soweit als möglich einziehen und schneidet dann das welk gewordene Laub etwa zwei Finger breit über dem Boden ab. Leicht aussamende Vertreter, wie Zitronenmelisse, bereits vor der Samenreife zurückschneiden.

Kübelpflanzen einwintern: Alle nicht oder auch nur gering frostverträglichen Kübelpflanzen gehören rechtzeitig ins Winterquartier. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die goldene Überwinterungsregel für Kübelpflanzen lautet: So spät wie möglich einräumen, so früh wie möglich rausräumen.

Laub kehren: Laub ist einerseits lästig einzusammeln, andererseits aber ein wichtiger Rohstoff. Es kann in eigens dafür hergerichteten Laubmieten zum Kompostieren aufgeschichtet werden, die - wenn man das Laub über einem kleineren Reisighaufen gibt - zugleich als Überwinterungsstelle für Igel dienen kann.

Obsternte: Äpfel, Birnen, Quitten, die letzten Herbsthimbeeren, die späten Zwetschgensorten, aber auch Kiwi und Kaki werden jetzt geerntet. Bei Mispeln wartet man damit ab, bis die Früchte teigig werden, bei Schlehen bis sie den ersten Frost abbekommen haben. Wichtig: Im Nachgang der Ernte alle am Baum verbliebenen schadhaften Früchte entfernen, z.B. die so genannten Mumienfrüchte. Auch das Fallobst wird eingesammelt, nach möglicher Verwendbarkeit sortiert und darüber hinaus entsorgt.

Rankgerüste abbauen: Einjährige Kletterpflanzen an ihren Rankgerüsten, wie Glockenrebe, Schönranke, Prunkwinde, Duftwicke, Feuerbohne, Rosenkelch oder Schwarzäugige Susanne, werden nun entfernt. Das Rankgerüst reinigen, ebenso wie die Wand dahinter. Das Schnittgut in Stücke von Handspannenlänge schneiden und kompostieren. Dasselbe gilt für den jetzt welk gewordenen Hopfen an seinen Klettergerüsten.

Rasen düngen: Damit Rasen besser über den Winter kommt und im Frühjahr vitaler wieder austreibt, düngt man ihn Anfang Oktober noch einmal mit speziellem Herbst-Rasendünger, nach Maßgabe des Herstellers. Es muss tatsächlich ein solcher Herbst-Rasendünger sein, da nur er die über den Winter für den Rasen zuträglichen Stickstoffformulierungen hat. Ein Volldünger wie er im Sommer angewendet wird, ist jetzt ungeeignet.

Winterharte Fuchsien einwintern: Frostempfindliche Stauden und Halbsträucher (wie winterharte Fuchsien) schützt man den Winter über mit einer etwa 30 Zentimeter dicken Laubschicht. Damit das nicht verweht, gibt man es in einen etwa ebenso hohen Kranz aus Hasendraht, den man über der zu schützenden Pflanze und ihren Wurzelraum wind fest im Boden befestigt.