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Das wilde Gartenparadies

Egal ob ruhige Wohlfühloase für Träumer oder Entdeckerreich für Neugierige, in einem Wildgarten findet jeder genau das, wonach er sucht. Vor allem für Kinder bietet ein solch vielfältiger Garten ein ideales Plätzchen zum Spielen, denn zwischen bunten Blumen, Sträuchern und Gehölzen lässt sich hier so allerhand erkunden. Hier bleibt keine Zeit für Langeweile, denn der Wildgarten bietet Platz für viel Kreativität. Und er bedarf wenig der ordnenden Hand des Gärtners.

Geordnete Unordnung

Manche mögen ihn als unordentlich beschreiben, viele begeistert dieses naturnahe Gartenkonzept aber genau deswegen. Aber was macht einen solchen Wildgarten aus? Generell findet alles einen Platz im Wildgarten, was sich frei in der Natur entfalten möchte, egal ob Wildblumen, -kräuter oder die vielfältige Tierwelt. Typisch für einen Wildgarten ist die farbige und mannigfaltige Blütenpracht, die dort zu finden ist. Egal ob Löwenzahn, Giersch, Gänseblümchen oder Johanniskraut, hier darf jede Pflanze wachsen, wie ihr der Stängel steht. Je nach den im eigenen Garten vorhandenen Boden- und Lichtbedingungen, finden sich im Handel speziell zusammengestellte Blumenwiesenmischungen, mit denen der Garten in ein kunterbuntes Blumenfeld verwandelt werden kann. Bei der Auswahl der Mischung kann jeder selbst entscheiden, wie viele Gräser später zwischen den Blumen wachsen sollen. Saatgut welches bereits Wildkräuter enthält, sorgt für eine besonders große Vielfalt auf der Wiese. Wildblumen bevorzugen oft nährstoffarme und trockene Böden an einem sonnigen Standort.

Anlegen einer wilden Blumenwiese

Für die Aussaat einer solchen Blumenwiese eignen sich am besten die Monate von März bis Mai. Auf das Anlegen von Blumenbeten können Sie hierbei ganz verzichten, denn gerade hier liegt der Charme eines naturnahen Wildblumengartens – die Pflanzen können sich ausbreiten, wie sie wollen. Wenn Sie eine wilde Blumenwiese anlegen wollen, müssen Sie zuerst den Boden mit der GARDENA combisystem-Gartenhacke tiefgründig lockern und größere Erdklumpen zerkleinern. Bevor die Saat ausgesät werden kann, ebnen Sie den Boden mit dem GARDENA combisystem-Rechen ein. Beim Aussäen verteilen Sie ca. fünf bis zehn Gramm Blumenwiesenmischung pro Quadratmeter breitwürfig auf der vorbereiteten Fläche, dabei die Angaben des Herstellers beachten. Wichtig ist es, die Samen gleichmäßig auszusäen. Wer sich schwer damit tut, solch kleine Saatgutmengen gleichmäßig auszubringen, kann die Samen zuvor in einer oder einer halben Schaufel Sand gleichmäßig untermischen und dann den präparierten Sand verstreuen.

Nachdem die Blumensamen nach dem ausbringen wenige Millimeter in den Boden eingeharkt und mit einer Walze die Fläche befestigt wurde, muss der Boden in den folgenden Wochen ausreichend bewässert werden, um die Keimung anzuregen und die Jungpflanzen fest einwurzeln zu lassen. Für ein prächtiges Blumenwachstum sollten Sie es meiden, die besäte Fläche zu betreten: Die meisten in solchen Mischungen verwendeten Wildpflanzen sind nicht trittfest. Wenn dann schlussendlich ein Blumenmeer im Garten sprießt, sind der weiteren Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Mit kleinen Pfaden durch die Wiese oder Ecken zum Verweilen, können Sie Ihr ganz eigenes und individuelles Gartenambiente gestalten, von wo aus Sie im Sommer Ihren Garten genießen können. Wie wär´s mit einer Rosenlaube in der bunten Wiese? Darin die Schottische Weinrose (Rosa rubiginosa) mit eingeplant, verströmt sie an warmen Sommertagen einen weinwürzig-lieblichen Duft!

Lebensraum für kleine Gartenbewohner

Für jeden Gartenbesitzer ist ein solch buntes Blumenmeer eine Freude fürs Auge. Aber auch für die Natur bietet diese Gartengestaltung einen großen Nutzen, denn Insekten finden hier stets einen gedeckten Tisch und Vögel einen Brut- und Rückzugsort. Um Hornisse, Schmetterling, Maikäfer und Co. ausreichend Raum zum Leben zu bieten, sollten Sie auf keinen Fall auf Trocken- oder Totholzmauern verzichten. Hier finden die kleinen Gartenbewohner ausreichend Platz, um sich niederlassen zu können. Noch bunter und tierfreundlicher wird es, wenn Sie die Mauer in sonnigen Lagen mit Kletterrosen oder langtriebigen Bodendeckerrosen, in halbschattigen Lagen mit Waldgeißblatt oder Waldrebe und in schattigen Lagen mit Efeu oder Kletterhortensie begrünen.

Damit Vogelgezwitscher den Garten mit Freude durchklingt, sollten Sie den Vögeln ausreichend Platz für ihre Jungenaufzucht bieten. Wer sich für die Ganzjahresfütterung der Gartenvögel entscheidet, bindet die Helfer gegen Schadinsekten an seinen Garten und sorgt obendrein für mehr Vogelnachwuchs. Verschiedene Hecken, Büsche und Bäume bieten ihnen einen einladenden Platz zum Nestbau und Brüten. Über Wilde Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren der Sträucher freuen sich im Herbst dann nicht nur die Vögel, sondern sie sorgen auch für leckere Momente bei jedermann.

Wild und schmackhaft

Manch einer schimpft es Unkraut, dennoch können sich wild wachsende Kräuter auch als ausgesprochen lecker und nahrhaft erweisen. Egal ob für Salate, Suppen, Pestos oder einfach als Kräutermischung - Gänseblümchen und Giersch, Brennnessel und Sauerampfer und viele andere Wildkräuter lassen sich auf vielfältige Weise in der Küche verwenden. Sie sind oftmals extreme Überlebenskünstler an für Gartenpflanzen sonst schwierigen Plätzen und gedeihen bestens ohne besondere Pflege - völlig pflegeleicht. Vor allem Ihrer Gesundheit können Sie mithilfe der Wildkräuter aufgrund ihres außergewöhnlich hohen Mineralstoffgehalts auf die Beine helfen. So haben zum Beispiel Gänseblümchen einen beinahe dreimal höheren Kaliumgehalt als Kopfsalat. Nicht ohne Grund werden Wildkräuter gerade bei Frühjahrskuren vielfältig genutzt.
Wo solche Wildkräuter im Garten noch fehlen: Mehrjährige Kräuter, wie beispielsweise Bärlauch und Minze sowie die Zweijährigen Fenchel und Kümmel, säen Sie am besten jetzt, Anfang September. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Aussaaten für bestes Gedeihen immer ausreichend feucht gehalten sind. Aber Vorsicht vor zu viel Wasser, denn dann kann Staunässe das Gegenteil bewirken.

Lassen Sie sich aber nicht täuschen, denn ein Wildgarten ist kaum weniger arbeitsintensiv als ein nach Prinzipien strikter Ordnung angelegter Garten. Der naturnahe Garten folgt nämlich lediglich einer anderen Ordnung. Damit dieser nicht allzu sehr verwildert, muss auch hier das ein oder andere Mal Hand angelegt werden. Dafür belohnt dieser Garten seine Besitzer mit einem ganz besonderen Charme - mit Natürlichkeit , gestaltet von der pflegenden Gärtnerhand.

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