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Bodenbearbeitung im Frühjahr

Jetzt im März regt sich wieder das Gartenleben. Besonders dem Boden als Garanten für ganzjährigen Gartenerfolg gebührt jetzt pflegliche Aufmerksamkeit. Nicht umsonst heißt das Sprichwort: Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt - oder, übersetzt auf Garten: Im Märzen der Kötter die Hacke einspannt.

Laub entfernen oder als Humus verwenden

Über den Winter hat sich Laub in die Gartenbeete verweht. Wo es nicht stört, kann es liegen bleiben und zu Humus werden. Erforderlichenfalls bedecke ich es dazu leicht mit Erde oder grubbere es ein. Wo ich das Laub aber nicht haben möchte, entferne ich es mit dem Laubrechen. Praktischerweise nehme ich dazu einen Verstellbesen. Den stelle ich mir in der Arbeitsbreite so ein, dass er optimal zwischen die Pflanzen passt - mal schmaler, mal breiter.

Unkraut auch im Winter

Winterwetter bedeutet nicht, dass nicht doch Unkraut gedeiht, speziell die weniger temperaturempfindlichen: Vogelmiere und Moos wachsen munter weiter, Vogelmiere blüht sogar schon. Auch Löwenzahn sprießt inzwischen. Nicht mehr lange - und unsere Kaninchen und Meerschweinchen freuen sich darüber.

Zeit zum Kultivieren

Wenn ich den Kultivator aus dem Schuppen hole weiß ich: Das Frühjahr ist nicht mehr fern. Die Bodenarbeit mit dem Kultivator öffnet die von Regen und Schnee verschlämmten und verschlossenen Bodenporen. Der Boden kann so vor Aussaat- und Pflanzbeginn besser abtrocknen. Die großflächige Belüftung fördert seine zeitige Erwärmung und regt das Wiedererwachen des Bodenlebens an. Wo nach herbstlichem Umgraben jetzt in Bodenspalten Gelege von Schnecken verborgen sind, störe ich sie mit ein-, zweimaligem tiefgründigem Kultivieren des Bodens. Mit dem Kultivator tief in den Boden einzudringen erfordert einige Kraft. Nennen wir´s nach dem Winter hinter dem Ofen einfach Frühjahrs work-out im Garten! - Ich mag den würzig erdigen Duft der Gartenbeete im März, wie er sich nach dem Öffnen des Bodens mit dem Kultivator schon erschnuppern lässt.

Grubber zum Bodenlockern

Auf kleineren Flächen oder zwischen Pflanzen, setze ich zur Bodenlockerung den Grubber ein. Weil er schmaler als der Kultivator ist, gelange ich damit besser zwischen die Pflanzen. Letztes Herbstlaub das dort liegen bleiben kann, arbeite ich mit dem Grubber leicht in den Boden ein. So verrottet es schneller und wird vom Wind nicht mehr fortgetragen. Vorsicht ist bei der Arbeit mit dem Grubber allerdings jetzt im März in zweierlei Hinsicht geboten: Nicht zum Einsatz kommt er bei mir unter flach wurzelnden Gehölzen, wie Rhododendren, wo er zu groben Wurzelverletzungen führen würde. Und: Ich passe auf, dass die Blumenzwiebeln im Boden beim Grubbern keinen Schaden nehmen!

Die Sternenfräse zur Vorbereitung der Beete

Die Sternenfräse ist ein vergleichsweise wenig bekanntes Gartengerät - völlig zu Unrecht, wie ich meine. Gerade um den Oberboden nach dem Einsatz des Kultivators schön feinkrümelig zu bekommen, ist er ein tolles Gerät und bereitet das Saat- und Pflanzbeet exzellent vor. Mit seiner günstigen Eindringtiefe in den Boden lockert und belüftet er genau diejenige Bodenzone, die für die Mikrofauna des belebten Bodens am bedeutendsten ist und in der Sämlinge und Jungpflanzen später leicht wurzeln können sollen. Wenn sich beim Fräsen von Hand noch ein Unkraut findet: Eine Hacke bringt die Sternfräse praktischerweise gleich mit.

Bodenarbeiten mit dem Rechen abschließen

Der große Gleichmacher - der Rechen! Nach dem Lockern und Belüften des Bodens mit Kultivator und Sternenfräse, schließt das ebnende Rechen die Bodenarbeiten ab. Ideal ist es, sich den Boden nach den Frühjahrsvorbereitungen und noch vor Aussaatbeginn, Zwiebelstecken oder dem Auspflanzen erster Salate zunächst ein paar Tage setzen zu lassen. Ist der Boden noch recht nass, ist das umso wichtiger. Ist er hingegen schon gut abgetrocknet, sind sofortige Saat- und Pflanzarbeiten eher möglich.

Mit der Kompostgabel Nährstoffe verteilen

Die Kompostgabel ist mir von gleich zweifachem Nutzen. Überall dort, wo ich im Frühjahr den Gartenboden gegen Samenunkraut mit Mulche bedecken möchte, geht das damit schnell von der Hand. Ebenso gut entnehme ich mit ihr dem Kompost das feinkrümelige Gartengold und verteile als dünne Schicht auf dem Beet und arbeite die Komposterde mit dem Kultivator in die obere Bodenschicht ein. Das bringt nicht nur die Bodenfauna auf Trab, sondern erzeugt auch, durch die Kompostzersetzung im Boden, einen langsamen Nährstofffluss. Und der kommt den Aussaaten und Neupflanzungen im Beet zugute. Je nach Wetterverlauf, rechne ich etwa drei bis vier Wochen von der Ausbringung der Komposterde ins Beet bis zur Nährstoffverfügbarkeit. Jetzt um Anfang bis Mitte März rechtzeitig ausgebracht, können die Pflanzen den organischen Dünger ab etwa Monatswechsel März/April als Nahrungsquelle nutzen.

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