Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Wühlmäuse bekämpfen

Frage von: Manfred R. / Wilhelm K.

Frage von Herrn R.: Dieses Jahr hat es meine Kartoffelreihen durch Wühlmäuse erwischt. In drei Dämmen sind unterirdisch die Kartoffeln abgefressen worden und ich kann die Strünke oben einfach abziehen. Ich habe verschiedene Vertreibungsmöglichkeiten gelesen und hoffe von Ihnen eine entsprechende Empfehlung zu bekommen. Frage von Herrn K.: Ich benötige Informationen, wie Wühlmäuse aus einem Naturgarten entfernt werden können: 5.000qm großer Garten, mit Streuobstwiese und Böschungen und Bachlauf. Vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Die Bekämpfungskonzepte gegen Wühlmäuse können ganz unterschiedlich aussehen. Sie haben ganz recht, lieber Herr R., da kursieren die wildesten Ideen, wie man die Nager denn wieder loswerden könne. Da wird zum Beispiel auf das Anpflanzen von Kreuzblättriger Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) oder oder Kaiserkrone (Frittilaria imperialis) gesetzt, die "ganz sicher" die Wühler vertreiben sollen - alles Unsinn.
Für den Hausgarten sind bewährte Wühlmausfallen (von der Bayerischen Drahtfalle über TopCat-Fallen bis zur tierschutzgerechten Schussfalle ["Siepmann-Wühlmausfallen"]) nach Stand der Dinge die zuverlässigsten Bekämpfungsmöglichkeit, wo immer möglich kombiniert mit natürlichen Bekämpfungsansätzen (siehe unten). Die Wühlmausfalle von Neudorff verhindert obendrein ungewollte Beifänge, wie etwa solche der ja geschützten Maulwürfe. 

Wenn solche Fallen "nix kriegen", liegt das oft an deren Handhabung. So reagieren Wühlmäuse sehr geruchssensibel und merken es sofort, wenn ein Mensch mit auch nur gering verschwitzter oder gar parfümierter Hand (Seife, nach dem Händewaschen) eine solche Falle angefasst hat - und meiden sie. Als derzeit fängigste Köder solcher Wühlmausfallen gelten Möhre und Apfelstücke mit Schale. Wer das natürliche Verhalten der Wühlmaus beachtet, die Herstellerangaben zum Gerät sicher beherzigt sowie sich als Mensch so weit als Möglichkeit im Hintergrund zu verhalten versteht, erzielt in aller Regel auch die gewünschten Fangerfolge. Mit "Falle aufstellen, fangen - fertig", ist es bei den cleveren Nagern eben leider nicht getan. Für den Gemüsegarten, lieber Herr R., sind Sie mit der Anwendung bewährter Markenfallen allemal bestens beraten - erforderlichenfalls mal den Fallentyp wechseln. 

Was den konkreten Fall ihres Naturgartens betrifft, lieber Herr K., so wird es wohl schwierig werden, das derart große Areal komplett wühlmausfrei zu bekommen. Es darf als sicher gelten, dass schnell Tiere nachrücken, wenn sie deren Vorgänger erfolgreich weggefangen haben. Intensive Beweidung durch z.B. Schafe oder Ziegen auf kleiner, begrenzter Fläche, stört die Wühlmäuse erheblich. Oft machen sie sich dann zumindest rar. Haben Sie die Möglichkeit, die Fläche zu unterteilen und die Teilflächen abwechselnd beweiden zu lassen? 

Darüber hinaus kann es für Sie nur heißen (gemäß dem so genannten "Räuber-Beute-Modell") die Wühlmäuse - wenn man sie wie in Ihrem Fall schon nicht komplett verhindern kann - zumindest unterhalb der sogenannten Schadschwelle zu halten. Aufsitzstangen für Bussarde und Turmfalken, Steinrasseln und Reisighaufen als Verstecke für Hermeline sowie das Gelände für den Zugang von Füchsen offen zu halten sind Beispiele für konkrete Maßnahmen, die Feinde der auch Schermaus (Arvicola terrestris) genannten Wühlmaus zu Tisch zu bitten ...

Kommentare