Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Wie pflege ich einen Kakibaum?

Frage von: Brigitte W.

Hallo, Herr Kötter, selten gibt es in den Kakifrüchten Samen. Ich fand letztes Jahr ein Riesensamenkorn, trocknete es für 2 Wochen und legte es in Blumenerde in einen 13 cm Plastiktopf. Nun ging der Samen an, und entwickelte sich ein 1/2 cm dicker Trieb, an der Spitze noch die braune ledernde Samenhülle. Wie pflege ich diese sich entwickelnde Pflanze? Gibt es einen Kaki -Baum? Sonnige Grüße aus dem schönen Ruhrgebiet und Danke für eine Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte:

Die Samenschale fällt dann irgendwann herunter oder Sie können sie abnehmen, liebe Frau W. Wenn der 13er Topf kräftig durchwurzelt ist, topfen Sie die Pflanze in einen 17er oder 21er Topf um und belassen ihn darin bis nach dem nächsten Austrieb. Geben Sie der Pflanze mit zunehmendem Wachstum einen jeweils größeren, proportional passenden Topf. Pflegen Sie den Leittrieb, stützen sie ihn erforderlichenfalls. Kürzen Sie entstehende Seitentriebe auf drei Knospen. Entfernen Sie die Seitentriebe mit zunehmender Stammhöhe ganz, um einen Stamm mit Krone zu erzielen. 
Hat der Stamm eine Höhe von zwei Metern erreicht, beginnen Sie darüber mit dem Kronenaufbau: Lassen Sie dazu rund um den Stamm verteilt etwa fünf Verzweigungen stehen, die Sie auf fünf Augen zurückschneiden und sich so verzweigen lassen. Später zu dicht stehende und nach innen wachsende Triebe, sowie Konkurrenztriebe zum Leittrieb ganz abschneiden. Vergessen Sie das mäßige aber regelmäßige Düngen mit Volldünger nicht. Düngen Sie in dem Zeitraum von Anfang April bis Anfang Oktober.

Weil ihr Kaki-Baum aus einem Samen gezogen worden ist, lassen sich über genaue Frosthärte und Ertragsqualität der Pflanze keine exakten Aussagen machen. Der Baum wird nach einigen Jahren Früchte tragen, bei veredeltem Kaki nach zwei, drei Jahren. Wie süß und tanninfrei die dann sein werden, muss die Praxis zeigen. Tanninfrei bedeutet, dass bei Verzehr kein pelziger Belag auf der Zunge ist. Das gleiche gilt für die Winterhärte der Pflanze, die Sie zumindest anfangs bei Temperaturen lediglich um den Gefrierpunkt überwintern sollten. 
  
Entscheidend für die Winterfestigkeit Ihres Sämlings ist die regionale Herkunft seiner Genetik. Sie können aber durch langsames Gewöhnen auch Ihre Pflanzen an Minusgrade bis vermutlich -15 Grad und mehr gewöhnen, speziell dann, wenn sie im Garten an geschützter Stelle fest eingewurzelt ist. Dazu die Kaki schon im Frühjahr vor der ersten Draußenüberwinterung pflanzen! Während der ersten Jahre Winterschutz anbringen (Beispiel: www.biogreen.de/produkte). Lediglich bei veredelten Sorten mit dann klar definierten Eigenschaften lassen sich zu Frosthärte und Ertragsqualität nähere Angaben machen. Beispiele dazu, finden Sie hier: www.haeberli-beeren.ch

Kommentare