Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Wie macht man aus Rasen einen Blumenrasen?

Frage von: Stephan T.

Lieber Experte, ich möchte mich vom etwas "sterilen" robotergepflegten Rasen verabschieden und daraus einen Blumenrasen - nicht eine Blumenwiese - machen. Was würden Sie mir raten?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Ihrer Unterscheidung in Blumenwiese und Blumenrasen entnehme ich, lieber Herr T., dass Sie sich für etwas kurz geschorenes entschieden haben. Insofern kommen die handelsüblichen Saatgutmischungen für unterschiedlichste Blumenwiesen für Sie nicht in Betracht, inklusive der klassischen Rasensaatgutmischung RSM 8.1, Biotopflächen / artenreiches Extensivgrünland. 

Ich rate daher zu drei Konzepten, von denen Sie das Passende wählen können. 

Alternative 1: Für Ihre Anforderungen geeignet sind lediglich krautige Pflanzen, die den regelmäßigen Rückschnitt vertragen und die dennoch blühen. Das sind zum einen kriechende Pflanzen, wie Ehrenpreis und Weißklee, zum anderen sogenannte Hemikryptophyten, wie Gänseblümchen. Beide "ducken" sich gewissermaßen unter die Mähwerke von Spindel- oder Sichelmähern. Solche Pflanzen etablieren Sie in ihrem Rasen, wenn Sie deren Zuwanderung fördern, dulden und sie nicht etwa bekämpfen. Auch auf das vertikutieren der Fläche verzichten Sie folglich. 

Alternative 2: Wenn Sie statt in kurzen Intervallen robotergepflegten Rasens lediglich fünf bis acht Mahden pro Saison machen möchten und dabei nicht zu tief mähen (ca. vier bis fünf Zentimeter), können Sie auf Ihrem Rasen auch so genannte Kräuterrasenmischungen ausbringen, die enthalten dann z.B. Samen von Echtem Labkraut, Feld-Thymian, Frühlings-Fingerkraut, besagten Gänseblümchen, Heide-Nelke, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Salbei und Zahnöhrchen-Margerite. Saaten-Zeller ist für so etwas eine Kompetenz-Adresse: http://www.saaten-zeller.de/. 

Alternative 3: Je nachdem wie groß Ihre Rasenflächen sind und ob Sie davon alles oder nur Teilflächen in das gewünschte neue Konzept konvertieren möchten, dürfen es dann auch Rasenersatzpflanzen sein. Einige davon kann man ohne weiteres gelegentlich begehen, weswegen man speziell diese gerne als Rasenersatzpflanzen verwendet. Das sind vor allem Bergsteinkraut, Blaukissen und Fiederpolster, Moos-Steinbrech, Römische Kamille, Sternmoos und Stachelnüsschen. Bei letzterem muss man aber ein bisschen aufpassen, weil der pieksige Früchte entwickelt – nichts für Barfußläufer. All das sind meine Empfehlungen für Ihre Sonnenlagen. In schattigen Lagen hingegen, nimmt man besser Walderdbeere oder Waldsteinia geoides (nicht W. ternata, die wächst nicht flach genug). Wenn es dort im Schatten etwas höher sein darf, dann sind auch Schaumkraut (Tiarella), Elfenspiegel und Storchschnabel als geschickte, hübsch blühende Flächenbegrüner gut geeignet.

Kommentare