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Wie bekämpfe ich Klee im Rasen?

Frage von: Gudrun O.

Lieber Gartenexperte, was bedeutet es, wenn wir immer wieder Klee im Rasen und auch in den Beeten haben? Was können wir dagegen machen?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Von Pflanzen lässt sich tatsächlich etwas ablesen, liebe Frau O., wenn man sie an ihrem Standort als so genannte Zeigerpflanzen betrachtet. Jede Pflanzenart, so auch der Weißklee, stellt ganz bestimmte Ansprüche an seinen Wuchsort. 
Überall wo der Klee sich wohlfühlt, wird er zu einer Hinweispflanze auf die gegebenen Standortbedingungen. Weißklee werten Agrarwissenschaftler als einen Hinweis auf zweierlei. 
Zum einen gilt er als Anzeiger magerer, also nährstoffarmer Standorte. Zum anderen deutet er auf Weiden, also auf eine so genannte selektive Überweidung.

Übersetzen wir das auf Ihre Rasenfläche: Durch regelmäßiges Mähen "weiden" Sie das Gras ab und der Weißklee erhält ausreichend Platz und Licht, um sich auszubreiten. Durch ständiges Entfernen von Mähgut ohne ausreichende Nachdüngung, wird der Boden unter dem Rasen immer nährstoffärmer. Sie sehen: Die Sache mit den Zeigerpflanzen bewahrheitet sich.
Was also tun? Mein Vorschlag für eine direkte Bekämpfung: Weißklee können Sie, weil er ja flach rankt, großteils durch regelmäßiges Vertikutieren entfernen. 
Ebenfalls mit Rasenherbizide, können Sie wirksam dagegen vorgehen. Optimieren Sie Ihre Rasendüngung rund ums Jahr und mähen Sie den Rasen möglicherweise nicht ganz so tief ab, etwa auf drei bis fünf Zentimeter Halmlänge. 
Faustregel: Lieber häufiger wenig (etwa ein Drittel Halmlänge pro Mähgang gilt da als optimal), als selten radikal viel abmähen.

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