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Vorbereitung der Rasenfläche

Frage von: Michael G.

Hallo Herr Kötter, ich hätte mal ein paar grundsätzliche Fragen zur Vorbereitung meiner Rasenfläche von ca. 250 m². Der Altrasen wurde letztes Jahr entfernt, die Fläche aber leider nicht mehr neu eingesät. Dieses Jahr habe ich das Problem, dass die Fläche jetzt voller Unkraut steht. Wie kann man das Unkraut langfristig entfernen und mit was? Die gesamte Fläche muss auch noch mit Mutterboden aufgefüllt werden. Muss man dem Mutterboden etwas beimischen, z.B. Torf? Und was wäre denn besser, Rollrasen oder Einsaat?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Ein komplexes Vorhaben, lieber Herr G. - aber der Reihe nach: Wenn Sie die Fläche mähen und fräsen, bringen Sie das Unkraut weitgehend weg, ohne spritzen zu müssen. Um nicht noch mehr Unkrautsamen einzutragen, mähen Sie zumindest vor dem Samenfall. Wenn Sie Wurzelunkräuter im Boden haben, wie Quecke, Kleinen Sauerampfer oder Weißklee, dann entfernen Sie die vor dem fräsen so komplett wie möglich mit der Grabegabel. 

Bevor Sie Mutterboden auftragen ist es entscheidend wichtig, dass Sie die bestehende Bodenoberfläche durch pflügen (falls der Boden verdichtet ist) oder grubbern, mindestens aber fräsen aufrauen. Wenn Sie den Mutterboden direkt auftragen, entstehen zwischen beiden Bodenschichten schwer durchwurzelbare Grenzflächen und damit implizieren Sie ein späteres Rasenproblem, denn Rasengräser mögen verdichteten Gartenboden überhaupt nicht. 

Ist der Boden aufgetragen (Holz, Steine, Eisen, Wurzelunkräuter heraus sammeln), wird er nochmal gefräst und glatt gezogen, anschließend eingesät, gewalzt und gewässert.
Ob Sie dabei Saat- oder Rollrasen anwenden obliegt Ihnen je nachdem, wie schnell Sie den Rasen benutzen wollen. Sofern Sie sich für Rollrasen entscheiden und den nicht gerade in Ihrer Region beziehen, dann wählen Sie einen Lieferanten, der die Rasensoden gekühlt versendet. 

Was Ihre Frage nach der Anreicherung des Ober- bzw. Mutterbodens mit Torf angeht, so ist da die Bodenqualität maßgebend. Humusanreicherung ist üblicherweise nicht erforderlich und sollte schon gar nicht mit jedweglichem Häckselmaterial passieren. Meist ist es eher erforderlich, schweren Boden mit reichlich Sand zu vermengen, denn - nochmal: - auf verdichteten Böden kommt es unweigerlich zu Wachstumsdepressionen der Gräserwurzeln, wodurch das Moos in Wachstumsvorteil gerät und den Rasen im Wuchs "überholt". 

Einer der später häufigste Ursachen von Rasenproblemen ist es, dass die Rasenaussaat "mal eben schnell" gemacht wurde und der Boden nicht tiefgründig gelockert oder in seiner Struktur rasentauglich hergerichtet wurde. Das Moos im Rasen ist in weiten Teilen die Frucht von Bodenbearbeitungsfehlern in der Vergangenheit und kann dann üblicherweise nur noch durch "herumdoktern" kaschiert werden. 

Also: Alles etwas mühselig, was da nun auf Sie zukommt - aber es gibt ja schließlich meine Kollegen Landschaftsgärtner ... - gutes Gelingen wünsche ich Ihnen jedenfalls!

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