Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Sind unsere Ulmen krank?

Frage von: Gudrun H.

Wir haben ein Haus gekauft und im Garten stehen zwei wunderschöne Ulmen. Brauchen diese spezielle Pflege? Sie haben etliche trockene Äste und die Blätter waren im Herbst klebrig. Sind die Bäume krank? Was kann ich tun, dass sie uns erhalten bleiben? Vielleicht haben Sie ein paar Tipps.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Im Grunde sind Ulmen wüchsig und robust, liebe Frau H., und ergeben bis zu 40 Meter hohe, imposante Bäume. Je älter sie werden, desto eher tritt auch mal Totholz auf - insoweit immer auch auf Standortsicherheit achten. Bedenklich ist Totholz besonders dann, wenn es durch den Ulmen-Splintkäfer verursacht wird, was den Baum absterben lassen kann. Der Käfer frisst unterhalb der Borke bzw. Rinde und eine ihm nachfolgende Pilzinfektion führt dann im Frühsommer zum Absterben ganzer Zweig- und Astpartien ("Holländische Ulmenkrankheit", verursacht durch den Pilz Ophiostoma novo-ulmi). Der Baum muss dann gerodet werden. Sie können ihn aber ersetzen durch resistente Ulmensorten (kann Ihnen Ihre Baumschule besorgen).
Es gibt weitere Welkekrankheiten der Ulme, die Sie mit der o. g. verwechseln könnten (Triebsterben durch den Pilz Botryospharia quercuum, Aststerben durch Nectria-Pilze), weswegen Sie im Fall der Fälle am besten mal Bilder zu allen drei Pilzschädigungen im Internet googeln sollten und diese mit Ihrem Schadbild abstimmen und erforderlichenfalls einen lokalen Pflanzenschutzexperten (Baumschule, Gartenamt, Obstbauverein) zu Rate ziehen sollten. Wenn es nicht Ostiophoma ist, können Sie die Befallsherde durch Rückschnitt bis ins gesunde Holz in den Griff kriegen. 
Noch eine Entwarnung: Sommerliche gelbe oder braune Blätter an den Zweigspitzen deuten meist auf Dürre, mitunter kombiniert mit zu großer Sonneneinstrahlung. 

Eher auf Ulmen anzutreffen sind Blattveränderungen (rollen, Gallen), wie sie von Ulmenblattrollenlaus, Ulmenblattgallenlaus, Ulmenblattmilbe und Beutelgallmilbe verursacht werden. Speziell ein spezifischer Lausbefall dürfte, wegen der klebrigen Blattausscheidungen der Tiere, für die von Ihnen beschriebenen klebrigen Blätter Ihrer Ulmen gesorgt haben. Hier gilt es abzuwägen ob der Schaden so groß ist, dass sich eine Bekämpfung mit einem Insektizid lohnt. Wenn es sich um in Gallen verkapselte Läuse handelt, dürfte ohnehin ein systemisches Insektizid (das also von innen her wirkt) die bessere Wahl sein.
Zu beiden Varianten nennt man Ihnen in Ihrem Gartencenter ein passendes Präparat, z.B. Bi 58 (von BASF / Compo), das gegen Milben und Läuse gleichzeitig wirkt und obendrein systemisch wirkt.

Kommentare