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Schwarze eingerollte Blätter am Ahorn, woher kommt das?

Frage von: Hardy G.

Ich lese sehr gerne Ihre Gartentipps, die ich aus meiner Sicht als gelernter Gärtner und im Gegensatz zu denjenigen ungezählten, so genannten Experten, ausnahmslos als äußerst kompetent bewerten kann. Diesmal stelle ich Ihnen eine Frage, an der ich mir seit Jahren die Zähne ausbeiße. Das Problem ist ein Acer palmatum dissectum atropurpureum (60 cm hoch, 180 cm breit). Der herrliche Baum am sonnigen Teichrand treibt Jahr für Jahr wunderschön aus, doch im Juni/Juli rollen sich ein großer Teil der fiederartigen Blattspitzen ein, werden schwarz, verbleiben an der Pflanze und fallen aber nicht ab. Standortwechsel und Spritzen mit Pilzmittel Orthozid 50, 0,2%-ig, bzw. Dithane Ultra, 0,1%-ig, haben leider nur einen schwachen Teilerfolg gebracht. Heuer beobachte ich bereits Anfang Mai einen diagonal über die gesamte Pflanze verlaufenden, relativ scharf abgegrenzten, ca. 12 cm breiten Streifen, an dem sich die fiederartigen Blattspitzen bis zur Hälfte einrollen und dunkelgrau verfärben. Seit Beginn der Krankheit das sichere Anfangszeichen. Sehr geehrter Berufskollege, ist Ihnen dieses Problem bekannt? Wenn ja, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir einen Ihrer kompetenten Tipps für mein Problem verraten könnten.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexpert

Der GARDENA Gartenexperte

Herzlichen Dank, lieber Herr Kollege, für Ihre freundlichen Worte - ich nehme sie ebenso bescheiden wie mit stiller Freude sehr gerne an. 
Zum Ahorn selbst, lieber Herr G.: Bei "Welke" und "Acer palmatum" denke ich natürlich zuerst an Verticillium alboatrum / V. dahliae. Aber offensichtlich sterben die Astpartien nicht ganz ab und sind im Folgejahr wieder ganz da - bis Juni/Juli eben. Weil dann schon Hochsommer ist und Sie vom "sonnigen Teichrand" sprechen bin ich gedanklich bei Blattranddürre. Durch das Zusammenwirken von Boden, Sonne und Wind erlebe ich es immer wieder, dass der gerne halbschattig stehende und wassersensible dissectum dann seinen Transpirationssog nicht mehr bis in die Blattspitzen bringt, weil es schon auf halber Blattspreite verbraucht ist. 
Nun sagen Sie aber, dass das Problem schon aktuell auftritt. Angesichts dessen, was ich aktuell bei mir erlebt habe: Kann es sein, dass, anders als in anderen Jahren, das aktuelle Schadbild auf Grund seiner scharfen Abgrenzung von einem überhauchenden Nachtfrost passiert ist?
Diese drei Blickwinkel sind nun aus unbesehener Ferndiagnose entstanden. Ich schlage Ihnen folgendes vor: Sollten die nun keinen Lösungsansatz für Sie enthalten, so mailen Sie mir doch bitte ein paar erläuternde Bilder. Vielleicht können wir so eine Lösung für Ihr Problem finden.

Bildquelle Ahorn: © Pefkos - Fotolia.com

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