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Schadet der Efeu meinem Apfelbaum?

Frage von: Klaus S.

Ich habe in meinem Garten einen etwa 50 Jahre alten Apfelbaum, der allerdings seit Jahren stark von Efeu bewachsen ist, vom Stamm bis fast in die Krone. Meine Frage nun : Schadet das dem Baum?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Das schadet dem Apfelbaum eher weniger bis nur bedingt, lieber Herr S.. Zunächst einmal nutzt der Efeu den Baum lediglich als Klettergerüst und parasitiert nicht auf ihm, wie es vergleichsweise eine Mistel tut. Die Wurzeln des Efeus dringen also nicht in den Baum ein und entziehen ihm demnach keinerlei Nährstoffe.

Was aber passieren kann, ist Folgendes: 

1. Der Efeu bringt nach all den Jahren ein ordentliches Eigengewicht mit sich. Ihr Apfelbaum sollte daher eine klassische Kronenerziehung mit herausgebildeten kräftigen Tragästen genossen haben, um auch den regennassen oder im Winter schneebehangenen Efeu tragen zu können. In aller Regel stellen sich hier keine Probleme ein. Bei morschen Ästen passiert aber ein Astbruch. 

2. Man muss aufpassen, dass der Efeu das Blätterdach des Apfelbaums nicht überwuchert. Erst dann, wenn der Efeu den Blättern des Apfelbaums das Licht abgräbt, kommt es zu einer Konkurrenzsituation zwischen beiden Pflanzen.
Sofern der Efeu situativ einem Baum also nicht schadet, was selten passiert, kann er eher als eine ökologische Bereicherung verstanden werden. Sein Blätterdach bietet zahlreichen Insekten sowie Nistplatz suchenden Vögeln Unterschlupf. Hinzu kommt, dass seine Blüte im Spätherbst den Bienen noch einmal als Nektarweide dient und dass die Amseln im Spätwinter sehr gerne die dann reifen Früchte alter Efeue als willkommene Nahrung in karger Zeit fressen. Auch dem menschlichen Auge sind grüne Ruhepunkte im weitestgehend laublos gewordenen Garten des Winters durchaus willkommen.

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