Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Pilzbefall an Rotdorn

Frage von: Gunther S.

Hallo Gartenexperte, unser Rotdorn ist ca. 15 Jahre alt, gut entwickelt und blüht bestens. Leider verliert er nach der Blüte die Blätter bis ca. 3.00 m und grünt weiter im letzten Meter. Der Stamm zeigt ein helles Grau und wird rissig/schuppig. Darunter ist das Holz hart und rötlich. Er steht in voller Sonne, ab 13.00-18.00 Uhr, sodass der Stamm stark erwärmt wird. Mir erscheint, dass ein Pilz mit aufsteigender Hitze der Verursacher ist. Neben dem Rotdorn befindet sich ein Rosenbeet, mit dem üblichen Rosenrost. Unter ihm ist ein Astilbenbeet ohne Schäden. Ich bitte um Ihre Beurteilung und Rat.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Unbesehener Rat in Pflanzenschutzfragen ist immer so eine Sache, lieber Herr S., aber ich denke, dass ich Ihnen zunächst mal bezüglich des Stamms des Rotdorns Entwarnung geben kann. Aufsteigend von unten nach oben ist es völlig normal, dass der oben silbrig glänzende Stamm später borkig wird. Das ist einfach durch die zunehmende Adoleszenz des Baumes bedingt: er lässt seine Jugendjahre allmählich hinter sich und wird im Laufe der kommenden Jahre bis zur Krone hoch zunächst rissig-schuppig, später borkig werden. Wir reden hier nicht von Frostrissen, das ist ein anders Thema. Die liegen hier aber Ihrer Beschreibung gemäß wohl nicht vor. 

Weniger lustig ist der vorzeitige Blattfall. Der mag wohl von dem Blattpilz Diplocarpon mespili verursacht sein. Googeln Sie den mal in Kombination mit dem Pflanzennamen, um sich zu vergewissern. Nach meiner Erfahrung taucht der Pilz bevorzugt dort auf, wo der Rotdorn zu schattig und zu schlecht belüftet steht, denn Lichtmangel und hohe Luftfeuchte fördern diese Pilzausbreitung. Auch tritt er an Rotdornen auf sandigeren Böden und auf verdichteteren Böden eher auf als auf tiefgründigeren Lehmböden. 

Meine Empfehlung lautet, sofern denn am Standort machbar: Sorge tragen, dass der Baum so luftig und hell wie möglich steht. Ihr Haus können Sie nicht verrücken, klar - aber vielleicht kann man rahmende Bepflanzungen so formieren, dass die Krone des Rotdorns frei und wohl belüftet steht. Lichten Sie auch die Krone selbst so aus, dass sie nicht zu dicht und von daher durchlüftet ist. Entfernen Sie abgefallenes, befallenes Laub nach Möglichkeit. Und, wenn alle Stricke reißen, wenden Sie gegen den Pilz Breitbandfungizide an. Die dürften aber nur bedingt dauerhaft helfen, denn nach meiner gewonnenen Einschätzung ist das Problem in erster Linie eine Standortfrage.

Kommentare