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Ich habe einen Kleingarten und ich würde gern auch mal etwas ernten.

Frage von: Rosemarie G.

Letztes Jahr habe ich kleine, zarte Wirsingkohlsetzlinge gekauft und gepflanzt die alle hochgewachsen sind (so ähnlich wie Blumen). Die wurden angeknabbert (sind Löcher in den Kohlblättern drin). Dann habe ich versucht, jetzt Gurken zu pflanzen. Dort sind so eine Art Kellerasseln am Werk. Wie bekomme ich die weg? Überall wo Erde ist und ich etwas pflanzen möchte, sind diese Schädlinge. Kann es an den Schädlingen liegen, dass ich kein Gemüse anbauen kann? Ich bin am Verzweifeln! Und meine Obstbäume bekommen auch Löcher an den Blättern. Da klettern Ameisen hoch. Können die auch Schaden anrichten? Danke für Ihre Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Das hört sich ja mehr nach Großbaustelle als nach Garten an, liebe Frau G.. Eigentlich müssten wir jetzt gemeinsam durch Ihren Garten stiefeln und miteinander vor Ort Ihre Gartensituation als Ganzes durchgehen, um daraus abgeleitet die zahlreichen Details betrachten zu können. Geht nun mal nicht, lassen Sie uns daher einen anderen Weg einschlagen:
Sie möchten gerne erfolgreich Gemüse anbauen - aber "irgendwie klappt das alles nicht". Deswegen mein Rat: Bevor Ihnen das Ganze über den Kopf wächst, konzentrieren Sie sich zunächst einmal auf kleine Erfolge und lassen Sie diese im Laufe der Zeit größer werden.
Das heißt konkret: Legen Sie sich drei Gemüsebeete nebeneinander an, jedes 120 cm breit, dann können Sie es mit Armlänge von beiden Seiten her bequem bearbeiten. Die Länge der Beete reicht mit zwei bis drei Metern völlig aus. Zwischen den Beeten richten Sie 40 cm breite Trittwege an.
Machen Sie sich jetzt an der Samenwand im Gartencenter das Vergnügen und wählen Sie dort, ganz nach Gartenfieber, neun Samentütchen von Pflanzen die Sie interessieren und die jetzt noch ausgesät werden können aus. Säen Sie diese Samen entsprechend der Anleitung auf der Tüte auf Ihren drei Beeten aus, z.B. Beet 1 in der Mitte eine Reihe Buschbohnen, links und rechts davon jeweils eine Reihe Möhren und zwischen Bohnen und Möhren den Platz für Bohnenkraut, Radieschen oder Gartenkresse ausnutzen. Entscheidend: Decken Sie jedes Beet mit einem Kulturschutznetz / Gemüsebeetvlies ab, damit keine Schädlinge an die Pflanzen geraten. Das gibt´s auch im Gartencenter. Führen Sie an den Pflanzen alle erforderlichen Pflegemaßnahmen durch, vom Hacken und Jäten bis hin zum feucht halten und Düngen. Ich traue mich fast zu wetten, dass Sie 80 Prozent der Pflanzen erfolgreich anbauen und ernten werden. Geben Sie mir gerne eine Rückmeldung! Und nachdem Sie so Ihre ersten Ernteerfolge eingefahren haben werden, weiten Sie Ihren Anbau nach und nach aus, in dem Umfang und Rahmen, den Sie bewältigen möchten und können.
Was die Obstbäume angeht, so verursachen Ameisen keinen Lochfraß. Die sind eher für die Pflege der Blattläuse zuständig. Die Löcher können durch z.B. Hagel oder Raupenfraß entstehen, an Süßkirschen auch durch Blattpilze ("Schrotschusskrankheit"). Auch gegen all das können Sie etwas unternehmen - aber konzentrieren Sie sich jetzt erst einmal auf Ihre ersten Erfolge. Nach denen nämlich, macht alles weitere gleich wieder viel mehr Gartenspaß - und vor allem, Lust auf mehr. Mit der Freude am Erfolg also, nehmen Sie dann später die noch verbliebenen letzten Hürden - mit einem Lächeln!

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